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Morbidelli wütend: "Eleganz oder Fairplay zählen nicht zu Zarcos Stärken"

Johann Zarco bringt Franco Morbidelli in Brünn zu Sturz: Der Italiener ärgert sich über den Franzosen und macht dessen Frustration für die Aktion verantwortlich

Morbidelli wütend: "Eleganz oder Fairplay zählen nicht zu Zarcos Stärken"

Nach dem bisher besten Qualifying mit der KTM durfte sich Johann Zarco beim Tschechien-Grand-Prix in Brünn in Reihe eins positionieren. Doch bereits in der Startphase verlor der Franzose etliche Positionen. In Kurve 4 geriet Zarco mit Petronas-Yamaha-Pilot Franco Morbidelli aneinander und brachte den Italiener zu Sturz. Suzuki-Pilot Joan Mir konnte nicht mehr ausweichen und stürzte ebenfalls.

Morbidelli schimpfte nach dem Ausfall auf Zarco und machte dessen Frustration für das Manöver verantwortlich. "Ich hatte in den beiden ersten Kurven ein gutes Gefühl und hatte bereits eine Position gutgemacht. Ich war Elfter. Leider war Johann nach einem fürchterlichen Start etwas frustriert und entschied sich zu einem nicht gerade eleganten Manöver gegen mich", kommentiert Morbidelli und betont: "Wir wissen alle, dass Eleganz oder Fairplay nicht zu Zarcos Stärken zählen."

"Es war eine Rennsituation. Ein Fahrer innen und ein anderer außen. Ich war der Fahrer außen und lag vorn. Ich fuhr meine Linie. Doch Johann wollte sich etwas mehr Platz verschaffen. Keine Ahnung, er entschied sich, mich zu treffen. Das brachte mich zu Sturz und ruinierte mein Rennen und das von Mir", ärgert sich der Yamaha-Pilot.

Franco Morbidelli erkennt bei Johann Zarco Frustration

"Ich kann nachvollziehen, dass er frustriert war, denn er hatte einen fürchterlichen Start. Er stand auf Startplatz drei und ich war Elfter. Er lag also auf Position zwölf und hatte viele Positionen verloren. Ich kann das nachvollziehen. Seine Frustration motivierte ihn zu diesem Manöver", ist Morbidelli überzeugt.

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli hat kein Interesse an einem klärenden Gespräch

Foto: LAT

"Ich war leider derjenige, der dort fuhr. Wir wissen alle, dass Johann nicht der sauberste oder eleganteste Fahrer ist. Ich möchte mich aber nicht zu sehr beschweren", so der Moto2-Champion von 2017. An einem klärenden Gespräch mit Zarco hat Morbidelli kein Interesse. "Nein, ich gehe davon aus, dass es für ihn ein normales Manöver war", ist der Italiener überzeugt.

Doch wie hat Zarco die Situation erlebt? "Ich verlor beim Start viele Positionen und erinnere mich, dass Fabio (Quartararo) und ich glaube Aleix Espargaro in Kurve 3 vor mir fuhren. Ich bremste und konnte nicht nach innen ziehen. Ich fuhr in Kurve 3 außen und war deshalb in Kurve 4 innen", berichtet der Franzose.
"Ich fuhr auf meiner Linie und fuhr hinter Aleix und Fabio. Es stimmt, ich kollidierte mit Franco. Franco wollte nach innen ziehen, doch ich lehnte neben meinem Motorrad und konnte ihn nicht sehen. Ich spürte den Kontakt und wusste nicht, ob er gestürzt war oder nicht", berichtet Zarco. "Es tut mir leid für ihn."

Gutes Gefühl bis zum Ausfall

"Es ist schade für das Team, aber auch für Joan Mir", bemerkt Morbidelli. "Es sah so aus, als hätte ich ein gutes Rennen haben können. Ich hatte im Warm-up und in der Aufwärmrunde sowie in den beiden ersten Kurven ein gutes Gefühl."

"Ich weiß nicht, was möglich gewesen wäre. Es sah aus, als ob es im Rennen für alle ums Überleben ging. Der Reifenverschleiß war das große Thema. Alle hatten zu kämpfen, auch Yamaha, vielleicht sogar mehr als die anderen", grübelt Morbidelli.

Joan Mir ärgerte sich nach dem zeitigen Ausfall sehr über die verpasste Chance. "Ich weiß nicht, wer Morbidelli berührt hatte. Er stürzte und ich fuhr außen. Durch seinen Sturz kam ich auch zu Sturz. Diese Dinge passieren, wenn man weit hinten startet, weil man im Qualifying Probleme hatte und Positionen aufholen möchte", kommentiert der MotoGP-Rookie, der von Startplatz 19 ins Rennen ging.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Subevent Rennen
Autor Sebastian Fränzschky