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Johann Zarco bei KTM: "Als ob ich lernen muss, rückwärts zu laufen"

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Johann Zarco bei KTM: "Als ob ich lernen muss, rückwärts zu laufen"
Autor:
Co-Autor: Gerald Dirnbeck
09.06.2019, 06:42

Letzter in Mugello: KTM-Pilot Johann Zarco erklärt, dass er auf der RC16 quasi alles komplett neu lernen muss, und hofft beim MotoGP-Test in Barcelona auf Besserung

Für Johann Zarco erreichte sein noch vergleichsweise junges Dasein als KTM-Pilot beim Großen Preis von Italien einen vorläufigen Tiefpunkt. Hatte der Franzose es in den ersten fünf Saisonrennen mit dem österreichischen Hersteller immerhin, wenn auch teils knapp, in die Punkteränge geschafft, kam er in Mugello als Siebzehnter ins Ziel.

Er wurde damit auch gleichzeitig Letzter. Eine traurige Premiere in seiner bisherigen MotoGP-Laufbahn. "Es ist das erste Mal, dass ich Letzter geworden bin. Für alles gibt es ein erstes Mal", nahm Zarco die Platzierung schon fast mit Galgenhumor. Nach sechs Monaten Erfahrung, die er nunmehr mit der RC16 hat, ist kaum ein Fortschritt zu erkennen.

"Ich versuche, mich so gut wie möglich an das Motorrad anzupassen, um eine andere Linie zu benutzen, an einer anderen Stelle zu bremsen, das Gaspedal zu öffnen", sagt Zarco. "Denn das ist alles, was ich tun kann. Das Set-up des Motorrads kann ich nicht mehr ändern, wir wissen aus den letzten fünf Monaten, dass wir keine Lösung haben."

Mit Blick auf seinen Teamkollegen Pol Espargaro, zuletzt Neunter in Mugello, stellt der Franzose fest: "Er hat dieses gute Selbstvertrauen, das bedeutet, dass auf dem Motorrad etwas möglich ist. Ich versuche, mich zu ändern, um dorthin zu kommen. Aber ich muss Dinge auf dem Motorrad tun, die ich in den letzten 10 Jahren nie gemacht habe."

"Ich habe das Gefühl, dass ich lernen muss, rückwärts zu laufen und die gleiche Rundenzeit zu fahren wie bei einem normalen Lauf", erklärt Zarco weiter. Am Montag (17. Juni) nach dem nächsten GP-Wochenende in Barcelona steht ein offizieller Testtag auf der spanischen Strecke an. Welche Erwartungen hat Zarco an diesen Tag?

"Alle Tests sind wichtig", sagt er. "Ich möchte vor allem testen, weil ich dann mit weniger Druck an mir selbst arbeiten und das Limit bei mehr als 300 km/h austesten kann. Der Körper nimmt dabei viele Informationen auf. Wir werden einige Dinge ausprobieren, um in die Richtung zu gehen, die ich mir wünsche, damit ich mich wohler fühle."

Johann Zarco

Kriegt Zarco beim österreichischen Hersteller doch noch die Kurve?

Foto: LAT

Im Moment sei man durch das Set-up begrenzt und könne nicht mehr tun. "Aber ich werde nicht aufgeben. Das ist nicht die Lösung und auch nicht meine Art", betont Zarco. Gerüchte über ein vorzeitiges Ende seines KTM-Vertrags gibt es dennoch. So wurde zuletzt sogar über einen Wechsel in die Superbike-WM zu Honda spekuliert.

Zarco zeigt sich aber fest entschlossen, mit KTM weiterzumachen. "Pol bestätigt den Weg, den KTM geht. Dann ist es vielleicht die einfachste Lösung, am Fahrer zu arbeiten, weil wir technisch gesehen viele Extreme gegangen sind und nie gute Antworten bekommen haben. Jetzt versuche ich, mich zu verbessern und es wird mir für die Zukunft helfen."

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

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Rennserie MotoGP
Autor Juliane Ziegengeist