Kevin Schwantz glaubt: Die Youngster Rins und Mir sind gut für Suzuki

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Kevin Schwantz glaubt: Die Youngster Rins und Mir sind gut für Suzuki
Autor: Gerald Dirnbeck
09.11.2018, 14:06

Weltmeister Marc Marquez zweifelt am raschen MotoGP-Aufstieg von Joan Mir. Suzuki-Legende Kevin Schwantz traut den jungen Fahrer dagegen einiges zu.

Suzuki setzt konsequent den Weg der Jugend fort und tritt 2019 und 2020 mit Alex Rins und Joan Mir an. Mit dann 23 Jahren wird Rins zum Teamleader aufsteigen. Mir kommt nach einem Jahr in der mittleren Klasse in die MotoGP. Bei seinem Debüt wird Mir genau 55 Grands Prix bestritten haben. Andererseits hat der Moto3-Weltmeister von 2017 in bisher 54 Rennen elf Siege und insgesamt 20 Podestplätze erobert. Für manche kommt Mirs MotoGP-Aufstieg zu früh. 

So sagt Weltmeister Marc Marquez: "Ich stimme nicht damit überein, dass man Fahrer sofort in die MotoGP bringt." Der Aufstieg von Marquez war zwar auch rasant, aber er gewann jeweils in den kleinen Klassen die WM-Titel. "Joan Mir ist ein guter Fahrer, aber wir haben in dieser Saison gesehen, dass er auch Probleme hat", hält Marquez bei 'GPOne.com' fest. "Ich finde Bagnaias Wechsel logischer, denn er hat den Titel gewonnen und verdient sich den Aufstieg."

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Während Francesco Bagnaia im Pramac-Ducati-Team mit der Vorjahresmaschine in Ruhe die Königsklasse kennenlernen wird können, ist Mir bei Suzuki sofort dem Druck und den Erwartungshaltungen eines Werksteams ausgesetzt. "Ich hoffe, dass ich so bald wie möglich an die Spitze komme, aber ich weiß, dass das nicht einfach wird. Ich werde aber alles probieren", so Mir bei 'MotoGP.com'. "Mein erster Test mit der Suzuki rückt immer näher und näher. Ich kann es kaum erwarten."

Kevin Schwantz traut den jungen Fahrern einiges zu

Am Dienstag nach dem Saisonfinale in Valencia wird Mir zum ersten Mal die GSX-RR fahren. Der 21-Jährige meint selbst, dass eine weitere Moto2-Saison nicht verkehrt wäre, aber "ein Jahr MotoGP-Erfahrung ist wie mehrere Jahre in der Moto2. Ich glaube, meine erste Moto2-Saison war besser als meine erste Moto3-Saison." Als Vorbild nennt Mir einen Landsmann: "Vinales ist so wie ich auch nur ein Jahr Moto2 gefahren. Nach wenigen Rennen war er mit der Suzuki schon vorne dabei und im zweiten Jahr hat er sein erstes Rennen gewonnen. Das ist auch mein Ziel."

Alex Rins, Team Suzuki MotoGP

Alex Rins, Team Suzuki MotoGP

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Nicht alle sind der Meinung von Marquez. Suzuki-Legende Kevin Schwantz stärkt den beiden jungen Suzuki-Fahrern den Rücken: "Alex wird immer reifer und reifer. Ich glaube, Alex und Joan sind zwei Kids, die es nächstes Jahr mit der Suzuki gut machen werden", zeigt sich der Weltmeister von 1993 bei 'MotoGP.com' überzeugt. "Wir wissen, dass das Motorrad gut ist. Die Fahrer müssen weiterarbeiten und den Ingenieuren Feedback geben. Ich glaube, dass Suzuki mit diesen beiden jungen Fahrern Erfolge haben kann."

Das gute Handling der GSX-RR macht Mir auch zuversichtlich, dass ihm der Umstieg nicht allzu schwer fallen wird: "Es hat den Anschein, dass die Suzuki nicht das schwierigste Motorrad zu fahren ist. Es sieht nach einem agilen Bike aus, das man gut fahren kann. Die Suzuki ist der Yamaha ähnlicher als der Honda und der Ducati." Nach zwei Testtagen in Valencia steht für Mir Ende November noch ein weiterer Test in Jerez auf dem Programm. Anschließend beginnt die Winterpause, wo der Rookie an seiner körperlichen Vorbereitung arbeiten will. 

 
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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Fahrer Alex Rins , Joan Mir
Teams Team Suzuki MotoGP
Autor Gerald Dirnbeck
Artikelsorte News