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MotoGP-Rennen ohne Moto2/Moto3? FIM-Präsident reagiert skeptisch

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MotoGP-Rennen ohne Moto2/Moto3? FIM-Präsident reagiert skeptisch
Autor:
18.04.2020, 11:31

FIM-Präsident Jorge Viegas stellt sich gegen die Idee, die MotoGP ohne die kleinen Klassen fahren zu lassen: Die große Gefahr geht laut Viegas von den Zuschauern aus

Aktuell ist unklar, ob und wann die MotoGP in die Saison 2020 startet. Die strikten Einreiseverbote der Länder auf Grund der Coronavirus-Pandemie schließen eine Rückkehr zur Normalität aus. Hinter den Kulissen wird momentan diskutiert, die Saison mit Geisterrennen zu retten. Auch soll die Anzahl der Leute im Fahrerlager auf das Nötigste reduziert werden. Eine weitere Idee ist es, nur mit einer MotoGP-Minimalbesetzung zu starten und die kleinen Klassen weiter warten zu lassen.

Jorge Viegas, der Präsident von Motorradweltverband FIM, ist gegen diese Idee. "Ich erkenne keine Notwendigkeit dafür. Wir arbeiten mit Leuten aus schätzungsweise 15 verschiedenen Ländern - unabhängig davon, ob MotoGP, Moto2 oder Moto3", kommentiert Viegas gegenüber 'GPSpirit'.

"Es wäre maximal denkbar, wenn es ein Limit von sagen wir 100 Leuten gibt. Doch davon gehe ich nicht aus", bemerkt der FIM-Verantwortliche. Auch für die MotoE sieht Viegas noch nicht schwarz: "Mein Gefühl sagt mir, dass auch alle anderen Klassen fahren, wenn die MotoGP fährt. Ich sehe nichts, was dagegen sprechen sollte."

WM-Rennen mit vollen Tribünen werden allerdings mit jeder Woche unwahrscheinlicher. In Deutschland sind Großveranstaltungen bis Ende August verboten. Und auch andere Länder haben Massenveranstaltungen langfristig untersagt.

Jorge Viegas

Jorge Viegas bezweifelt, dass es Rennen mit Fans geben wird

Foto: FIM

"Das größte Risiko geht von den Zuschauern aus", bedauert Viegas. "Hier rede ich von Tausenden von Menschen, die aufeinander treffen. Bei den Leuten im Fahrerlager können wir den Sicherheitsabstand einhalten und damit vorsichtiger sein."

Der FIM-Präsident geht davon aus, dass es im Fahrerlager extreme Sicherheitsvorschriften geben würde, sofern die MotoGP wieder Rennen bestreiten kann: "Jeder würde eine Maske und Handschuhe tragen und vorsichtig sein", prophezeit er und betont: "Ich habe nie darüber nachgedacht, (nur die MotoGP fahren zu lassen). Ich denke nicht, dass es die Lösung ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie MotoGP
Autor Sebastian Fränzschky