Nach Drohungen rivalisierender Fans: Marc Marquez' Fanclub fährt nicht nach Mugello

Eine Gruppe italienischer Fans des zweimaligen MotoGP-Champions Marc Marquez wird das Rennen in Mugello 2016 „aus Sicherheitsgründen“ wahrscheinlich nicht besuchen.

Eigentlich kennt man Auseinandersetzungen rivalisierender Fangruppen nur aus dem Fußball, offenbar schwappt diese Unart nun aber auch auf die MotoGP über. In einer Erklärung hat der italienische Fanclub von Marc Marquez seine Entscheidung verkündet, das Rennen in Mugello auszulassen. Aufgrund von Bedrohungen mache man sich Sorgen um die Sicherheit der Mitglieder.

„Et tut uns wirklich sehr leid, diese drastische Entscheidung zu treffen, aber die Situation ist im Moment nicht sehr gut und es könnte gefährlich werden“, heißt es.

„Wir finden es beschämend, dass die Fans nicht einfach nur für ihre Fahrer jubeln können, ohne das Risiko einzugehen, mit Dingen beworfen oder sogar angespuckt zu werden. Leider sind wir aber an diesem Punkt anglangt.“

„Wir hoffen, dass Sie verstehen, dass wir diese Entscheidung zum Wohl der Mitglieder getroffen haben."

Die Entscheidung wurde aufgrund der Rivalität getroffen, die sich zwischen Marquez und der italienischen MotoGP-Legende Valentino Rossi Ende 2015 entwickelt hat.

Rossi hatte Marquez beschuldigt, seinem Titelrivalen Jorge Lorenzo geholfen zu haben. In Sepang kam es dann zum berühmt-berüchtigten Zwischenfall der beiden Kontrahenten.

Aus Italien ist allerdings zu vernehmen, dass es schon vorher gewisse Bedenken gegeben habe.

„Bereits im vergangenen Jahr gab es in Mugello und Misano Bedrohungen. Auch da wurden wir schon angespuckt.“

„Leider gibt es von allen Fahrern Fans, die nicht verstehen, dass eine Rivalität zwischen Fahrern nicht zu einer andauernden Konfrontation zwischen den Fans auf der Tribüne führen muss.“

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung GP Italien
Rennstrecke Mugello Circuit
Fahrer Valentino Rossi , Marc Marquez
Artikelsorte News