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Neuer Michelin-Hinterreifen für 2020 wird laut Marquez "allen helfen"

Reifenhersteller Michelin will den neuen Hinterreifen für 2020 in Phillip Island final auf den Weg bringen und erntet jetzt schon Lob von MotoGP-Champion Marquez

Neuer Michelin-Hinterreifen für 2020 wird laut Marquez "allen helfen"

Seit geraumer Zeit arbeitet MotoGP-Reifenlieferant Michelin an einer neuen Konstruktion für den Hinterreifen. Bereits in Barcelona, Brünn und zuletzt in Misano wurde die Neuentwicklung getestet. Im Rahmen des Grand-Prix-Wochenendes auf Phillip Island (25.-27. Oktober) soll sie bald einer letzten Bewährungsprobe unterzogen werden.

Zu diesem Zweck ist geplant, das zweite und das vierte Freie Training der Königsklasse um 15 Minuten zu verlängern, um Teams und Fahrern genug Zeit zu geben, die Reifenmischung erneut zu testen. Diese Pläne wurden in Aragon final bestätigt.

Auf den neuen Hinterreifen angesprochen, versicherte Honda-Pilot Marc Marquez: "Wir haben ihn schon getestet und es sieht so aus, als würden alle Fahrer ihn mögen. Der größte Unterschied war, dass er besseren Grip hatte. Wir wissen nicht, ob das konstant der Fall ist. Aber die Karkasse verspricht offenbar mehr Grip und das hilft jedem."

Marquez vermutet, dass das höhere Griplevel vor allem Yamaha helfen wird, schneller zu sein. "Ducati und wir können in dem Fall vielleicht mehr Drehmoment nutzen. Aber aus meiner Sicht wird es in gewisser Weise allen zugute kommen", sagt er.

Wie schwierig es ist, allen Herstellern gerecht zu werden, betont Ducati-Pilot Danilo Petrucci: "Das Problem ist, dass wir viele Hersteller haben und manche Reifen für die einen besser funktionieren als für die anderen und umgekehrt. Das ist von Jahr von Jahr anders, weil sich nicht nur die Reifen, sondern auch die Motorräder ändern."

Doch der Italiener stellt Michelin ein gutes Zeugnis aus. "Ich denke, sie machen im Allgemeinen einen sehr guten Job. Sie geben uns bei jedem Rennen drei Reifen zur Auswahl. Manchmal haben wir gesehen, dass alle drei Optionen für das Rennen geeignet waren. Man konnte also mit soft, medium oder hard fahren", erinnert Petrucci.

"Das hängt von der Charakteristik des Motorrads ab. Honda braucht zum Beispiel einen sehr harten Vorderreifen, wir können den weichen Reifen nehmen, auch am Hinterrad." Die drei Optionen weiß er dennoch zu schätzen und hofft, dass es auch in Zukunft dabei bleibt: "Aus meiner Sicht sind die drei Auswahlmöglichkeiten gut."

Mit Bildmaterial von Michelin.

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Rennserie MotoGP
Autor Juliane Ziegengeist