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MotoGP Assen 2018: Marc Marquez gewinnt epische Schlacht

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MotoGP Assen 2018: Marc Marquez gewinnt epische Schlacht
Markus Lüttgens
Autor: Markus Lüttgens
01.07.2018, 12:44

Honda-Pilot Marc Marqeuz gewinnt ein packendes MotoGP-Rennen in Assen, das über weite Strecken an die Schlachten der Moto3 erinnerte.

Renn-Action: Marc Marquez, Repsol Honda Team, führt
1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
Podium: 1. Marc Marquez, 2. Alex Rins, 3. Maverick Vinales
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Andrea Dovizioso, Ducati Team
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Johann Zarco, Monster Yamaha Tech 3
Alvaro Bautista, Angel Nieto Team
Andrea Iannone, Team Suzuki MotoGP
Jack Miller, Pramac Racing

MotoGP-Schlacht in Assen, und am Ende triumphiert Marc Marquez (Honda). Der WM-Spitzenreiter gewann ein spektakuläres und umkämpftes Rennen zum Großen Preis der Niederlande und baute damit seine WM-Führung aus.

Fotos: MotoGP in Assen

Rennergebnis: MotoGP in Assen

Auf Platz zwei fuhr Alex Rins (Suzuki), der damit das beste Ergebnis seiner MotoGP-Karriere feierte. Rang drei ging an Maverick Vinales (Yamaha). Sein Teamkollege Valentino Rossi, der lange auch mit um die Führung kämpfte, musst am Ende mit Rang fünf vorliebnehmen.

Vierter wurde Andrea Dovizioso (Ducati), hinter Rossi komplettierten Cal Crutchlow (LCR-Honda), Jorge Lorenzo (Ducati), Joahn Zarco (Tech-3-Yamaha), Alvaro Bautista (Nieto-Ducati) und Jack Miller (Pramac-Ducati) die Top 10. Weitere WM-Punkte gab es auch für Andrea Iannone (Suzuki), Pol Espargaro (KTM), Aleix Espargaro (Aprilia), Scott Redding (beide Aprilia) und Dani Pedrosa (Honda). Der Schweizer Tom Lüthi (Marc-VDS-Honda) war als 20. letzter gewerteter Fahrer.

Die engen Abstände in den Trainings und dem Qualifying versprachen ein spannendes Rennen, und die Zuschauer vor Ort am TT Circuit und an den Fernsehern wurden nicht enttäuscht. Keinem Fahrer gelang es sich abzusetzen, über weite Strecken des Rennens fuhr eine Achtergruppe an der Spitze, wobei die Positionen immer wieder wechselten. Dieses Bild kennt man sonst nur aus der Moto3.

"Ich habe vor dem Rennen schon geahnt, dass es hier sehr schwierig sein wird, einen Vorsprung herauszufahren, denn der Wind war auf der Gegengeraden sehr stark, wodurch man es im Windschatten einfacher hatte", sagt Marquez. "Ich habe daher abgewartet. Es war dann ein großer Kampf, ich glaube jeder hat jeden berührt, fast wie in der Moto3. Am Ende habe ich angegriffen, konnte mir einen Vorsprung herausfahren und mir so die 25 Punkte sichern.

Am Rennbeginn setzte sich zunächst Lorenzo mit einem Raketenstart in Szene. Von Startplatz zehn aus fuhr er bis zur ersten Kurve schon auf Rang zwei und ging noch in der ersten Runde an Polesetter Marquez vorbei in Führung. Danke seines weichen Vorderreifens konnte der Spanier in den ersten Runden das Tempo vorlegen und führte das Rennen an.

In Runde 4 wäre Lorenzo dann aber um ein Haar von Rossi abgeschossen worden. Im schnellen Schlussabschnitt, der Schwachstelle der Ducati, versuchte Rossi einen Angriff auf seinen früheren Teamkollegen, verschätzte sich dabei aber und fuhr auf Lorenzos Motorrad auf. Mit viel Geschick verhinderten sowohl Lorenzo als auch Rossi einen Sturz. Beim "Doctore" schien die Kollision aber Eindruck hinterlassen zu haben, denn er fiel in den nächsten Runden zurück.

Es sollte nicht der einzige heikle Moment im Rennen bleiben. In der elften Runde wagte Rins am Kurvenausgang einen Angriff auf Marquez. Dabei berührten sich beide Fahrer und Marquez wäre fast zu Sturz gekommen, konnte sich aber mit all seiner Klasse auf dem Motorrad halten.

Nachdem Lorenzo die ersten Rennhälfte dominiert und zusammen mit Dovizioso zeitweise sogar eine Ducati-Doppelspitze gebildet hatte, musste er in den letzten zehn Runden für seinen weichen Vorderreifen Tribut zollen und fiel zurück. Sieben Runden vor dem Rennende setzte sich an der Spitze dann eine Vierergruppe mit Vinales, Marquez, Dovizioso und Rossi ab.

Dort kämpften Vinales und Marquez erbittert um die Führung und gerieten dabei sechs Runden vor dem Rennende aneinander. Beide mussten einen weiten Bogen fahren und fielen zurück. Durch die Unruhe konnten Rins und Crutchlow wieder zur Spitzengruppe aufschließen. Marquez war von dem neuerlichen Zwischenfall aber unbeeindruckt und eroberte eine Runde später wieder die Spitze zurück.

Drei Runden vor dem Rennende gelang es Marquez dann, sich von den Verfolgern abzusetzen. Mit seinem vierten Saisonsieg baute der Spanier seinen Vorsprung in der WM-Wertung weiter aus. Dahinter wurde hart um die weiteren Podiumsplätze gekämpft, wobei sich ein heute entschlossen fahrender Rins gegen Vinales durchsetzte, während Dovizioso und Rossi das Nachsehen hatte.

"Unglaublich, mir fehlen die Worte", sagt Rins nach dem zweiten Podium seiner MotoGP-Karriere. "Es war ein sehr schwieriges Rennen. Heute früh fühlte ich mich sehr krank und hatte Magenbeschwerden, aber dank der Ärzte im Clinica mobile, meinem Team und allen Leuten, die uns hier unterstützen, konnte ich ein fantastisches Rennen fahren."

Vinales meint: "Ich hatte gedacht, dass ich das Rennen gewinnen kann, aber am Ende hatte ich Probleme beim Bremsen und habe rechts leichten Arm-Pump bekommen. Es war ein schwieriges Rennen, aber ich freue mich, dass unsere Motorrad vorne mithalten konnte."

In der WM-Wertung der MotoGP führt nach 8 von 19 Saisonrennen weiter klar Marquez mit 140 Zählern vor Rossi (99) und Vinales (93). Das nächste Rennwochenende der MotoGP findet in zwei Wochen (13. bis 15. Juli) statt. Dann ist die Motorrad-WM für den Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring zu Gast, wo Marquez in der MotoGP noch ungeschlagen ist.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Dutch TT
Fahrer Marc Marquez
Teams Repsol Honda Team
Autor Markus Lüttgens
Artikelsorte Rennbericht