Nach Mateschitz-Rückzieher: MotoGP-Traum ausgeträumt am Salzburgring?

Zum 50-jährigen Jubiläum 2019 sollte die MotoGP am Salzburgring fahren. Doch nachdem Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz sein Kaufangebot zurückgezogen hat, steht ein Fragezeichen hinter dem Projekt.

Denn um die Motorrad-Weltmeisterschaft nach Salzburg zu holen, sind einige größere Umbauarbeiten und Investitionen erforderlich, die wiederum erst einmal finanziert sein wollen. Mateschitz hätte all dies auf sich genommen.

Allerdings habe er den Eigentümern des Landes Salzburg bereits mitgeteilt, dass er kein Kaufinteresse mehr habe, erklärt Mateschitz in den Salzburger Nachrichten.

 

Grund für den Sinneswandel sind offenbar überzogene Forderungen von mindestens einem Anwohner der Rennstrecke.

„Wir konnten mit einem Grundbesitzer keine Einigung erzielen. Der wollte für ein paar Meter Zufahrt auf Schotter eine Riesensumme, 10.000 Euro monatlich, an Pacht. Das macht keinen Sinn“, sagt Mateschitz.

Und damit sind die Übernahmepläne erst einmal vom Tisch, wie der Red-Bull-Chef bestätigt: „Wir wollten den Salzburgring kaufen, aber wir müssen das nicht tun. Es ist auch kein Malheur für uns, wenn wir den Ring nicht kaufen.“

Für den Salzburgring bedeutet das in erster Linie: Die angestrebten Umbauarbeiten werden möglicherweise nicht in ihrem ursprünglich angestrebten Umfang durchgeführt, vielleicht auch nicht bis 2019. Die kurzfristigen Maßnahmen wie zum Beispiel der Bau eines neuen Pressezentrums sollen wiederum planmäßig anlaufen.

Der Haken daran: Die MotoGP kann nur nach Salzburg kommen, wenn dort die notwendige Infrastruktur geschaffen wird. Dazu gehört neben größeren Auslaufzonen möglicherweise auch eine neue Motorrad-Schikane.

 

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Artikelsorte News
Tags dietrich mateschitz, motogp, red bull, salzburg, salzburgring