Mick Doohan: Pech existiert, doch ohne Risiken wäre es nicht so spannend

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Mick Doohan: Pech existiert, doch ohne Risiken wäre es nicht so spannend
Autor: Sebastian Fränzschky
Co-Autor: Oriol Puigdemont
29.12.2018, 06:01

Risiko ist laut Mick Doohan ein wichtiger Teil des Motorsports und sorgt für Spannung – Statistiken hatten keine motivierende Wirkung

Während einige Fahrer behaupten, dass Pech und Glück existieren, sind andere davon überzeugt, dass ganz allein harte Arbeit entscheidend ist. Grand-Prix-Legende Mick Doohan zählt sich zur ersten Sorte Mensch und ist sich sicher, dass es Zwischenfälle gibt, deren Ausgang man nicht in der Hand hat. Doch das bringt Würze ins Spiel, so der Serien-Weltmeister der 1990er.

"Manchmal gibt es Dinge, die man nicht kontrollieren kann. Die Leute behaupten, man ist für sein Glück selbst verantwortlich, indem man sich ordentlich vorbereitet und mental die Kontrolle behält. Doch wenn ein anderer Fahrer vor einem stürzt, man über Öl fährt oder das Motorrad kaputt geht – was ist dann?", fragt sich Doohan.

 

"Diese Dinge sind Pech und deshalb braucht man etwas Glück. Man kann sich nur besser vorbereiten als die anderen und das Risiko minimieren. Leider gibt es im Motorsport und in der MotoGP immer Risiken. Doch wenn man das Risiko eliminieren würde, dann wäre es nicht so spannend", philosophiert der Australier.

Doohan schrieb mit seinen WM-Titeln in Serie einige Statistiken um. Doch großen Wert legte der Honda-Pilot nie auf Tabellen und Listen, in denen Fahrer untereinander verglichen wurden. "Ich war froh, wenn ich Rennen und Meisterschaften gewinnen konnte. Es hat mich motiviert, wenn ich Rennen gewinnen konnte. Statistiken sind etwas, wenn man in mein Alter kommt. Ehrlich gesagt ist es nichts, was motiviert", so der fünfmalige 500er-Weltmeister.

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Rennserie MotoGP
Fahrer Mick Doohan
Autor Sebastian Fränzschky