Petronas-Yamaha wird konkreter, aber Pedrosa wartet noch ab

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Petronas-Yamaha wird konkreter, aber Pedrosa wartet noch ab
Autor: Gerald Dirnbeck
28.06.2018, 17:09

Dani Pedrosa und Franco Morbidelli können auch in Assen das Petronas-Yamaha-Projekt nicht bestätigen. Hinter den Kulissen wird weiter an diesem Projekt gearbeitet.

Das neue Yamaha-Partnerteam mit Sponsor Petronas für die MotoGP-Saison 2019 nimmt immer konkretere Formen an. Offiziell wurde zu Beginn des Assen-Wochenendes allerdings noch nichts bestätigt. "Ich weiß", sagt Dani Pedrosa, "dass viele Leute auf mehr Informationen warten. Aber leider kann ich noch nichts anderes sagen, als ich schon in Barcelona gesagt habe. Die Dinge entwickeln sich langsam und wir wissen es momentan noch nicht genau. Früher oder später werde ich mehr sagen können."

Fest steht, dass hinter den Kulissen an diesem Yamaha-Projekt mit den Fahrern Pedrosa und Franco Morbidelli gearbeitet wird. Alle Details sind allerdings noch nicht ausgearbeitet. Alle Verträge sind noch nicht unterschrieben. "Es wäre eine tolle Sache", meint Morbidelli dazu. Da sich Marc VDS voraussichtlich mit Jahresende aus der Königsklasse zurückziehen wird, muss sich der Italiener um seine Zukunft kümmern.

Franco Morbidelli, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS

Franco Morbidelli, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Eine Yamaha M1 würde Morbidelli reizen: "Es wäre auch sehr gut, ein aktuelleres Motorrad zu bekommen. Und mehr Feedback und mehr Informationen vom Werk zu erhalten. Das wäre für mich eine tolle Sache. Aber momentan kann ich noch nicht mehr dazu sagen." Und hat er als VR46-Nachwuchsfahrer mit Valentino Rossi darüber gesprochen? "Ja, sehr viel. Es war aber eher wie ein Gespräch in einer Bar, also nichts Definitives. Es war ein Gespräch zwischen zwei Freunden."

Valentino Rossi sieht neues Yamaha-Team positiv

Deutlich konkreter wird Rossi selbst, der zwischen den Zeilen das neue Projekt praktisch schon bestätigt: "Für mich macht es keinen Unterschied, aber es ist gut für Yamaha, wenn es vier Bikes gibt. Es sieht so aus, dass es ein gutes Projekt mit einem guten Sponsor und guten Fahrern sein wird. Einer der Fahrer ist Franco, er würde gerne eine Yamaha fahren. In den vergangenen beiden Jahren haben wir bei Tech 3 mit Zarco gesehen, dass es auch gut für die Entwicklung des Motorrades ist, weitere schnelle Fahrer zu haben."

Wenn das Projekt finalisiert wird, dann hat Rossi einen seiner Nachwuchsfahrer auf dem gleichen Motorrad sitzen. Morbidelli ist oft in Tavullia und trainiert auf der Ranch, oder sie drehen gemeinsam in Misano Runden. "Ja, ich verbringe viel Zeit mit Franco und kenne sein Potenzial. Er kann in der MotoGP stark sein", sagt Rossi. "Er hat in diesem Jahr schon gute Ansätze gezeigt, auch wenn sein Bike und die Situation seines Teams nicht einfach ist. Mit einer Yamaha kann er stark sein. Aber ich sage immer zu ihm, dass er mich hoffentlich nicht besiegen wird." Den letzten Satz sagt Rossi mit einem Lachen im Gesicht.

Alvaro Bautista, Angel Nieto Team

Alvaro Bautista, Angel Nieto Team

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Mit Sorgen beobachtet Alvaro Bautista die Geschehnisse, denn dieses Petronas-Yamaha-Projekt soll die Startplätze vom Angel-Nieto-Team übernehmen beziehungsweise damit fusionieren. Bautista, aber auch Karel Abraham, werden sich höchstwahrscheinlich aus der MotoGP verabschieden müssen. "Meine Situation ist sehr kompliziert", seufzt Bautista. Alternativen gibt es für ihn kaum. Eventuell könnte sich bei Avintia etwas ergeben, aber dort hat sich Xavier Simeon einen Zweijahresvertrag gekauft und Tito Rabat überzeugt mit Leistung.

"Ich hatte einen schwierigen Saisonstart, aber wenn dann schon nach dem dritten Rennen alle Verträge unterschrieben sind", ärgert sich Bautista über das frühe Transferkarussell. "Man hatte überhaupt nicht die Chance, sein Potenzial zu zeigen. Was ist, wenn wir uns verbessern und um Podestplätze kämpfen? Selbst wenn ich das zeige, gibt es für mich keinen Platz mehr. Momentan habe ich nichts. Es gäbe nur die Kunden-Yamaha, aber es hängt alles davon ab, was Dani machen wird."

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