Valentino Rossi erwartet kein Wunder: "Sind in schwieriger Situation"

Yamaha-Pilot Valentino Rossi fürchtet nasse Bedingungen auch beim MotoGP-Lauf in Phillip Island und erklärt, warum er beim Sturz in Motegi Glück hatte. Australien sollte weniger anstrengend werden als Japan.

Acht Mal stand Valentino Rossi in seiner Karriere bereits auf dem Siegertreppchen in Australien. Am kommenden Wochenende stehen die Vorzeichen auf den neunten Triumph in Phillip Island jedoch weniger gut. Der Italiener kämpft noch mit den Nachwehen seines Rennunfalls in Japan und auch die Probleme mit der Yamaha im Regen bereiten ihm Sorgen. Wird die Werksmannschaft auch im vierten Rennen in Folge nicht auf das Podium fahren?

"Die Strecke hier ist wieder ganz anders vom Grip und den Temperaturen her. Wir müssen vor allem die Bedingungen abwarten. Ich hoffe, dass es trocken bleibt", lacht der 38-Jährige in seiner Medienrunde etwas verlegen. Er weiß: Die M1 ist bei nassen Bedingungen nicht konkurrenzfähig. Die Traktionsprobleme seien schwierig zu verstehen, gibt er sich ähnlich ratlos wie schon direkt nach dem Grand Prix in Japan.

An den Michelin-Reifen läge es nicht, glaubt Rossi. "Es ist schwierig, unser Problem im Regen zu verstehen, da wir auf dem Bridgestone sehr stark waren. Auch im Vorjahr war das Bike sehr gut auf dem Michelin. Ich war immer recht schnell." Doch die 2017er-Maschine in Kombination mit dem Regenpneu funktioniert einfach nicht. In Motegi hatte das Werksteam von Freitag bis Sonntag Probleme, während Johann Zarco auf dem Vorjahresbike auf die Pole-Position fuhr.

Yamaha hat keine neuen Teile in Australien vor Ort, um das Problem zu beheben. Man wolle weiterhin an der Abstimmung schrauben, bekräftigt Rossi. "Interessant wird es bei höheren Temperaturen sein. Es scheint aber, dass die Vorhersage kühles Wetter prognostiziert. Wir sind in einer schwierigen Situation, speziell im Nassen." Ein weiteres schwieriges Wochenende könnte auf Rossi und Teamkollegen Maverick Vinales warten, denn die Regenwahrscheinlichkeit steigt bis Sonntag auf 60 Prozent.

Drei Rennen in Serie stand kein Yamaha-Pilot auf dem Podium, das gab es zuletzt vor zehn Jahren in der Saison 2007. In Australien stand man zum letzten Mal mit Rossi 2014 auf dem obersten Treppchen. Insgesamt vier Siege gehen in Phillip Island auf das Konto der Japaner. Was erwartet Rossi vom 16. Saisonlauf? "Im Vorjahr bin ich ein starkes Rennen gefahren. Beim Test im Februar war es hingegen sehr schwierig für mich, ich war sehr langsam", ist er zwiegespalten. 2016 belegte er den zweiten Platz vor Vinales.

Körperlich geht es dem "Doktor" nach seinen beiden Stürzen in Japan wieder besser. "Ich hatte Glück, dass beim Crash im Rennen nichts am Fuß passiert ist. Ich habe ein wenig Schmerzen in der Schulter, aber ich hoffe, dass ich auf dem Bike davon nicht viel spüre. Ansonsten geht es mir aber gut." Die Strecke dürfte ihm außerdem entgegenkommen: "Es sollte weniger anstrengend sein als Motegi. Dennoch muss ich abwarten, weil diese Strecke vor allem bei gemischten Bedingungen sehr gefährlich sein kann. Ich muss immer aufpassen, aber physisch ist es nicht so anstrengend, weil es flüssiger ist."

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung Phillip Island
Rennstrecke Phillip Island Grand Prix Circuit
Fahrer Valentino Rossi
Teams Yamaha Factory Racing
Artikelsorte News
Tags motogp 2017, phillip island, regen, schmerzen, sturz, traktion, valentino rossi, yamaha