Pol Espargaro feiert erlösenden zweiten Platz: "Sehr wichtiges Ergebnis für mich"

Die Durststrecke von Pol Espargaro geht in Misano zu Ende: Mit Platz zwei feiert der Honda-Werkspilot das bisher beste Ergebnis seiner MotoGP-Karriere

Pol Espargaro feiert erlösenden zweiten Platz: "Sehr wichtiges Ergebnis für mich"

Pol Espargaro schaffte beim zweiten Misano-Rennen erstmals seit seinem Wechsel von KTM zu Honda den Sprung aufs Podium. Beim Grand Prix der Emilia-Romagna kam der Spanier 4,9 Sekunden hinter HRC-Teamkollege Marc Marquez ins Ziel. Espargaro stufte den zweiten Platz als "wichtigen Erfolg" in seiner Karriere ein, sah im ersten Podium für Arbeitgeber Honda aber eine noch größere Erlösung für HRC als für sich selbst.

"Es bedeutet mir sehr viel, zum ersten Mal als Repsol-Honda-Pilot aufs Podium gefahren zu sein", bemerkt Espargaro, der seit seinem Wechsel zum erfolgsverwöhnten Repsol-Honda-Team einige schwierige Momente erlebte. "Alle konnten sehen, wie ich im Laufe der Saison zu kämpfen hatte. Das Ergebnis ist sehr wichtig für mich", so der Spanier.

"Solche Momente sind unterm Strich die wichtigsten Momente in der Karriere eines Fahrers, vor allem nach dieser riesigen Veränderung für mich und dieser damit verbundenen hohen Zielsetzung", bemerkt der ehemalige Moto2-Weltmeister.

Großer Erfolgsdruck nach dem Wechsel zu Repsol-Honda

"Alle schauen, was man in diesen Farben erreicht. Man hat keine Ausreden und muss performen. Wenn man nicht performt, dann sind viele Finger auf einen gerichtet. Es ist schwierig, dieses Loch zu überwinden. Doch die harte Arbeit zahlt sich am Ende aus. Ich werde weiterhin hart arbeiten, denn es fühlt sich so gut an, hier zu sein", freut sich Espargaro.

Marc Marquez, Pol Espargaro

Marc Marquez und Pol Espargaro bescherten Honda den ersten Doppelsieg der Saison

Foto: Motorsport Images

"Dieses Ergebnis ist vor allem für Honda sehr wichtig", betont Espargaro. "Wir hatten eine schwierige Saison und konnten jetzt Erster und Zweiter werden. Es waren genau genommen einige schwierige Jahre, nicht nur dieses. Auch im vergangenen Jahr erlebte Repsol-Honda eine schwierige Saison."

Espargaro musste lange auf sein erstes Podium mit Honda warten. "Es dauert zu lange, bis ich wieder so lachen konnte. Es fühlte sich so gut an nach einer so schwierigen Saison. Wir hatten viele Höhen und Tiefen. Einige Rennen waren gut, doch sie waren nicht gut genug. Wir erlebten viele schwierige Momente. Ich gab nie auf und arbeitete das gesamte Jahr über sehr hart", blickt er zurück.

Erster zweiter Platz nach einigen dritten Plätzen mit KTM

"Wir haben immer härter gearbeitet, um das Maximum herauszuholen. Für mich und mein Ego ist es gut, wieder hier zu sein. Es ist mein bisher bestes MotoGP-Ergebnis und das habe ich jetzt mit der Honda erreicht", kommentiert Espargaro stolz seinen ersten zweiten Platz in der Königsklasse.

Der Honda-Doppelerfolg in Misano war ein Zeichen, dass der größte Motorradhersteller der Welt in der MotoGP wieder zu alter Stärke findet. "Honda hatte in der Corona-Zeit stark zu kämpfen gehabt. Ich wusste aus der Vergangenheit mit einem europäischen Hersteller, dass sie nicht so hart zu kämpfen hatten", vergleicht Espargaro die Situation mit der von KTM.

Pol Espargaro

Mit der KTM RC16 fuhr Pol Espargaro sechs Mal als Dritter aufs Podium

Foto: Motorsport Images

Den Grundstein für das Podium legte Espargaro bereits am Samstag im Qualifying. Mit Startplatz vier hatte sich der Spanier in eine gute Ausgangslage gebracht. Beim Start verlor er eine Position an KTM-Pilot Miguel Oliveira, zog aber in Runde zwei vorbei.

Mit vollem Tank nicht so schlagkräftig wie Marc Marquez

"Ich wusste, dass ich einen schnellen Rhythmus fahren konnte, denn beim Test war ich schnell. Doch das Problem ist, dass ich zu Rennbeginn mit vollem Tank nicht so einfach überholen kann wie Marc. Er weiß besser als ich, wie sich das Motorrad am Limit verhält", bemerkt Espargaro und betont: "Ich wollte keinen Fehler machen zu Rennbeginn."

"Ich sah, wie die Fahrer vor mir zu Rennbeginn extrem attackierten. Das Tempo konnte ich nicht mitgehen. Ich fuhr hinter Miguel, kam aber nicht vorbei. Ich ließ mir zu viel Zeit", ärgert sich Espargaro.

Als er an Oliveira vorbei war, hatten die Top 3 bereits eine kleine Lücke herausgefahren. "Ich war mit Platz vier zufrieden und dann sah ich, wie die Fahrer stürzten", kommentiert er die Stürze der beiden Ducati-Werkspiloten, die ihn auf Platz zwei spülten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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