Marc Marquez immer zuversichtlicher: "Arm wird Tag für Tag besser"

Der Countdown für das MotoGP-Comeback läuft: Marc Marquez sieht deutliche Fortschritte mit seinem rechten Arm - Er schildert seinen harten Trainingsalltag

Marc Marquez immer zuversichtlicher: "Arm wird Tag für Tag besser"

Während die MotoGP in Doha mit den Wintertests startete, musste Marc Marquez die Geschehnisse von daheim aus verfolgen. Einen Termin für ein Comeback gibt es zwar immer noch nicht, aber seit der Teampräsentation geht es dem sechsmaligen MotoGP-Weltmeister wieder ein Stück besser. Das Honda-Team hat ein Update zum aktuellen Zustand und zum weiteren Fahrplan veröffentlicht.

Frage: "Mental gesehen, wie stellen Sie sich ihr Comeback auf dem Motorrad vor?"

Marc Marquez: "Ich versuche mir das beste Comeback vorzustellen. Das heißt nicht, dass ich gleich das erste Rennen gewinnen werde. Es bedeutet, dass ich das MotoGP-Bike so fahren kann, wie ich möchte. Ich möchte Spaß haben und Schritt für Schritt wieder mein altes Level erreichen und das Motorrad wieder mit dem gleichen Stil fahren."

"Es ist richtig, dass das ein Prozess sein wird. Es bleibt abzuwarten, ob es ein schneller oder langsamer Prozess wird. Ich fühle mich jeden Tag besser. Das ist das Wichtigste. Beim Training fühlt sich mein rechter Arm wieder so wie der linke an. Ich freue mich darauf, wieder fahren zu können."

Marc Marquez, Repsol Honda Team

Marc Marquez, Repsol Honda Team

Foto: Repsol Media

Frage: "Was können Sie mit dem rechten Arm bereits wieder machen?"

Marquez: "Mein rechter Arm fühlt sich wieder wie ein normaler Arm an. Vor einem Monat war es noch schwierig, duschen zu gehen, eine Türe zu öffnen oder mit dem rechten Arm zu essen. Das war auch ein mentaler Kampf mit mir und meiner Zuversicht, weil ich den Arm sehr lange nicht nutzen konnte."

"Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich dieses Gefühl. Schritt für Schritt ist duschen einfacher gefallen, ich konnte wieder mehr trainieren. Man gewinnt wieder Kraft und hat weniger Schmerzen."

Frage: "Wie sieht der weitere Fahrplan aus, bis Sie wieder Motorradfahren können?"

Marquez: "Ich weiß es nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich bald wieder fahren kann. In dieser Woche habe ich einen Check bei den Ärzten. Dann werden wir sehen, ob die Muskeln in guter Verfassung sind. Während der Rehabilitation weiß man aber nie."

"Trotzdem wird es Tag für Tag besser. Vor zwei Wochen habe ich gesagt, dass es wöchentlich besser wird, jetzt ist es täglich. Ich werde aber nicht sofort auf ein MotoGP-Bike steigen. Vielleicht fange ich mit einem kleineren Motorrad an und trainiere auf einer kleinen Strecke."

Frage: "Wie sieht momentan Ihr tägliches Leben aus?"

Marquez: "In den vergangenen Monaten war jeder Tag gleich. Ich stehe um acht Uhr auf und habe dann von neun bis elf die erste Physioeinheit. Dann habe ich von 11:30 bis 13:30 Uhr meine Trainingsession. Ich laufe, fahre mit dem Rad oder mache etwas anderes. Von 19:00 bis 21:00 Uhr habe ich Freizeit. Dann bin ich schon im Bett, weil ich keine Kraft mehr habe."

Frage: "In den vergangenen Tagen fand in Katar der erste MotoGP-Test statt. Sie waren nicht dabei. Wie geht es Ihnen damit?"

Marquez: "Es ist seltsam, wenn man realisiert, dass man die Vorbereitungstests nicht in guter Form beginnen und auch nicht die neuen Teile von Honda testen kann. Ich weiß, dass sie mit Stefan Bradl, Pol, meinem Bruder Alex sowie mit Nakagami hart arbeiten, um die Performance des Bikes zu verbessern."

"Ich weiß, dass sie auf mich warten und ich versuche so bald wie möglich wieder dabei zu sein. Ich kann nur sagen, dass ich mich darauf freue, wieder mit dem Motorrad zu fahren."

Mit Bildmaterial von Repsol.

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