Keine Rede von Wildcard-Starts: Stoner begnügt sich mit Testeinsätzen

Nach seiner ersten Teilnahme an einem offiziellen MotoGP-Testtag seit vier Jahren will Ex-Champion Casey Stoner von einem Comeback unter Rennbedingen nichts wissen.

Erstmals seit seinem bisher letzten Ducati-Renneinsatz (Valencia 2010) griff Stoner am Dienstag wieder im Rahmen einer offiziellen Session in den Lenker einer Desmosedici. Wie schon beim Privattest am vergangenen Samstag an gleicher Stelle saß der Australier auf dem Vorjahresmodell GP15. Die Ducati-Stammfahrer Andrea Dovizioso und Andrea Iannone waren indes mit der GP16 unterwegs.

Mit einer Sekunde Rückstand auf die Tagesbestzeit von Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) reihte sich Stoner bei seinem offiziellen Test-Comeback für die Italiener auf Platz neun der Zeitenliste ein. Die Positionen und Abstände sind jedoch mit noch größerer Vorsicht genießen als es am Montag der Fall war. Grund: Reifenlieferant Michelin zog nach dem auf einen defekten Hinterreifen zurückzuführenden Sturz von Loris Baz (Avintia-Ducati) die weiche Reifenmischung im Tagesverlauf zurück.

Rückkehrer Stoner ging es jedoch ohnehin nicht um schnelle Runden, sondern darum, die richtige Richtung für die weitere Entwicklungsarbeit bei Ducati einzuschlagen. „Es war schön, mal wieder gleichzeitig mit den anderen Fahrern auf der Strecke gewesen zu sein. Somit waren die Bedingungen vergleichbar und wir haben dieselben Rückmeldungen erhalten wie die anderen Jungs im Team“, sagt der Australier, der zuletzt vor vier Jahren an einem offiziellen MotoGP-Test teilgenommen hatte – damals ebenfalls in Sepang, allerdings in seiner Rolle als Honda-Testfahrer.

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Anlässlich der Rückkehr Stoners zu Ducati hatten vor Wochen bereits Gerüchte über mögliche Wildcard-Einsätze in der Saison 2016 die Runde gemacht. Der zweimalige Weltmeister will davon aber nichts wissen: „Ich habe keine Absicht, so etwas zu tun. Es war nett, wieder gefahren zu sein und Daten gesammelt zu haben, aber ich werde das Geschehen weiterhin als Außenstehender beobachten und nicht direkt involviert sein.“

Während die Ducati-Stammfahrer Dovizioso und Iannone am Dienstag auf die GP16 setzten, wird sich Testfahrer Stoner auch bei seinen künftigen Einsätzen weiter mit der GP15 befassen. Dass auch er die GP16 einmal fährt, ist vorerst nicht konkret geplant.

„Vielleicht erhalte in Zukunft mal die Gelegenheit, sie zu fahren, aber momentan ist es besser, alles zu verstehen und sich daran zu gewöhnen. Wenn wir dann irgendwann feststellen, dass wir mit der GP15 nicht mehr viel machen können, werden wir vielleicht auf die nächste Version umsteigen. Bis dahin wird aber noch viel Zeit vergehen“, so Stoner.

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