Maverick Vinales: Rätselhafte Bestzeit in Valencia

Obwohl Yamaha nichts am Motorrad verändert, findet Maverick Vinales zu alter Stärke: Der Spanier hat "keine Ahnung", warum es auf einmal wieder läuft.

Nach dem desaströsen Rennwochenende in Valencia stand die Arbeit des Yamaha-Werksteams beim Auftakt des Nachsaisontests in Valencia im Fokus. Völlig überraschend setzte sich Maverick Vinales an die Spitze der Wertung. Laut eigenen Aussagen fuhr der Spanier mit dem Motorrad, mit dem er auch beim Rennwochenende fuhr und abgeschlagen außerhalb der Top 10 ins Ziel fuhr.

"Das gleiche Motorrad, absolut das gleiche Motorrad, das ich beim Rennwochenende fuhr", bestätigt er und fügt hinzu: "Das Motorrad wurde noch nicht einmal gewaschen. Sie meinten, dass sie unbedingt das gleiche Motorrad haben wollen."

"Ich fühlte mich bei jeder Runde deutlich besser. Ich hatte das Gefühl, dass ich zurück bin. Ich pushte bereits bei der ersten Runde und fühlte mich großartig, als ich tiefe 1:31er-Zeiten fuhr. Über den kompletten Tag war ich nicht langsamer als 1:31, selbst mit 27 bis 29 Runden alten Reifen fuhr ich tiefe 1:31er-Zeiten", berichtet Vinales, der deutlich schneller fuhr als im Qualifying. Knapp eine Sekunde fand der Yamaha-Pilot im Vergleich zu seiner Q1-Zeit.

"Am Wochenende heulte ich nach jedem Stint, weil ich nicht verstand, was los war. Ich war nicht so schnell wie sonst. Doch bereits am Morgen fühlte ich mich wieder wohl. Das Lachen kehrte zurück. Das ist sehr wichtig", betont Vinales, der sich am Dienstag lange mit der Renn-Performance seiner Yamaha beschäftigte, bevor er am Ende eine schnelle Runde fahren wollte. "Ich fuhr immer mit der Rennabstimmung und vollem Tank", so Vinales.

Warum lief es so viel besser als am Rennwochenende? "Wir haben keine Ahnung", gesteht Vinales, der am zweiten Testtag die nötigen Antworten finden möchte: "Es gibt viele Dinge, die wir am Mittwoch bestätigen möchten. Ich fühlte mich komplett wohl. Es war meine Yamaha - das Motorrad, das ich zu Beginn der Saison fuhr."
Die Yamaha-Kritiker verfolgten erstaunt, dass Tech-3-Pilot Johann Zarco auch mit 2017er-Yamaha schnell war. Er landete beim Testauftakt auf Position zwei. "Ich war mit der 2017er-Yamaha auch schnell, aber auch mit der 2016er-Maschine. Jedes Motorrad hat seine Vorteile, doch ich war mit beiden Maschinen ähnlich schnell", kommentiert Vinales.

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