Vinales in Valencia auf verlorenem Posten: "Habe keine Erklärung"

Yamaha-Werksfahrer Maverick Vinales scheitert im Qualifying zum MotoGP-Finale 2017 an der Q2-Hürde und rätselt über ein Problem, dass in Valencia verstärkt auftritt.

Während es Valentino Rossi im Qualifying für das MotoGP-Saisonfinale 2017 in Valencia immerhin auf den siebten Startplatz geschafft hat, geht sein in der Gesamtwertung besser dastehender Yamaha-Teamkollege Maverick Vinales nur von Platz zwölf ins Rennen.

Schon in den Trainings hatte Vinales anders als Rossi die direkte Qualifikation für Q2 verpasst. Der Spanier musste in Q1 ran und verpasste dort als Drittschnellster hinter den beiden Espargaro-Brüdern auch noch den nachträglichen Q2-Einzug. Am Sonntag startet Vinales nicht von Platz 13, sondern von 12, weil Pol Espargaro (KTM; 11.) aufgrund einer Strafe aus der Boxengasse starten muss.

Bildergalerie: Maverick Vinales in Valencia

Im Vergleich zu den Wintertestfahrten im Anschluss an das Saisonfinale 2016, bei denen Vinales als Yamaha-Debütant die Bestzeit gesetzt hatte, war er diesmal im Qualifying eine ganze Sekunde langsamer. "Dazu sollte man Yamaha befragen. Ich habe keine Erklärung dafür", so Vinales kurz angebunden.

Bremsen sind das Problem

Auf Nachfrage geht der Spanier, der zu Beginn der Saison 2017 drei Rennen gewonnen hatte und die WM bis in den Sommer hinein angeführt hatte, doch ins Detail, wo die Probleme genau liegen: "Die Traktion ist recht gut. Das Problem sind die Bremszonen. Die Bremsen greifen nicht richtig. Sobald ich mich ein bisschen in die Kurve lege, fahre ich geradeaus. Das ist das größte Problem."

"Sobald ich mich ein bisschen in die Kurve lege, fahre ich geradeaus." - Maverick Vinales

"Die Telemetrie sagt, dass wir mit dem falschen Setup am falschen Ort sind. Je mehr wir tun, desto weniger passiert. Ich hatte dieses Problem schon bei vielen vielen Rennen, aber hier befinden wir uns auf der engsten Strecke, wodurch sich das Problem noch verstärkt", erklärt Vinales.

"Befinde mich nicht in einem Loch"

Von einer Formkrise will der Yamaha-Pilot trotz der beschriebenen Probleme mit der M1 nichts wissen: "Ich befinde mich nicht in einem Loch. Ich bin motiviert wie immer. Wenn das Bike funktioniert, kann ich in die Top 3 fahren. Wie gesagt, ich befinde mich nicht in einem Loch, aber mental ist es natürlich schon sehr schwierig."

"Gerade hier in Valencia will ich 100 Prozent geben, um ein unglaubliches Ergebnis einzufahren. Es ist das letzte Rennen der Saison und der Test lief so gut. Jetzt aber kämpfe ich um Platz 17 oder 18. Das ist nicht normal", rätselt Vinales, der mit Blick auf die Testfahrten, die am Dienstag und Mittwoch an gleicher Stelle über die Bühne gehen, anmerkt: "Ich hoffe, dass wir alles umbauen."

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung Valencia
Rennstrecke Circuit Ricardo Tormo
Fahrer Maverick Vinales
Teams Yamaha Factory Racing
Artikelsorte Reaktion
Tags bremsen, krise, motogp, motogp-finale, motogp 2017, problem, qualifying, setup, valencia, yamaha m1