MotoGP 2018: Barcelona erhält Auflagen, um weitere Rennen auszutragen

Der Circuit Barcolna-Catalunya wird für die kommende Saison eine neue Asphaltdecke bekommen und an einigen Stellen der Strecke modifiziert, um auch im Jahr 2018 ein MotoGP-Rennen austragen zu dürfen.

MotoGP 2018: Barcelona erhält Auflagen, um weitere Rennen auszutragen
Jonas Folger, Monster Yamaha Tech 3
Tito Rabat, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Alvaro Bautista, Aspar Racing Team
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Renn-Action
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Action am Start
Danilo Petrucci, Pramac Racing
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Jack Miller, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS
Dani Pedrosa, Repsol Honda Team,
Andrea Dovizioso, Ducati Team

Die Schikane, die nach dem tödlichen Unfall von Luis Salom im Jahr 2016 eingeführt wurde und auch der alte Asphalt, der seit dem Jahr 2007 nicht mehr erneuert wurde, standen beim Grand Prix im vergangenen Monat heftig in der Kritik.

Viele Fahrer, darunter auch Valentino Rossi, haben Druck auf die Sicherheitskommission ausgeübt, die neue Schikane nicht zu nutzen. Letztendlich wurde die homologierte F1-Variante gefahren.

KTM-Pilot Bradley Smith sagte nach dem Rennen am Sonntag, den Organisatoren sollte angedroht werden, dass die Strecke aus dem MotoGP-Kalender fliegt, sollten sie den Kurs nicht neu asphaltieren. Er betonte, das Griplevel sei gefährlich niedrig.

In der vergangenen Woche bestätigte Dorna-Geschäftsführer Carmelo Ezpeleta, Barcelona könne trotz eines gültigen Vertrags aus dem Kalender geschmissen werden, wenn die nötigen Modifikationen nicht vorgenommen werden.

Gegenüber der spanischen Zeitung AS sagte er: "Wenn Katalonien im Kalender bleibt, haben wir 19 Rennen, wenn nicht sind es nur 18."

Seit der Verkündung dieses Ultimatums arbeiten die Streckenbesitzer hart daran, die Auflagen zu erfüllen. Immerhin ist der Grand Prix seit 1995 ununterbrochen Teil des Kalenders.

Für das kommende Jahr soll die Strecke neu asphaltiert werden. Le Mans und der Sachsenring wurden vor den MotoGP-Rennen mit einer neuen Fahrbahndecke ausgestattet. Die Resonanz der Fahrer war sehr positiv.

Die Auslaufzone, in der Salom im Jahr 2016 sein Leben verlor, wird erweitert. Dafür wird die Tribüne, die dort steht, in Richtung der letzten Kurve verschoben. Zudem wird die Auslaufzone nicht mehr mit Asphalt sondern mit Kies ausgestattet.

Bildergalerie: Die MotoGP in Barcelona 2017

Streckenchef Joan Fontsere sagte gegenüber Motorsport.com: "Wir haben mehr als 1,5 Jahre daran gearbeitet, die Ressourcen für eine neue Asphaltdecke in den Jahren 2018/19 zu erhalten. Nun werden wir die Asphaltierung schon ein Jahr früher vornehmen."

"In Kurve 12 wollen wir das eigentlich Layout [ohne Schikane] erhalten. Daher wird die Tribüne verlegt und die Auslaufzone erweitert."

"Unser Plan ist derselbe, wie der, als wir die Schikane eingeführt haben. Zuerst senden wir das Layout an Dorna, dann an die Sicherheitskommission und letztendlich an den Motorrad-Weltverband (FIM), der die Homologation vornimmt."

Jerez kurz vor Vertragsverlängerung

Die Strecke im spanischen Jerez wird voraussichtlich 3 weitere Jahre im MotoGP-Kalender bleiben. Auch dort musste ein Plan zur Erneuerung des Asphalts vorgelegt werden, da sich die Piloten über die geringe Bodenhaftung beschwert hatten.

Das heißt, im kommenden Jahr werden wahrscheinlich 4 Rennen in Spanien ausgetragen. Es gibt jedoch Gerüchte, dass ein Lauf gestrichen wird, wenn es eine Einigung für ein MotoGP-Rennen in Thailand gibt.  

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