Krise bei Dani Pedrosa: Honda lässt nichts unversucht

Während Marc Marquez auf dem besten Weg zu seinem dritten MotoGP-Titel ist, fährt Dani Pedrosa die schlechteste Saison seiner MotoGP-Karriere...

Nachdem Honda-Werkspilot Dani Pedrosa die MotoGP-Saison 2015 mit zwei Siegen bei den letzten vier Rennen auf einem Hoch beendet hatte, wurde der Spanier zu Beginn des Jahres 2016 auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Schon bei den Wintertestfahrten in Sepang spürte Pedrosa, dass die 2016er-Version der RC213V nicht so stark ist wie ihr Vorgänger.

Der neue Motor, dessen Kurbelwelle sich gegen den Uhrzeigersinn dreht, passte Pedrosa von Beginn an nicht. Hinzu kamen Hondas Schwierigkeiten mit der Einheitselektronik. Zu allem Überfluss sind die Michelin-Reifen des Jahrgangs 2016 für Pedrosas Geschmack viel zu hart. Diese Latte an Problemen schlägt sich in den Ergebnissen nieder.

Um Pedrosa aus der aktuellen Krise herauszuhelfen, lässt Honda nichts unversucht. HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto wird neuerdings regelmäßig in der Pedrosa-Box gesichtet. Zudem steht Juan Martinez, ehemaliger Crewchief von Nicky Hayden und Sete Gibernau, mit Rat und Tat zur Seite.

"Ich spüre all die Unterstützung von Honda", sagt Pedrosa und beschreibt: "Wir sind zwei Fahrer im Team. Marc kommt besser zurecht als ich, wohingegen ich mir schwer tue. Also helfen sie mir, denn sie wollen, dass wir beide schnell sind."

Fotos: Dani Pedrosa in der MotoGP-Saison 2016

Livio Suppo, Chef des Honda-Werksteams, bestätigt: "Es muss Probleme geben, wenn Dani sein bekanntermaßen sehr großes Potenzial nicht entfalten kann. Wir versuchen alles, um ihm zu helfen. Das Wichtigste ist, dass er spürt, wie wir an ihn glauben."

Welchen Einfluss hat der beratend tätige Juan Martinez? "Juan ist jemand, der von Dani sehr geschätzt wird. Er schildert seine Sichtweise auf bestimmte Dinge. Er ist aber nicht in die Abstimmung des Motorrads involviert", bemerkt Suppo.

"Ich gebe meine Ratschläge eher zu allgemeinen Themen, aber niemals zur Technik", bestätigt Martinez im Gespräch mit Motorsport.com und fügt in Bezug auf die Honda-Crew um Ramon Aurin hinzu: "Dani hat sein Team und das ist sehr gut."

"Dass wir einem Fahrer, der sich schwer tut, eher mal unter die Arme greifen, ist normal für uns", beschreibt Suppo die Honda-Philosophie. Im Werksteam der Japaner ist Pedrosa genau wie Marquez auch für die MotoGP-Saisons 2017 und 2018 gesetzt.

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