Manager: Marquez würde auch mit Marc-VDS-Honda gewinnen

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Manager: Marquez würde auch mit Marc-VDS-Honda gewinnen
Autor: Sebastian Fränzschky
Co-Autor: Gerald Dirnbeck
09.01.2018, 10:18

Marc-VDS-Teammanager Michael Bartholemy betont, wie gut das bereitgestellte Material von HRC ist und ist überzeugt, dass der Fahrer den Unterschied ausmacht.

Junior Motor Camp mit Marc Marquez
Marc Marquez
Marc Marquez
Marc Marquez
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Bike of Marc Marquez, Repsol Honda Team

Mit Ausnahme von Jack Millers Sieg in Assen ist die Bilanz von Marc VDS in der MotoGP durchwachsen. In den vergangenen Jahren suchte das private Honda-Team oft vergeblich den Anschluss an die Spitze. Laut Teammanager Michael Bartholemy ist das vor allem auf die Fahrer zurückzuführen. Das bereitgestellte Material von Honda soll gut genug für Laufsiege sein, meint der erfahrene MotoGP-Manager.

"Der Fahrer macht den größten Unterschied aus", betont Bartholemy im Gespräch mit 'Motorsport.com'. Wir fragen ihn, ob Marc Marquez auch mit der Marc-VDS-Honda siegreich wäre. "Davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt", kommentiert der Teammanager.

In der vergangenen Saison fuhren Jack Miller und Tito Rabat mit 2017er-Hondas. "Honda spielt mit offenen Karten, was die Daten angeht. Wenn Marc in die Box fährt und sein Team die Daten herunterlädt, dann haben wir diese Informationen sofort, genau wie Crutchlow auch. Wir spielen mit absolut offenen Karten", lobt er die Arbeit mit HRC.

Die Hardware war in der Saison 2017 unter den fünf Honda-Piloten nahezu identisch. "Die Motoren werden in Katar abgegeben. Es spielt keine Rolle, welche Box man erwischt, denn es ist überall das gleiche Material drin. Die Elektronik ist auch für alle gleich, die Rahmen sind identisch seit dem Valencia-Test 2016", berichtet Bartholemy.

"Wir hingen in der abgelaufenen Saison zwei Mal hinterher, als ein Auspuff-Update kam. Die Werkspiloten bekamen die Teile in Texas. Uns standen sie ab Le Mans zur Verfügung. Es war ein minimaler Unterschied, den ich gut nachvollziehen kann", erinnert sich Bartholemy. "Die Werke können nur mit zwei Fahrern entwickeln. Wenn diese Entwicklung durch ist und sich die Teile als Fortschritt entpuppt haben, dann bekamen wir diese Neuheiten immer."

Entwicklungen, wie die unzähligen Verkleidungs-Updates, landen in der Praxis später bei den Kundenteams. Das kann Bartholemy sehr gut nachvollziehen: "Die eine Woche bevorzugt es der eine Fahrer, eine Woche später sieht es ganz anders aus. Warum soll Honda noch einmal 20 Verkleidungen für unser Team bauen, wenn gar nicht sicher ist, welche Richtung eingeschlagen wird? Damit kann ich leben. Honda hat in den vergangenen drei Jahren immer mit offenen Karten gespielt. Die Zusammenarbeit ist diesbezüglich ehrlich", so der Marc-VDS-Verantwortliche.

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Autor Sebastian Fränzschky
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