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Pol Espargaro: So schwierig ist die Aufholjagd für KTM

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Pol Espargaro: So schwierig ist die Aufholjagd für KTM
Autor:
Co-Autor: Lena Hemery
25.05.2019, 12:06

KTM muss mehrere Schritte als die Konkurrenz machen, um nach vorne zu kommen - Mit dem jüngsten Update gelang in Le Mans aus eigener Kraft Rang sechs

Beim Großen Preis von Frankreich am vergangenen Wochenende kam MotoGP-Pilot Pol Espargaro als Sechster ins Ziel und bescherte KTM damit das bisher beste Rennergebnis auf trockener Strecke. Auf Le-Mans-Sieger Marc Marquez (Honda) fehlten Espargaro am Ende gerade einmal 5,935 Sekunden.

Die jüngsten Neuerungen beim MotoGP-Test in Jerez haben Wirkung gezeigt und KTM einen weiteren Sprung nach vorn machen lassen. Wie schwer das im eng umkämpften Feld der Königsklasse ist, weiß Espargaro nur zu gut. Er begleitet das MotoGP-Projekt des österreichischen Herstellers seit Beginn.

Rückstand wird zusehends geringer

"Am Anfang waren wir noch so weit weg. Selbst wenn wir Zehnter oder Elfter wurden, war ich nicht glücklich, weil uns zu viel Zeit nach vorn fehlte", erinnert er sich. "Jetzt, wo die Lücke nach vorn kleiner wird, ist es schmerzvoll und ermutigend zu sehen, dass zwölf Fahrer innerhalb von 18 Sekunden ins Ziel kommen."

Pol Espargaro

Nach dem sechsten Platz in Le Mans war die Freude bei Espargaro groß

Foto: LAT

Für die Aufholjagd von KTM heißt das laut Espargaro: "Wenn der Rest einen Schritt nach vorn gemacht hat, müssen wir zwei Schritte nach vorn machen. Der Wettbewerb ist extrem eng, alle Fahrer sind sehr fit und trainiert. Alle pushen wie verrückt. Es gibt nur einen Weg, und der lautet, mehr zu arbeiten als die anderen."

Zwar sei der Erfolg damit nicht automatisch garantiert, "aber die Philosophie von KTM und meine Philosophie sind recht ähnlich", sagt Espargaro. "Wir werden nicht aufhören, bevor wir ganz vorn dabei sind." Die letzten Stellschrauben zu finden, die dafür nötig sind, wird allerdings nicht einfach sein, weiß Espargaro.

"Wenn alles so eng beieinander ist, gibt es nicht die eine Sache. Es sind viele kleine Details, die am Ende des Rennens den Unterschied machen. Wir suchen nach vier Zehnteln pro Runde. Das ist nichts, wofür man das Chassis oder den Motor wechselt. Wir bewegen uns jetzt auf einer neuen Stufe, die noch professioneller ist."

Der KTM-Pilot erklärt: "Es geht darum, die kleinen Details zu kontrollieren. Darin sind uns die anderen Hersteller noch voraus, weil sie dieses Spiel einfach schon länger spielen. Es ist eine Frage der Selbstanalyse, zu schauen, wo man Dinge noch nicht so gut macht - das gilt für mich als Fahrer genauso wie für das Team."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Autor Juliane Ziegengeist