Marc Marquez: Honda in Beschleunigung hinter Suzuki

Nach dem Frankreich-Grand-Prix ist für Marc Marquez klar: Die Werks-Honda ist in Puncto Beschleunigung hinter Ducati, Yamaha und Suzuki nur noch die vierte Kraft.

Dabei war es gerade Suzuki, die bei ihrem MotoGP-Comeback im Vorjahr mit mangelnder Leistung und fehlendem Vortrieb zu kämpfen hatten. Das Werk hat sich aber mächtig ins Zeug gelegt und einige Fortschritte gemacht. Der Motor erhielt ein Update, außerdem kam das stufenlose Getriebe.

Alle Fotos vom Frankreich-Grand-Prix in Le Mans

In Le Mans feierte Suzuki das erste Podest seit dem Comeback, das erste in der Königsklasse für Maverick Vinales. Honda-Werkspilot Marquez stürzte und rettete als 13. noch drei Punkte. Teamkollege Dani Pedrosa sah das Ziel als Vierter.

„Das Problem ist, dass wir beim Beschleunigen sehr viel verlieren“, so Marquez. „Wenn wir die Beschleunigung verbessern, haben wir eines der besten Motorräder.“

„Es ist schwer - auf den Geraden, wenn du Zeit hast. Das ist schwer für die Mentalität, wenn du den anderen auf den Geraden nicht folgen kannst. Das wird bei Minimum den nächsten beiden Rennen so sein.“

„Wir wissen, wo wir besser werden müssen, aber auf der anderen Seite ist das schwer, so Mitten in der Saison, denn die Motoren sind ja geschlossen“, grübelt er hinsichtlich der Verplombung.

 

„Wenn wir ein Ranking der Beschleunigung machen, dann sieht das so aus: Ducati, Yamaha, Suzuki, Honda.“

Honda wird nach dem Grand Prix von Catalunya in Barcelona am Montag testen. Dort erhofft sich Marquez Fortschritte.

„Wir werden sehen. Nach Montmelo haben wir am Montag einen Test. Ich habe noch nicht mit Honda gesprochen, aber ich erwarte etwas. Ich weiß, dass sie schwer an dem Punkt Beschleunigung arbeiten“, so der Spanier.

„Die Leistung haben wir, aber wir können sie nicht nutzen.“

Auch Pedrosa ist von diesem Problem frustriert

Teamkollege Dani Pedrosa war der einzige der fünf Honda-Piloten, der im Rennen in Le Mans nicht stürzte. Er wurde hinter den beiden Yamahas und der Suzuki von Maverick Vinales Vierter.

 Der 30-Jährige sagte nach dem Rennen, dass er aufgrund der schlechten Beschleunigung der Honda zu lange hinter den langsameren Rivalen fest hing.

„Ich habe versucht zu drücken, aber ich habe beim Beschleunigen zu viel Zeit verloren“, klagte Pedrosa. „Ich hatte zwei Satelliten-Yamahas und die beiden Suzukis vor mir und an jedem Kurvenausgang habe ich zwei oder drei Zehntel verloren.“

„Ich konnte auf der Bremse viel Zeit gut machen, darum ging es für einige Runden lang für mich vorwärts und rückwärts.“

„Als der Tank dann etwas leerer wurde und etwas mehr Grip da war, war der größte Teil des Rennens schon rum und das Feld war zu weit auseinandergerissen.“

„Die Lücke nach vorn zu zu fahren ist fast unmöglich. An einem Punkt war meine Pace ähnlich wie die von Rossi, sogar schneller, aber da war alles schon zu spät.“

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung GP Frankreich
Rennstrecke Le Mans Circuit Bugatti
Fahrer Dani Pedrosa , Marc Marquez
Artikelsorte News