Yamaha-Entwicklung: Kommt 2018er-Motorrad erst im Februar?

Yamaha nutzt die letzten beiden MotoGP-Rennen als Richtungsentscheidung für das nächste Jahr. Die neue M1 könnte erst beim Wintertest im Februar 2018 erstmals auf der Strecke sein.

Das zweite Jahr in Folge musste Yamaha die MotoGP-Weltmeisterschaft schon vor dem Finalrennen abschreiben. Viel wichtiger ist für Valentino Rossi und Maverick Vinales die Frage nach der Zukunft. Seit Ende Juni beziehungsweise seit acht Grands Prix wartet Yamaha auf einen Sieg. Traktionsprobleme bei niedrigen Gripverhältnissen, bei Regen oder Hitze, machen den Fahrern zu schaffen. Tiefgreifende Lösungen wurden bisher nicht gefunden. Die beiden Rennen in Sepang und Valencia sollen Grundlagen für 2018 sein.

Rückblick auf Februar: Beim Wintertest in Sepang war Rossi nicht konkurrenzfähig und stand klar im Schatten seines damals neuen Teamkollegen Vinales. "Ich machte mir damals große Sorgen", gesteht der Italiener ein. "Ich konnte mit dem 2017er-Bike nicht fahren, während Vinales schnell war. Am letzten Tag brachten wir etwas auf die Reihe, aber dann hatte ich in Phillip Island wieder große Schwierigkeiten. Es war einer der negativsten Tests, seit ich zu Yamaha zurückgekehrt bin."

Sepang und Valencia für 2018 entscheidend

Phillip Island am vergangenen Wochenende war wegen des wechselhaften Wetters kaum ein Vergleich zum Wintertest. Trotzdem glaubt Rossi, dass es Fortschritte gibt: "In Australien lief das Rennen viel besser als die Wintertests. Das Motorrad ist jetzt auch ganz anders als es im Winter war. Wir werden sehen, was hier passiert", denkt er an das kommende Wochenende in Sepang. "Es wird ein wichtiges Rennen." Sollten die Trainings in Malaysia trocken sein, sind Vergleiche zum schwierigen Wintertest möglich.

Diese Rückschlüsse werden für die Entwicklung der M1 für 2018 elementar sein. "Es geht um die Bestätigung der Entwicklung für 2018 und die Bestätigung unserer Fortschritte von Phillip Island", hält Rossi fest. "Es wäre ein Problem, wenn das nicht passieren würde. Sepang und Valencia sind zwei Strecken, auf denen der Verschleiß des Hinterreifens entscheidend ist. Deshalb sollten wir entscheidende Rückschlüsse ziehen können."

Da das Finale in Valencia schon in zwei Wochen stattfindet und der erste Wintertest im Anschluss am Dienstag und Mittwoch (14. und 15. November) über die Bühne geht, wird Yamaha höchstwahrscheinlich noch kein neues Motorrad im Gepäck haben. "Ich glaube nicht, dass es in Valencia der Fall sein wird", seufzt Rossi. "Ich weiß auch nicht, ob wir es für die privaten Tests im November haben werden. Vielleicht werde ich damit erst im nächsten Jahr im Februar fahren."

Trotzdem glaubt der Routinier nicht, dass ein verspätetes Rollout des neuen Motorrades ein Problem darstellen wird. "Natürlich ist es besser, je früher das Motorrad kommt. Aber viel hängt von den nächsten beiden Rennen ab. In Japan haben sie viele Ideen, wie sie die Situation verbessern können. Diese letzten beiden Rennen werden uns helfen zu entscheiden, welche Richtung wir einschlagen müssen."

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