Lorenzo-Kumpel Biaggi: Ducati macht einen "riesigen Fehler"

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Lorenzo-Kumpel Biaggi: Ducati macht einen
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
21.06.2018, 10:38

Laut Max Biaggi hätte Ducati den auslaufenden Vertrag von Jorge Lorenzo auf jeden Fall verlängern müssen - Ducati-Boss Claudio Domenicali bleibt ganz gelassen

Jorge Lorenzo fährt 2018 seine letzte Saison bei Ducati. Der Spanier fühlte sich bei Ducati nicht mehr gewollt und wechselt 2019 zu Honda. Gut möglich, dass die Italiener dem Ex-Champion noch nachtrauern werden. Denn Lorenzo gewann die beiden vergangenen Rennen in Mugello und Barcelona und scheint die Desmosedici endlich zu "seinem" Motorrad gemacht zu haben.

"Was für ein riesiger Fehler von Ducati, Jorge Lorenzo gehen zu lassen", spottet Lorenzo-Kumpel und Ex-MotoGP-Pilot Max Biaggi nach dem Barcelona-Rennen auf 'Twitter'. Der Italiener, der 2008 in der Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) selbst ein Jahr lang auf einer Ducati an den Start ging, scheint generell nicht gut auf den italienischen Hersteller zu sprechen zu sein.

 

In einem weiteren Tweet schreibt er, er sei in seinem Ducati-Jahr "nicht sehr gut" behandelt worden. Anschließend wechselte Biaggi zu Aprilia und gewann dort 2010 und 2012 zweimal den WSBK-Titel. "Ich kann mich also nur bei ihnen bedanken", schreibt "Mad Max" im Hinblick auf Ducati mit einem ironischen Unterton. Lorenzo wird bei den Italienern in der MotoGP 2019 durch Danilo Petrucci ersetzt.

Auch intern dürfte man sich bei Ducati spätestens seit dem Barcelona-Rennen die Frage stellen, ob das die richtige Entscheidung war. Ducati-Boss Claudio Domenicali ist derweil bemüht, die positiven Aspekte des zweiten Lorenzo-Sieges in Serie hervorzuheben. "In den letzten 15 Jahren wurde häufig gesagt, dass unser Motorrad nur zu einem einzigen Fahrer passt", erinnert er gegenüber 'BT Sport'.

"Zuerst hieß es, dass nur Loris Capirossi das Bike fahren kann - dann war es nur Casey Stoner und schließlich nur 'Dovi'", so Domenicali, der "besonders glücklich" darüber ist, dass es nun mehrere Piloten gibt, die auf der Desmosedici Rennen gewinnen können. Es habe zwar "einige Zeit gedauert", doch nun blicke man bei Ducati "positiv" in die Zukunft - auch ohne Jorge Lorenzo.

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