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Laut Ducati: Gespräche mit Dovizioso für 2021 zum Stillstand gekommen

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Laut Ducati: Gespräche mit Dovizioso für 2021 zum Stillstand gekommen
Autor:
Co-Autor: Matteo Nugnes, Featured writer
25.06.2020, 10:28

Der Manager von Andrea Dovizioso will mit Ducati für 2021 vor dem Saisonstart verlängern - Ducati glaubt nicht an eine rasche Einigung, denn es geht ums Geld

Mangels realistischer Alternativen werden Andrea Dovizioso und Ducati wohl auch in den kommenden beiden Jahren zusammenarbeiten. Dreimal in Folge wurde die italienische Kombination zuletzt MotoGP-Vizeweltmeister. In den vergangenen Monaten gestalteten sich die Gespräche im Hintergrund aber etwas zäh.

"Für mich steht zu 99 Prozent fest, dass wir verlängern", wird Doviziosos Manager Simone Battistella von der 'La Gazzetta dello Sport' zitiert. "Zunächst mussten wir die Bedingungen für 2020 nachverhandeln." Denn Ducati musste das Gehalt von rund sechs Millionen Euro im Zuge der Corona-Krise reduzieren.

Mitte Juni hielt Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti fest, dass man sich bezüglich 2020 geeinigt hat. Im nächsten Schritt begannen dann die Gespräche für die Zukunft. Das Gehalt soll ebenfalls ein wichtiger Punkt sein, denn Ducati muss im Zuge der Wirtschaftskrise den Sparstift ansetzen.

Dovizioso ist einer der bestbezahltesten Angestellten. Ducati sieht die Situation noch nicht so klar wie Battistella und will sich noch Zeit lassen. Knackpunkt ist das Gehalt. Ob man sich bis zum ersten Rennen einigen wird, ist derzeit ungewiss.

Dall'Igna: Verhandlungen stocken

Gigi Dall'Igna sagt bei 'Sky Italia': "Die Verhandlungen mit Dovizioso haben vor langer Zeit begonnen, aber sie sind zum Stillstand gekommen. Wir werden es sehen." Ein formales Angebot gibt es momentan nicht.

"Das hängt davon ab, was man mit einem formalen Angebot meint", sagt Dall'Igna. "Wenn man damit ein Papier meint, auf dem alle Details niedergeschrieben sind, dann nein. Dovizioso wurde ein Angebot gemacht. Aber es ist eine ökonomische Frage."

Gigi Dall'Igna

Gigi Dall'Igna

Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Battistella hofft dennoch, dass in den kommenden Wochen alles geklärt ist: "Ich hoffe, die Vertragsunterschrift passiert früher, denn in dieser speziellen Saison braucht man die volle Konzentration. Es kann immer Spannungen geben, aber sie müssen nicht negativ sein."

"Wichtig ist, dass man das gleiche Ziel hat", betont der Italiener. Und das Ziel von Ducati und Dovizioso lautet Grands Prix zu gewinnen und bis zum letzten Rennen um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Sportlich gesehen hätten beide Seiten kaum Alternativen.

Gerüchte um Lorenzo-Comeback kümmern Dovizioso nicht

Mit KTM soll es Gespräche gegeben haben, wie Battistella bestätigt: "Wir haben uns getroffen, aber die Verhandlungen waren rasch erledigt, weil es keine Grundvoraussetzungen gegeben hat." Stattdessen wird Danilo Petrucci für 2021 von Ducati zu KTM wechseln.

Neben den KTM-Gerüchten wurde im Zuge der Corona-Zwangspause auch darüber spekuliert, ob Dovizioso seine Karriere beenden könnte. "Es gibt Leute, die seine Motivation anzweifeln, aber er ist super motiviert", betont sein Manager. "Er trainiert jeden Tag und befindet sich in Bestform."

Jorge Lorenzo, Andrea Dovizioso

2017 und 2018 waren Jorge Lorenzo und Andrea Dovizioso Teamkollegen

Foto: LAT

Ein weiteres Gerücht besagt, dass Ducati und Jorge Lorenzo wieder flirten und der dreimalige MotoGP-Weltmeister den Platz von Dovizioso übernehmen könnte. Deswegen soll sich Ducati Zeit lassen, denn man hätte mit Lorenzo einen Topfahrer in der Hinterhand.

"Ich habe diese Gerüchte gehört", sagt Battistella. "Wäre das möglich? Ja, denn es gibt Signale dafür. Aber von einer Möglichkeit bis zu einer konkreten Sache ist es ein weiter Weg. Andrea sieht das nicht als Bedrohung."

"Ducati kann frei entscheiden und Fahrer evaluieren. Es macht aber keinen Unterschied. Andrea will sich nicht mit diesen Themen verlaufen." Mit Jack Miller hat Ducati für die nächste Saison bereits einen Fahrer im Werksteam bestätigt.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Autor Gerald Dirnbeck