"Großes Glück": Rossi und Lorenzo schildern Beinahe-Crash in Assen

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Autor: Mario Fritzsche
01.07.2018, 15:59

Die Berührung zwischen Ducati-Pilot Jorge Lorenzo und Yamaha-Pilot Valentino Rossi im Kampf um die Führung in Assen war für beide eine echte Schrecksekunde.

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Renn-Action: Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, führt
Renn-Action: Jorge Lorenzo, Ducati Team, führt
Renn-Action: Jorge Lorenzo, Ducati Team, führt
Jorge Lorenzo, Ducati Team, Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, Marc Marquez, Repsol Honda Team
Renn-Action: Jorge Lorenzo, Ducati Team, führt
Renn-Action: Jorge Lorenzo, Ducati Team, führt
Renn-Action: Marc Marquez, Repsol Honda Team, führt
Renn-Action: Jorge Lorenzo, Ducati Team, führt

Die Dutch TT 2018 in Assen bot im Rennen der Königsklasse MotoGP einen absoluten Klassiker mit mehr als 100 Überholmanövern im Verlauf der 26 Runden auf dem TT Circuit in den Niederlanden. Eine der größten Schrecksekunden spielte sich ab, als Jorge Lorenzo (Ducati) und Valentino Rossi (Yamaha) im Kampf um die Führung kollidierten.

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Die brisante Szene zwischen Rossi und Lorenzo geschah in der Anfangsphase des Assen-Thrillers in der schnellen Passage zurück zu Start/Ziel. Lorenzo führte, als ihm im schnellen Rechtsknick (Kurve 12) das Vorderrad wegrutschte. Rossi, der dem Spanier direkt im Nacken saß, hatte keine Chance auszuweichen und fuhr der Ducati mit einer Geschwindigkeit von 195 km/h ins Heck.

 

Mit viel Glück und Können bleiben sowohl Lorenzo als auch Rossi im Sattel. Mehr noch: Sie büßten bei der haarigen Szene keine Position ein und setzten das Rennen an erster und zweiter Stelle liegend vor dem späteren Sieger Marc Marquez (Honda) fort. Wie haben die beiden, die das das Rennen schließlich als Vierter (Rossi) und Siebter (Lorenzo) beendeten, die Kollision erlebt?

"Zu Beginn hatten Lorenzo und ich eine Menge Glück", erinnert sich Rossi. "Lorenzo hat Kurve 12 zu sehr geschnitten und dabei das Vorderrad verloren. Ich war hinter ihm, war deutlich schneller und habe ihn getroffen. Glücklicherweise haben wir es beide gut abgefangen und sind nicht gestürzt."

 

Lorenzo, dessen Ducati bei der Berührung deutliche Kampfspuren davontrug, geht etwas mehr ins Detail. "Das war ein richtig brenzliger Moment", so der Spanier. "Ich wusste in diesem Moment nicht, was hinter mir passierte und ob bei diesem Schlag jemand gestürzt ist. Ich wusste nicht einmal, von wem der Schlag kam - ob es Marc war oder ein anderer Fahrer. Es war Valentino und wir hatten beide großes Glück."

Fotos: MotoGP in Assen

Doch wie konnte es überhaupt zur brenzligen Szene zwischen Lorenzo und Rossi kommen? "Die Michelin-Reifen bieten am Hinterrad immer noch etwas mehr Grip auf der Kante als am Vorderrad", erklärt Lorenzo und erinnert: "Es ist mir schon in Le Mans passiert, dass mir das Vorderrad wegrutschte. Hier war es jetzt wieder so."

"Ich wäre beinahe gestürzt, konnte es aber gerade so abfangen. Valentino war einfach überrascht, dass ich an dieser Stelle plötzlich Tempo verlor und er fuhr mir hinten drauf. Es war ein richtig brenzliger Moment, bei dem wir großes Glück hatten. Es hätte einen großen Crash geben können mit der ganzen Gruppe direkt hinter uns", so Lorenzo erleichtert.

Die Gespräche führten Oriol Puigdemont & Mark Bremer

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