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MotoGP-WM: Regeländerungen 2017 – Keine Intermediates mehr

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MotoGP-WM: Regeländerungen 2017 – Keine Intermediates mehr
Toni Börner
Autor: Toni Börner
09.12.2016, 11:21

In der Motorrad-Weltmeisterschaft sind für 2017 einige Regeländerungen angesetzt. Eine der wichtigsten ist die Streichung der Intermediate-Reifen in der Königsklasse.

Die Grand Prix Commission hat in Madrid getagt und dabei einige Änderungen an den verschiedensten Reglements vorgenommen – sportlich, technisch und medizinisch, sowie personell. Die wichtigsten Fakten haben wir in dieser Übersicht.

Reifen MotoGP: Keine Intermediates mehr

Die "geschnittenen Slick-Reifen", Intermediates, die bei Mischbedingungen wie wenig oder einsetzendem Regen, sowie bei abtrocknender Strecke zum Einsatz kommen, sind gestrichen worden.

Dummy-Kameras in Moto3 und Moto2

 

Johann Zarco, Ajo Motorsport
So wie der spätere Weltmeister Johann Zarco bekommen nun alle anderen Fahrer auch OnBoard-Kameras - als Dummys, die in Gewicht, Form und Größe gleich sind.

Foto Toni Börner

 

In den beiden unteren Klassen sind die Top-6 der WM-Tabelle zum Einsatz von OnBoard-Kameras verpflichtet, die natürlich ein zusätzliches Gewicht mitbringen. Daher müssen ab 2017 alle Fahrer mit Kameras ausrücken, diejenigen, die nicht zur Top-6 zählen erhalten Dummy-Kameras in gleicher Form und mit gleichem Gewicht.

Außerdem: Für die aktuelle Saison dürfen in Moto2 und Moto3 unter Vertrag stehende Fahrer zehn private Testtage auf jeder beliebigen Strecke einlegen. Die offiziellen Tests zählen nicht dazu.

Start-Prozedere

Wer nach der Aufwärmrunde hinter dem Safety Car wieder in die Startaufstellung zurückkehrt, muss nun nicht den letzten Startplatz einnehmen, sondern in die Boxengasse fahren und von dort aus starten.

Auch neu: Wird ein Rennen nach weniger als 3 absolvierten Runden abgebrochen, dürfen am Re-Start alle Fahrer teilnehmen – auch diejenigen, die entweder Besichtigungs- oder Aufwärmrunde nicht beendet haben.

Höhere Strafen für überhöhte Geschwindigkeit in der Boxengasse

 

Action in der Boxengasse
Action in der Boxengasse

Foto Toni Börner

 

Bislang mussten Fahrer, die in der Boxengasse zu schnell waren, 150 Euro pro Verstoß berappen. Da einige Sünder an manchen Strecken gleich mehrfach in die Radarfalle tappten, wurde hier gehandelt.

Zukünftig wird der erste Verstoß an einem Wochenende mit 200 Euro bestraft. Wer ein zweites oder noch weiteres Mal negativ auffällt, kann mit höheren Bußgeldern oder weiteren Strafen belegt werden, die die FIM MotoGP Stewarts aussprechen.

Gerichtssaal an der Strecke

Verhängen die FIM MotoGP Stewarts an der Strecke eine Strafe gegen Fahrer oder Team und es wird ein Widerspruch dagegen eingelegt, gibt es nun ein neues Gremium, welches sofort Entscheidungen treffen kann: Die Appeal Stewarts.

Dieses Gremium setzt sich aus folgenden Vertretern zusammen: Einer wird durch die FIM eingesetzt und einer durch den jeweiligen Landesverband. Sie werden bei allen Rennen dabei sein.

Ziel ist es, an allen Wochenenden alle Ergebnisse, Strafen und Sanktionen sofort prüfen und entscheiden zu können. Zuvor konnten Wider- und Einsprüche nur am FIM Berufungsgericht geklärt werden, welches für eine Entscheidungsfindung wenigstens vier Tage braucht.

Wiedereinführung der ärztlichen Schweigepflicht

Ohne Zustimmung der FIM und Dorna dürfen weder das medizinische Personal, noch die Offiziellen mehr Angaben gegenüber Dritten über den Gesundheitszustand von verunfallten Fahrern machen. Sie dürfen lediglich direkte Angehörige informieren.

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Rennserie MotoGP
Autor Toni Börner
Artikelsorte News