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Guidotti exklusiv: "Pramac hat nie mit Lorenzo gesprochen"

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Guidotti exklusiv: "Pramac hat nie mit Lorenzo gesprochen"
Autor:
, Motorsport.com Switzerland
Übersetzung: Michael Bieri, Motorsport.com Switzerland
10.08.2019, 12:08

In einem Exklusiv-Interview mit Motorsport.com wies der Teammanager von Pramac Racing die Gerüchte über Verhandlungen mit dem HRC-Fahrer zurück.

Francesco Bagnaia, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Polesitter Marc Marquez, Repsol Honda Team, terzo posto Jack Miller, Pramac Racing
Terzo classificato Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing, Danilo Petrucci, Ducati Team
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Francesco Bagnaia, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Francesco Bagnaia, Pramac Racing
Francesco Bagnaia, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Francesco Bagnaia, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Francesco Bagnaia, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Francesco Bagnaia, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Pol Espargaro, Red Bull KTM Factory Racing, Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing
Jack Miller, Pramac Racing

Das Pramac Racing Team hat eine grossartige erste Saisonhälfte hinter sich – in erster Linie dank Jack Miller, der in diesem Jahr bereits zwei Podiumsplätze erzielt hat. Das Team, das eng mit Ducati Corse verbunden ist, hat sich zum Ziel gesetzt, beide Fahrer ab 2020 mit einer Desmosedici GP20 auszustatten, um sich noch weiter von den anderen Kundenteams absetzen zu können.

Trotz der vielen Gerüchte über ein mögliches Engagement von Jorge Lorenzo beim Pramac Racing für die nächste Saison spricht einiges dafür, dass wir auch im kommenden Jahr die beiden aktuellen Piloten auf den Pramac-Maschinen sehen werden. Motorsport.com sprach exklusiv mit Francesco Guidotti, Teammanager von Pramac Racing, über den Stand der Dinge.

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Wie beurteilen Sie die bisherige Saison von Pramac?

Sehr positiv, was Jack betrifft, mit seinen zwei Podestplätzen und einem siebten Platz in der Zwischenwertung. Er führt mehr oder weniger seit Beginn der Saison das Klassement der Independent-Fahrer an, so dass ich – vor allem nach seinem zweiten Podium – behaupten würde, dass es für seine Seite der Box ausgezeichnet läuft.

Was Pecco betrifft, so war er zu Beginn der Wintertests eine große Überraschung. Er konnte sich problemlos anpassen und war sehr schnell. Die Saison begann gut bis zum Ausfall in Barcelona. Von da an kämpfte er hart und verlor ein wenig von dem Gefühl, das er zu Beginn der Saison hatte. Ich würde sagen, die erste Hälfte der Saison war für ihn ein bisschen "bittersüss". Aber wir haben nie, nicht eine Sekunde lang, daran gezweifelt, dass wir mit ihm die richtige Wahl getroffen haben. Trotz der Schwierigkeiten, die er in einigen Rennen hatte, sehen wir seine bisherige Saison weitgehend positiv. Und wir hoffen, dass wir die Probleme nun im Griff haben. Es hat eigentlich nie viel gefehlt, von daher sind wir zuversichtlich.“

Wie aufregend war es für Sie, als Petrucci sein erstes Rennen gewann?

Für mich war es überwältigend, denn Danilo war schon aufregend, als er noch für uns fuhr und auf dem Podium stand. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut. Natürlich war es nun nicht ganz dasselbe, als er für ein anderes Team gewonnen hat, aber in vier Jahren Zusammenarbeit hat man doch eine ganz spezielle Beziehung aufgebaut. Aber es war sehr schön, ihn gewinnen zu sehen, denn das war eigentlich das kleine Stück, das ihm noch gefehlt hatte. Er opfert viel für seine Karriere und arbeitet hart an sich, und wir fühlen uns ein wenig als Teil seiner Entwicklung. Für ihn als Werksfahrer ist dieser Sieg natürlich einfach der erste Schritt, und wir hoffen, dass er nun diese Tendenz beibehalten kann.

Sie waren in Ihrer aktuellen Funktion auch schon in einem Werksteam tätig, jetzt sind Sie in einem Satellitenteam – können Sie die Unterschiede erklären?

Es ändert sich schon sehr viel, genau wie für die Piloten, wenn sie von einem Kunden- in ein Werksteam kommen. Ich ging allerdings den anderen Weg und hatte das große Glück, Erfahrungen aus einem Werksteam mitnehmen zu können. Ich bin sehr froh, hier zu sein. In einem Werksteam hast du natürlich ständig mit dem Unternehmen zu tun, das hinter dem Team steckt, während bei einem Kundenteam das Team selber das Unternehmen ist. Ich muss mich um alles selber kümmern, von den Räumlichkeiten bis hin zu den Sponsoren. In einem offiziellen Werksteam hingegen gibt es verschiedene Abteilungen innerhalb des Teams, mehr Leute, aber auch mehr Druck. Die Begeisterung der Leute und die Ziele sind allerdings dieselben.

Jack Miller, Pramac Racing, Andrea Dovizioso, Ducati Team
Francesco Bagnaia, Pramac Racing

Was können Sie uns über Ihre erste Erinnerung an Marquez erzählen?

Meine erste Erinnerung an Marquez ist, als Emilio ihn uns vorstellte. Ich konnte nicht glauben, dass er wirklich der Pilot war, weil er aussah wie ein 11- oder 12-Jähriger. Ich dachte erst, er mache einen Witz. KTM hatte mit ihm einen Dreijahresvertrag abgeschlossen, der im ersten Jahr die spanische Meisterschaft beinhaltete. Er fuhr ein Bike, das 18-20 kg schwerer war als die anderen, um auf das Mindestgewicht zu kommen, weil er selber so leicht war.

Wer ist stärker – er oder oder Valentino Rossi?

Meiner Meinung nach sind das zwei verschiedene Fälle. Ein Vergleich ist immer schwierig zu ziehen, denn es sind zwei unterschiedliche Charaktere, zwei Symbolfiguren des modernen Motorradsports. Valentino machte den Motorradsport unheimlich populär – mit seiner Art brachte er den Sport zu Leuten, die zuvor keinerlei Bezug dazu hatten. Als Marc hingegen seine Karriere startete, war der Sport bereits sehr populär. Vor allem in Spanien hatte sich die MotoGP damals beinahe zum Nationalsport entwickelt, und er konnte natürlich auch etwas von der Vorarbeit von Valentino profitieren. Vale ist seit mehr als zwanzig Jahren im Geschäft und hat in dieser Zeit gezeigt, dass er in jeder Klasse gewinnen kann. Zudem hat er sich fünf oder sechs Mal neu erfunden, hat seinen Fahrstil und die Art und Weise, wie er die Rennen angegangen ist, immer wieder angepasst. Er ist natürlich eine absolute Referenz. Aber es ist schwierig zu sagen, wer besser ist. Im Moment sprechen die Resultate ganz klar für Marc, aber wir dürfen nicht vergessen, was Rossi im selben Alter getan hat.

Sie haben auch mit Biaggi gearbeitet, von dem man sagt, dass er keinen einfachen Charakter habe. Wie war Ihre Beziehung zu ihm?

Er hat einen besonderen Charakter, das ist wahr, aber es ist schwierig, Piloten auf diesem Level zu finden, bei denen das nicht so ist. Er war schon immer ziemlich eigen, denn wenn er arbeitet, befindet er sich in seiner ganz eigenen Welt. Man kann schon sagen, dass ich ein besonderes Vertrauen zu ihm habe, und als wir gemeinsam arbeiteten, hatten wir ein Verhältnis, das geprägt war von völliger Offenheit. Es gab durchaus hitzige Diskussionen, aber das ist Teil der Arbeit.

Jack Miller, Pramac Racing
Francesco Bagnaia, Pramac Racing

Was funktioniert nicht bei Bagnaia?

Es ist nicht so, dass etwas nicht funktionieren würde. Es gibt in einigen Bereichen Schwierigkeiten mit seinem Fahrstil, der nicht immer zu unserem Bike passt. Da muss ein Kompromiss gefunden werden. Einige dieser Probleme hatten wir so nicht erwartet, aber ich kann nur nochmals wiederholen: Zwischen uns herrscht ein Klima des totalen Vertrauens und das Arbeitsvrhältnis ist sehr friedlich und produktiv. Es sind Schwierigkeiten, die bei einem Anfänger vorkommen können. Natürlich wäre es besser, wenn wir sie nicht hätten, aber so ist es nun mal. Und bei dem Niveau, das wir momentan in der MotoGP haben, muss nur wenig fehlen, und man ist sofort auf dem 20. Rang.

Werden Sie im nächsten Jahr zwei Desmosedici GP20 zur Verfügung haben?

Ja, das ist der Plan. Die Verhandlungen mit Ducati gehen in diese Richtung.

In letzter Zeit wird viel über Lorenzo und Pramac spekuliert. Haben Sie einen Kommentar zu diesen Gerüchten?

Ich kommentiere keine Gerüchte, ich spreche nur über Fakten. Es gab keine Pressemitteilung durch die direkt Betroffenen, weder ein Dementi noch eine Bestätigung.

Hat Pramac jemals direkt mit Jorge gesprochen oder konkrete Verhandlungen aufgenommen?

Nein, definitiv nicht.

Jack Miller, Pramac Racing, Andrea Dovizioso, Ducati Team, Marc Marquez, Repsol Honda Team

Jack Miller, Pramac Racing, Andrea Dovizioso, Ducati Team, Marc Marquez, Repsol Honda Team

Photo by: Gold and Goose / LAT Images

Möchten Sie mit ihm zusammenarbeiten?

Ich möchte in erster Linie das Projekt fortsetzen, das wir im letzten Jahr mit Miller begonnen haben. Er gibt uns Genugtuung, indem er uns zeigt, dass der Weg, den wir mit ihm eingeschlagen haben, der richtige ist. Ich persönlich würde mich freuen, mit ihm weiterzumachen. Stabilität ist immer das Beste.

Alex Marquez hat mit Ihnen gesprochen, sind Sie interessiert?

Alex ist ein interessanter Kerl, und seit wir miteinander gesprochen haben, hat er kein Rennen mehr verloren, also scheinen wir ihm Glück gebracht zu haben. Wir hatten tatsächlich ein Gespräch mit ihm, einfach um zu sehen, wie die Chancen für eine Zusammenarbeit stehen. Er ist momentan wirklich einer der interessantesten jungen Fahrer.

War Alex Ihre Idee oder die von Ducati?

Die Idee kam von Pramac. Natürlich haben wir Ducati informiert, doch die haben weder ja noch nein gesagt. Es ging in erster Linie darum, zu sehen, welche Ziele alle beteiligten Seiten haben. Es ist wichtig, dass man miteinander spricht. Man muss sich erst kennenlernen, ehe man über eine Zusammenarbeit nachdenken kann. Für die nächste Saison gibt es allerdings wenig Spielraum, eher wahrscheinlich wäre eine Zusammenarbeit in der MotoGP in der Saison 2021.

Ihre derzeitigen Piloten stehen beide direkt bei Ducati unter Vertrag. Was würde passieren, wenn Sie andere Piloten zu Pramac bringen möchten?

Natürlich konzentrieren wir uns in erster Linie auf die Piloten mit einem bestehenden Vertrag. Wir haben kein Interesse daran, unsere Piloten durch andere zu verdrängen. Wenn, dann geht es um ein späteres Engagement. Der Informationsaustausch mit Ducati ist normal und wichtig, denn wenn ein grosses Unternehmen dahinter steht, wird automatisch auch unsere Position bei Verhandlungen mit einem potenziellen Fahrer gestärkt.

Jack Miller, Pramac Racing

Jack Miller, Pramac Racing

Photo by: Gold and Goose / LAT Images

 

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