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John Hopkins plant Zukunft: Motorrad-Fahrschule ja, Autorennen vielleicht

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John Hopkins plant Zukunft: Motorrad-Fahrschule ja, Autorennen vielleicht
Autor:
Co-Autor: Gerald Dirnbeck
07.08.2019, 17:19

Seine Karriere als Motorradrennfahrer muss John Hopkins wohl oder übel beenden, mit dem Rennsport abgeschlossen hat er aber noch lange nicht

John Hopkins findet sich mehr und mehr damit ab, dass seine Karriere als Motorradrennfahrer beendet ist. Zwar ist der 36-jährige US-Amerikaner, WM-Vierter der MotoGP-Saison 2007, offiziell nicht zurückgetreten. Die Vielzahl seiner Verletzungen aber fordert ihren Tribut.

Im April dieses Jahres hatte Hopkins das MotoGP-Wochenende auf dem Circuit of The Americas in Austin besucht. Dabei ließ er sich für seine eigene Karriere zwar eine Hintertür offen, gestand aber auch, dass ihm insbesondere die um 25 Prozent eingeschränkte Beweglichkeit seines rechten Knies schwer zu schaffen macht.

Beim Grand Prix von Tschechien in Brünn war "Hopper" am vergangenen Wochenende abermals als Besucher vor Ort. Und er hat inzwischen konkrete Pläne für die Zukunft. Selber Motorradrennen fahren hat keine Priorität mehr für ihn.

Fotos aus der Karriere von John Hopkins

"Ehrlich gesagt habe ich mir bei meinem Unfall Ende 2017 beide Knie und den unteren Teil meines Rückens schwer verletzt", spricht Hopkins im Gespräch mit 'Motorsport.com' auf seinen Sturz beim damaligen Saisonfinale der Britischen Superbike-Meisterschaft (BSB) in Brands Hatch an.

Mit Ducati: Motorrad-Fahrschule in Europa

"Im Frühjahr bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass ich wohl einmal auf die Ärzte hören muss. Sie haben mir schon vor einem Jahr gesagt, dass ich die volle Beweglichkeit [des rechten Knies] nicht mehr zurückerlangen werde", so Hopkins weiter: "Sofern es nicht noch ein Wunder gibt, sehe ich keine Möglichkeit mehr. Ich werde daher weiter ein bisschen für Monster [Energy] arbeiten. Zudem kommentiere ich hin und wieder für die Dorna."

Ducati 1199 Panigale

Mit Ducati baut Hopkins in Europa eine Fahrschule auf und fährt auch selbst

Foto: Ducati

Das größte Projekt, an dem er gerade arbeitet, ist aber etwas anderes. "Ich baue gerade eine Riding-Coach-Fahrschule auf", erzählt Hopkins. Diese wird aber nicht in den USA, sondern in Europa aufgezogen. "Wir beginnen in Großbritannien und werden dann auch nach Italien gehen", sagt er und offenbart: "Ich arbeite mit Ducati Großbritannien zusammen. Es ist zwar kein Rennfahren, aber so habe ich zumindest die Möglichkeit, noch ein bisschen zu fahren."

Für das Ducati-Team Moto Rapido fuhr Hopkins 2017 in der BSB, als er seinen folgenschweren Unfall hatte. Doch sogar um jetzt "mit 60 bis 70 Prozent" fahren zu können, braucht es Umbauten am Motorrad, wie er erklärt: "Ich muss die Fußraste für mein rechtes Bein modifizieren, um überhaupt fahren zu können. Für maximal 60 bis 70 Prozent reicht es, aber Trainieren, um irgendwann wieder bei 100 Prozent anzukommen, ist leider unmöglich."

Bei Formel-1-"Test" 2006 auf den Vierrad-Geschmack gekommen

Wenngleich seine Karriere als Motorradrennfahrer de facto beendet ist, will Hopkins nicht von einem kompletten Ende seiner Rennfahrerkarriere sprechen. Rennen auf vier Rädern kann er sich durchaus vorstellen: "Ja, von Autorennen habe ich schon immer geträumt und ich denke, das werde ich in den kommenden Jahren ernsthaft angehen."

John Hopkins, Vitantonio Liuzzi

Valencia 2006: Fahrzeugtausch zwischen John Hopkins und Vitantonio Liuzzi

Foto: Red Bull

Am Rande des denkwürdigen MotoGP-Saisonfinales 2006 in Valencia kam Hopkins schon mal auf den vierrädrigen Geschmack. Damals tauschte er anlässlich eines PR-Events von Red Bull seine Suzuki gegen einen Formel-1-Boliden von Toro Rosso. Im Gegenzug fuhr der damalige Toro-Rosso-Stammfahrer Vitantonio Liuzzi die Suzuki GSV-R von Hopkins.

"Ich war damals nur drei Sekunden langsamer als er auf seiner persönlich schnellsten Runde an diesem Tag", erinnert sich Hopkins mit einem Grinsen an seinen inoffiziellen Formel-1-Test in Liuzzis Auto. Allerdings schiebt der US-Amerikaner sofort hinterher: "Für eine Formel-1-Karriere hätte es natürlich nicht gereicht. Tourenwagen-Rennen würden mich aber schon reizen."

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

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Rennserie MotoGP
Autor Mario Fritzsche