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Marc Marquez vs. Pol Espargaro: Wenn alte Rivalen zu Teamkollegen werden

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Marc Marquez vs. Pol Espargaro: Wenn alte Rivalen zu Teamkollegen werden
Autor:
Übersetzung: Juliane Ziegengeist
07.06.2020, 09:47

2012 kämpften Marc Marquez und Pol Espargaro erbittert um den Moto2-Titel, dabei landete ein Vorfall sogar vor Gericht - Flammt diese Rivalität bald wieder auf?

Da Pol Espargaro und Marc Marquez ab der MotoGP-Saison 2021 Teamkollegen bei Repsol-Honda werden sollen, lohnt sich ein Blick in ihre gemeinsame Vergangenheit. Denn dort deutet ein acht Jahre zurückliegendes Duell zwischen den beiden darauf hin, dass es im nächsten Jahr zu einigen Spannungen kommen könnte.

Wie 'Motorsport-Total.com' am Donnerstagabend berichtete, wird Pol Espargaro KTM am Ende des Jahres verlassen, um 2021 in das Honda-Werksteam zu wechseln und an der Seite des amtierenden achtfachen Weltmeisters Marc Marquez zu fahren.

Es ist ein Schritt, der eine Schockwelle auslöste und dessen Nachwehen auf dem Fahrermarkt noch nicht absehbar sind. Wie wird KTM auf den Verlust seines besten Mannes reagieren? Was bedeutet der Wechsel für Alex Marquez und das Kundenteam LCR? Und wie beeinflusst er die Situation um Andrea Dovizioso bei Ducati?

Katalonien 2012: Der Beginn einer Feindschaft

All diese Puzzleteile werden sich erst mit der Zeit zusammenfügen. Die wohl spannendste Frage ist aber ohnehin, wie sich die Dynamik im Honda-Werksteam 2021 entwickeln wird, wenn Marquez mit Espargaro einen alten Rivalen vorgesetzt bekommt.

Ohne Zweifel ist Marquez die unangefochtene Nummer eins bei Honda. Aber anzunehmen, dass sich Espargaro ihm unterordnen wird, wäre töricht. Insofern ist es eine kühne Entscheidung von HRC, den KTM-Piloten ins Boot zu holen, da die Gefahr besteht, dass die Spannungen zunehmen, wie ein Blick zurück nahelegt.

Es war der Grand Prix von Katalonien 2012 - das Heimrennen beider Fahrer und die fünfte Veranstaltung einer fesselnden Moto2-Saison. Nach Siegen stand es 2:1 für Marquez, doch nachdem er beim vierten Rennen in Frankreich gestürzt war, kam Espargaro mit einem Punkt Vorsprung in der WM-Wertung nach Barcelona.

Marquez hatte während der Trainings ein extremes Tempo gezeigt und die Pole-Position ergattert, während Espargaro von Startplatz drei ins Rennen ging. Doch der Pons-Fahrer hatte Mühe, das Tempo der Spitzengruppe - angeführt von Andrea Iannone - mitzugehen, und fiel in der Anfangsphase bis auf den siebten Rang zurück.

Espargaro konnte sich im weiteren Verlauf bis auf Platz vier vorkämpfen, während Marquez in der siebten Runde zum ersten Mal die Führung übernahm - gefolgt von Iannone und Tom Lüthi, aber weit über eine Sekunde vor seinem Titelrivalen.

Marc Marquez, Pol Espargaro

In der Moto2 war die Rivalität zwischen Marquez und Espargaro groß

Foto: Motorsport Images

Doch Espargaro gelang es, seinen Rückstand sukzessive abzubauen und elf Runden vor Schluss zur Spitzengruppe aufzuschließen. Zwar musste er bald wieder abreißen lassen, doch als in der Schlussphase des Rennens erneut ein Kampf zwischen den ersten Drei entbrannte, bot sich dem Spanier die Chance zum Angriff.

Espargaro stürzt, Marquez wird hart bestraft

Er setzte sich zum Ziel, seinen Titelrivalen einzuholen, musste dafür aber zuerst an Lüthi vorbei. Der Schweizer setzte sich jedoch zur Wehr, sodass Espargaro erst einmal zurückstecken musste. Er sah, wie Lüthi sich in Kurve 10 an Marquez vorbei presste, ihn dabei von der Ideallinie verdrängte und fast zu Fall brachte.

Doch Marquez zeigte eine seiner berühmten Paraden und blieb sitzen, während Espargaro versuchte, die Situation auszunutzen und innen vorbeizugehen. Doch in dem Moment fand Marquez seine Linie wieder und driftete in seinen Kontrahenten.

Espargaro wurde daraufhin von seinem Motorrad geschleudert und musste alle Hoffnungen auf einen Podestplatz begraben. Marquez überquerte zwar als Dritter die Ziellinie, wurde für den Vorfall von der Rennleitung aber anschließend mit einer Ein-Minuten-Strafe belegt, die ihn im Klassement auf Platz 23 zurückwarf.

Tom Lüthi, Andrea Iannone, Marc Marquez

Marquez stand neben Andrea Iannone und Tom Lüthi als Dritter auf dem Podest

Foto: Motorsport Images

Die Reaktionen aus dem Fahrerlager waren gespalten, doch Casey Stoner und Valentino Rossi stürzten sich in die Verteidigung von Marquez. Nach einem Einspruch von Marquez' Team wurde die Strafe von der Rennleitung aufgehoben. Das verärgerte jedoch das Team von Pons, das im Namen von Espargaro Einspruch einlegte.

In einer damals veröffentlichten Erklärung hieß es: "Es ist beunruhigend, dass er (Marquez) ihn (Espargaro; Anm. d. R.) nicht gesehen hat, weder als in ihn hineinfuhr noch als Espargaro zu Boden ging. Und es ist noch beunruhigender, dass er sich nicht vergewisserte, wer auf der Strecke war, um keinen anderen Fahrer zu rammen."

Und so blieb das Ergebnis für Katalonien vorläufig, während das Verfahren weiterging, da das Berufungsgericht des Motorrad-Weltverbandes FIM den Fall während des niederländischen Grand-Prix-Wochenendes Ende Juni verhandelte. Die FIM entschied erneut zugunsten von Marquez, sehr zur Bestürzung von Pons.

Kommt es 2021 bei Honda zu einer Neuauflage?

Im August entschied das Team, den Fall nicht vor den Sportgerichtshof CAS zu bringen, damit sich Espargaro voll auf den Moto2-Titelkampf konzentrieren konnte, den er jedoch mit 45 Punkten Rückstand verlor - nicht ohne das Gericht wegen eines offensichtlichen Mangels an Objektivität als "respektlos" zu brandmarken.

Marquez stieg in der folgenden Saison zu Respol-Honda in die MotoGP auf. Espargaros Zeit sollte 2013 kommen, als er Scott Redding in der mittleren Klasse schlug, um den Titel zu holen, bevor auch er in die MotoGP zu Tech-3-Yamaha wechselte.

Espargaros Zeit auf der KTM hat ihn gezwungen, seine Fahrweise stark an den unkonventionellen Stahlrahmen und die WP-Suspension anzupassen. Im Wesentlichen musste der Spanier auf der KTM fahren wie Marquez auf der Honda. Somit ist anzunehmen, dass er wohl der bisher härteste Teamkollege von Marquez sein wird.

Während der Weltmeister auf der RC213V zur Höchstform auflief, haben Espargaros bescheidene Anfänge bei Tech 3 und Jahre harter Arbeit mit KTM dazu geführt, dass die Rivalität zwischen den beiden seit 2012 ruhte. Das könnte sich 2021 ändern...

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie MotoGP
Autor Lewis Duncan