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Marc Marquez gewinnt GP Japan und ist MotoGP-Weltmeister 2018

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Marc Marquez gewinnt GP Japan und ist MotoGP-Weltmeister 2018
Autor: Gerald Dirnbeck
21.10.2018, 05:56

Mit dem Sieg in Motegi ist Marc Marquez vorzeitig MotoGP-Weltmeister 2018. Andrea Dovizioso stürzt in der vorletzten Runde im Duell um die Führung.

Marc Marquez, Repsol Honda Team, Andrea Dovizioso, Ducati Team
MotoGP-Weltmeister 2018: Marc Marquez, Repsol Honda Team
MotoGP-Weltmeister 2018: Marc Marquez, Repsol Honda Team
MotoGP-Weltmeister 2018: Marc Marquez, Repsol Honda Team
MotoGP-Weltmeister 2018: Marc Marquez, Repsol Honda Team
MotoGP-Weltmeister 2018: Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Alvaro Bautista, Angel Nieto Team
Johann Zarco, Monster Yamaha Tech 3
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Dani Pedrosa, Repsol Honda Team
Danilo Petrucci, Pramac Racing
Hafizh Syahrin, Monster Yamaha Tech 3

Honda-Werksfahrer Marc Marquez krönte sich mit dem Sieg beim Grand Prix von Japan zum MotoGP-Weltmeister 2018. Zum fünften Mal ist der Spanier damit Champion in der Königsklasse des Motorradrennsports. In Motegi lieferten sich Marquez und Andrea Dovizioso wieder ein packendes Duell um den Sieg. Vier Runden vor Rennende schnappte sich Marquez die Führung vom Ducati-Piloten. Dovizioso bereitete einen Gegenangriff vor, aber in der vorletzten Runde klappte dem Italiener in der langsamen Kurve 10 das Vorderrad ein und er rutschte ins Kiesbett.

Fotos: GP Japan in Motegi

Rennergebnis: GP Japan in Motegi

Damit war die Entscheidung gefallen. Dovizioso nutzte den weichen Vorderreifen, während Marquez mit der härteren Medium-Variante unterwegs war. Nach dem Crash fuhr "Desmo Dovi" zwar weiter, aber als 18. sammelte er keine WM-Punkte. Somit hatte Marquez drei Rennen vor Saisonende einen uneinholbaren Vorsprung von 102 Punkten auf Dovizioso. Inklusive den kleinen Klassen ist Marquez im Alter von 25 Jahren schon siebenmaliger Motorrad-Weltmeister.

 

"Ich fühle mich richtig gut", lacht der erfolgreiche Spanier. "Nach Aragon hatte ich das Gefühl, dass die Meisterschaft greifbar ist. Gut ist, wenn man den Titel bei der ersten Chance einfährt. Es war die bestmögliche Strecke, um das zu erreichen. Ich arbeitete übers komplette Wochenende sehr hart. Ich hing mich an Andrea dran und entschied mich für die gleiche Strategie wie in Thailand. Ich wollte vor der letzten Runde angreifen. Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas mehr Reserven habe. Ich pushte wie verrückt und er machte den Fehler."

Cal Crutchlow und Alex Rins auf dem Podest

Drittschnellster Mann im Rennen war Cal Crutchlow (LCR-Honda). Er konnte über weite Strecken das Tempo von Dovizioso und Marquez halten. "Unser Problem war, dass Dovi das Tempo so runtergeschraubt hat", merkt der Brite an. "Deshalb konnten die Fahrer von hinten herankommen." Vom Start weg kontrollierte Dovizioso wie so oft von der Spitze aus das Tempo. Dadurch blieb eine größere Gruppe beisammen, die sich erst in der zweiten Rennhälfte nach und nach auseinanderzog.

 

Als Dovizioso und Marquez im letzten Rennviertel das Tempo richtig anzogen, schüttelten sie auch Crutchlow ab. Trotzdem ist der Brite nicht unzufrieden mit seiner Leistung, denn als Zweiter sorgte er schließlich für einen Honda-Doppelsieg:"Ich hatte in den Linkskurven Probleme mit der Haftung am Hinterrad. Ich schonte den Reifen für die Schlussphase und hielt mir Rins vom Leib. Als Dovi stürzte, übernahm ich Platz zwei. Wir zeigen momentan gute Rennen und hatten zuletzt gute Ergebnisse."

MotoGP-Gesamtwertung 2018

Suzuki zeigte ebenfalls ein starkes Heimrennen. Alex Rins und Andrea Iannone waren nach der Startphase nicht in den Top 5. Beide arbeiteten sich aber gut nach vorne und kamen dem Spitzentrio (Dovizioso/Marquez/Crutchlow) immer näher. Iannone schied allerdings durch einen Sturz in Kurve 10 aus. Von da an hielt Rins den Druck auf Crutchlow hoch und erbte durch Doviziosos Ausrutscher den dritten Platz.

Yamaha mischt nicht vorne mit

Yamaha spielte keine Rolle bei der Vergabe der Podestplätze. In der Anfangsphase zeigte Valentino Rossi gute Überholmanöver und war in der Spitzengruppe dabei. Als dann Dovizioso, Marquez und Crutchlow schneller wurden, konnte Rossi nicht mithalten. Beide Suzuki-Fahrer überholten die gelbe Startnummer 46 problemlos. Schließlich kam der Italiener knapp vor Alvaro Bautista (Angel-Nieto-Ducati) als Vierter ins Ziel. Seine Markenkollegen Johann Zarco und Maverick Vinales folgten dahinter auf den Positionen sechs und sieben.

 

Dani Pedrosa wurde bei seinem letzten Japan-Auftritt Achter. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) und Hafizh Syahrin (Tech-3-Yamaha) rundeten die Top 10 ab. KTM sammelte mit den Positionen zwölf für Bradley Smith und 13 für Pol Espargaro WM-Punkte. Aprilia ging leer aus. Aleix Espargaro gab wegen eines Problems an der Box auf, Scott Redding wurde farbloser 19. Auch der Schweizer Tom Lüthi (Marc-VDS-Honda) war als 20. weit weg von seinem ersten Zähler.

Weiter geht es mit der MotoGP-Action bereits am kommenden Wochenende (28. Oktober) mit dem Grand Prix von Australien auf Phillip Island.

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