MotoGP in Barcelona: Politiker wollen neben Gridgirls auch Gridboys

Die katalanische Partei Iniciativa per Catalunya Verds (ICV) möchte für das MotoGP-Rennen in Barcelona im Juni ein Verbot der traditionellen Gridgirls erreichen.

MotoGP in Barcelona: Politiker wollen neben Gridgirls auch Gridboys
Gridgirls
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Gridgirls mit dem Arena Strauß
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Der Versuch der ICV ist nicht der 1., die traditionellen Gridgirls in der MotoGP zu verbieten. Die Partei Ganemos Jerez hat das ebenfalls bereits – vergeblich – versucht.

Nun reichte die ICV im Rathaus von Montmelo einen Antrag ein, die Tradition der Gridgirls zu beenden. Grund: Sie würde dem Klischee entsprechen, Frauen als Sexualobjekte zu missbrauchen.

Anders als in Jerez will ICV Gridgirls allerdings nicht komplett verbieten, sondern neue Kodexes einführen, besonders was die Kleidung betrifft, und außerdem aus Gleichberechtigungsgründen auch Gridboys in die Startaufstellung schicken.

Um dieses Anliegen durchzusetzen, braucht die ICV die Unterstützung von mindestens einem Stadtrat einer anderen Partei, das sollte jedoch kein großes Problem darstellen. Die andere Frage ist allerdings, ob die Regierung von Montmelo überhaupt die Zuständigkeit hätte, MotoGP-Promoter Dorna zu dieser Änderung zu zwingen.

"Die Rolle, die die Gridgirls am Circuit de Catalunya spielen, passt nicht ins 21. Jahrhundert. Nicht in eine Gesellschaft, deren Ziel es ist, modern und auf Gleichheit basierend zu sein", sagte Jordi Manils von ICV gegenüber dem Radiosender Cadena Ser Catalunya. "Sie machen Frauen zu einem Objekt und drängen sie in eine Rolle, in der sie einfach ein Objekt und schmückendes Beiwerk der Situation sind."

Sollte die ICV Erfolg haben, würde dieser neue Kodex künftig auf alle Rennen auf dem Circuit de Catalunya zutreffen, auch auf die Formel 1.

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