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HRC-Testfahrer Bradl: Keine direkte Hilfe als Riding-Coach für Lorenzo geplant

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HRC-Testfahrer Bradl: Keine direkte Hilfe als Riding-Coach für Lorenzo geplant
Autor:
15.11.2018, 17:08

Beim ersten Wintertest in Valencia wird Stefan Bradl einen Tag für HRC testen, aber nicht "Riding-Coach" für Jorge Lorenzo sein: "Er muss schauen, dass er damit zurechtkommt"

Stefan Bradl springt auch beim MotoGP-Saisonfinale in Valencia bei LCR-Honda für Cal Crutchlow ein. Der Brite erholt sich weiterhin von seiner Knöcheloperation und wird erst im kommenden Jahr zurückkehren. Das änderte auch etwas den Testplan für Bradl, denn nächste Woche findet am Dienstag und Mittwoch der erste Wintertest auf dem Circuit Ricardo Tormo statt. "Ich werde am Dienstag einen Tag lang testen, aber im Auftrag von HRC", sagt Bradl.

Er wird dabei mit dem LCR-Team arbeiten, aber mit Entwicklungsteilen von Honda. Aber warum testet der Deutsche nicht an beiden Tagen? "Weil der Plan so aussieht. Danach gehen wir nach Jerez, wo wir ein größeres Programm haben werden." In der letzten Novemberwoche findet der zweite Wintertest in Jerez de la Frontera statt. Anschließend beginnt das Testverbot und damit die Winterpause für das MotoGP-Fahrerlager.

Testet Bradl nur am Dienstag, damit er am Mittwoch Jorge Lorenzo Tipps und Ratschläge geben kann? "Der Plan war, dass ich sowieso hier bleibe und aus der Ferne ansehe und zuhöre, worüber gesprochen wird", sagt Bradl. Von Hilfe für Honda-Neuling Lorenzo will er aber nicht sprechen: "In dem Fall bin ich nicht so nahe dran, weil ich selbst Arbeit habe. Im Endeffekt ist das Jorges Thema. Er muss schauen, dass er damit zurechtkommt. Ich glaube, HRC ist gut vorbereitet, um ihm alles Nötige für den Anfang zu geben."

Stefan Bradl, LCR Honda

Stefan Bradl, LCR Honda

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Bevor die ganze Testarbeit beginnt, steht noch das finale Rennwochenende auf dem Programm. Es wird Bradls fünfter Grand Prix in diesem Jahr sein. "Grundsätzlich freue ich mich auf das Wochenende, weil ich wieder fahren darf und von Malaysia her ein gutes Gefühl für das Motorrad habe." Allerdings könnte das Wetter eine große Rolle spielen. Am Donnerstag schüttete es in Strömen und auch für das Wochenende sind immer wieder Regenschauer vorhergesagt.

Schon in Sepang drehte Bradl einige Runden auf nasser Strecke. Wie war sein Gefühl? "Es kommt immer auf die Situation an. Hier ist es im Regen kälter als in Malaysia. Dann braucht man ein gutes Gefühl für das Motorrad und die Reifen. Das wird sicher etwas dauern, aber ich bin in Malaysia im Regen nicht das allerletzte Risiko eingegangen." Viel ist Bradl in diesem Jahr nämlich nicht im Regen gefahren: "Vielleicht kann ich hier etwas mehr riskieren. Vorteile habe ich keine."

"In Malaysia sind wir so wie früher an einem Rennwochenende an die Sache herangegangen. Bei meinen Wildcard-Einsätzen von HRC gab es auch Testarbeit zu tun. Von daher habe ich schon ein gutes Gefühl aufbauen können. Aber die Bedingungen waren dort nicht konstant, weshalb ich mit meiner Leistung zufrieden bin. Wenn ich im Qualifying etwas weiter vorne gestanden wäre, dann hätte das Rennen sicher einen anderen Verlauf genommen. Aber das hat schon gepasst."

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Fahrer Stefan Bradl
Teams Repsol Honda Team
Autor Gerald Dirnbeck