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Lin Jarvis sicher: Neuer Rossi-Vertrag für 2021 noch vor erstem MotoGP-Rennen

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Lin Jarvis sicher: Neuer Rossi-Vertrag für 2021 noch vor erstem MotoGP-Rennen
Autor:
Co-Autor: Matteo Nugnes
28.04.2020, 08:09

Yamaha-Teamchef Lin Jarvis geht davon aus, dass er bald mit Valentino Rossi für 2021 verhandeln wird - Mit wenigen Rennen ohne Fans kann ein Champion nicht abtreten

Valentino Rossi hat vor kurzem durchblicken lassen, dass er auch 2021 MotoGP fahren will. Selbst wenn es in diesem Jahr noch dauern wird, bis erste Rennen stattfinden können, will er bald eine Entscheidung treffen. Auch Lin Jarvis, der Manager des Yamaha-Teams, geht davon aus, dass er demnächst mit Rossi konkrete Gespräche führen wird.

"Über dieses Thema sprechen wir schon bei Yamaha und ich gehe davon aus, dass ich bald mit ihm verhandeln werde. Wir nähern uns einer Phase, in der wir uns um die Zukunft kümmern müssen", wird Jarvis bei der 'La Gazzetta dello Sport' zitiert. Im Yamaha-Werksteam ist kein Platz, denn Maverick Vinales und Fabio Quartararo sind für 2021/22 bereits unter Vertrag.

Yamaha hat Rossi aber zugesichert, dass er Werksmaterial erhalten wird, wenn er seine Karriere verlängern will. "Sein Plan war es, nach fünf bis sechs Rennen Ende Juni zu entscheiden. Wenn wir darauf warten, dann sprechen wir jetzt von Ende Oktober. Können wir so lange warten? Kann er so lange warten? Das ist schwierig", mein Jarvis.

Gemeinsame Entscheidung mit Petronas-Team

Deshalb will man die derzeit ruhige Phase nutzen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. "Vale muss entscheiden, ob er weitermachen will. Dann werden wir gemeinsam entscheiden, wie wir das umsetzen. Das wird passieren, bevor es wieder Rennen gibt. Dessen bin ich mir sicher", betont der Brite, der seit vielen Jahren bei Yamaha die Weichen stellt.

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Wenn Rossi weitermacht, dann wäre es logisch, wenn er den Platz von Quartararo im Satellitenteam Petronas übernimmt. Allerdings haben Teambesitzer Razlan Razali und Teamchef Wilco Zeelenberg mehrmals festgehalten, dass sie eigentlich mit jungen, neuen Talenten arbeiten wollen. Konkret hat Petronas mit Rossi und Yamaha noch nicht gesprochen.

"Es wäre eine gemeinsame Entscheidung", sagt Jarvis über Petronas. "Die Fahrerwahl muss von Yamaha genehmigt werden, aber sie sind das Team und sie haben das Geld. Sie müssen der künftigen Richtung zustimmen. Wir werden uns mit Razlan unterhalten." Denn auch das Gehalt für Rossi wäre ein Thema, denn er würde mehr verdienen als Quartararo und Franco Morbidelli.

"Mein Wunsch ist es, dass er weiterfährt. Es wäre nicht richtig für einen Champion wie ihn, wenn seine Karriere mit wenigen Rennen ohne Zuschauer zu Ende gehen würde", so Jarvis über die Corona-Probleme im Jahr 2020. "Das gilt auch für den Sport. Wir müssen mit Zuversicht neu starten. Wir brauchen Fans auf den Tribünen und Vale auf der Strecke."

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

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Rennserie MotoGP
Autor Gerald Dirnbeck