Marc Marquez: Unverständnis für Vorwürfe, er sei gefährliches Vorbild

Auf Michel Fabrizios Aussagen, wonach junge Motorradfahrer gefährliche Manöver von Marc Marquez nachahmen würden, reagiert Marquez mit Kopfschütteln

Marc Marquez: Unverständnis für Vorwürfe, er sei gefährliches Vorbild

Als am vergangenen Wochenende in Jerez im Rahmenprogramm der Superbike-WM (WSBK) der tödliche Unfall von Dean Berta Vinales im Supersport-300-Rennen passierte, hatte dies der ehemalige WSBK-Pilot Michel Fabrizio zum Anlass genommen, öffentlich indirekte Vorwürfe in Richtung Marc Marquez zu äußern.

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Laut Fabrizio würde die junge Generation Motorradrennfahrer ähnlich wie Marquez selbst "zu viel am Limit überholen" und dessen aggressive Fahrweise nachahmen. Dean Berta Vinales, 15-jähriger Cousin von MotoGP-Pilot Maverick Vinales, hat das enge Racing in der Supersport-300-Klasse mit dem Leben bezahlt. Fabrizio wollte da einen Zusammenhang zu Marquez erkannt haben.

Im Zusammenhang mit seiner eigenen Rücktrittserklärung hatte Fabrizio auf Instagram gepostet: "Valentino Rossi wurde vor Jahren, als Marquez in die MotoGP-Szene kam, kritisiert, weil er sich über Marquez' 'unfaire' Manöver beschwerte. Man muss ihm aber zustimmen. Marc ist zu einem Bezugspunkt geworden: Diese jungen Fahrer ahmen seinen Leistungen nach, überholen zu viel am Limit, lehnen sich an ihren Gegner an und riskieren jeden Zentimeter."

Michel Fabrizio

Michel Fabrizio hat seinen Rücktritt erklärt und Marquez indirekt angegriffen

Foto: Motorsport Images

Als Marquez selber am Donnerstag auf der MotoGP-Pressekonferenz in Austin auf Fabrizioso Kommentare angesprochen wird, reagiert der achtmalige Motorrad-Weltmeister mit Unverständnis.

Marquez reagiert mit Kopfschütteln

"Zunächst einmal möchte ich Maverick all meine Unterstützung ausdrücken. Für ihn wie für die Familie Vinales, die ich kenne, ist es eine schwere Zeit. Es ist eine schwere und traurige Saison für den Motorradrennsport", so Marquez, der damit darauf anspricht, dass wenige Monate vor dem 15-jährigen Dean Berta Vinales schon Jason Dupasquier (19 Jahre) und Hugo Millan (14 Jahre) bei ähnlichen Unfällen ums Leben gekommen sind.

Konkret auf Fabrizios Aussagen bezugnehmend antwortet Marquez: "Als ich die Kommentare von dieser Person gelesen und gehört habe, konnte ich nicht verstehen, wie eine Person, ein Fahrer, in dieser schwierigen und traurigen Saison im Motorradrennsport solche Worte aussprechen kann."

"Ich will aber nicht meine Zeit mit diesen Kommentaren verschwenden, denn das ist etwas, bei dem ich mir beim Lesen gedacht habe, 'Okay ...'", winkt Marquez ab und merkt abschließend an: "Das Wichtigste ist es, das Ganze für die Zukunft zu verstehen und zu versuchen, eine Verbesserung [der Sicherheit] zu erzielen. Das Risiko wird natürlich in der Motorradwelt immer vorhanden sein. Wir müssen aber verstehen, wie wir dieses Risiko reduzieren können."

Marquez erhält Zuspruch von Quartararo und Bagnaia

MotoGP-Tabellenführer Fabio Quartararo, in der Pressekonferenz in Austin direkt neben Marquez sitzend, wird ebenfalls zu seiner Meinung zu Fabrizios Aussagen befragt und antwortet: "Leute wollen manchmal einfach nur reden. Wie schon gesagt wurde, es ist Zeitverschwendung das zu lesen, was solche Leute sagen."

Dann wendet sich Quartararo zu Marquez und sagt: "Fakt ist doch, dass jeder zu ihm aufschaut, weil er der Favorit ist. In den vergangenen zehn Jahren war er der Beste. Natürlich will jeder so sein wie er. Das ist meiner Meinung nach ganz normal. Ich weiß nicht genau, was [Fabrizio] gesagt hat, aber es kommt mir wie Zeitverschwendung vor."

Und auch Francesco Bagnaia kann Fabrizios Aussagen, und insbesondere den Zeitpunkt dieser, nicht nachvollziehen. "Er hatte in diesem Moment einfach nicht den Anstand, gar nichts zu sagen", wirft es Bagnaia Fabrizio vor, dass dieser den Tod von Dean Berta Vinales zum Anlass genommen hat, um indirekt Vorwürfe in Richtung Marquez zu äußern.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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