Pol Espargaros "klare Priorität" für Katar 2: "Die eine schnelle Runde am Samstag"

Honda-Werkspilot Pol Espargaro sieht in der Qualifying-Performance derzeit das größte Manko und trifft damit auf Zustimmung bei Stefan Bradl und Alex Marquez

Pol Espargaros "klare Priorität" für Katar 2: "Die eine schnelle Runde am Samstag"

Mit seinem achten Platz als Ergebnis seines ersten Rennens im Honda-Werksteam war Pol Espargaro am vergangenen Sonntag in Katar den Umständen entsprechend zufrieden. Mit mehr Zeit, um sich an die RC213V zu gewöhnen, verspricht sich der Spanier aber früher oder später bessere Resultate.

"Im Rennen war meine Pace ganz ähnlich wie sie Maverick [Vinales als Rennsieger] vorgelegt hat. Da waren wir verdammt nah dran, näher als ich das erwartet hatte", bezieht sich Espargaro am Donnerstag vor dem zweiten Katar-Rennen auf das, was er aus den Daten des vergangenen Sonntags herausgelesen hat.

Der Knackpunkt aber: "Auf eine schnelle Runde gesehen sind wir viel zu langsam", stöhnt Espargaro und bestätigt damit wiederum das, was Honda-Kollege Stefan Bradl am vergangenen Wochenende schon vor dem Rennen klar war. "Schon seit langer Zeit haben wir das Problem, dass wir nicht das volle Potenzial eines frischen Reifens für eine Qualifying-Runde nutzen können", hatte Bradl bereits am Samstag gesagt.

"Das ist der Aspekt, der mir am meisten Sorgen macht", gesteht Espargaro mit Verweis auf die Qualifying-Performance der RC213V. Und auch LCR-Honda-Pilot Alex Marquez schlägt in diese Kerbe. "Die Honda ist vielleicht nicht das einfachste Bike auf eine schnelle Runde gesehen", sagt der letztjährige Honda-Werkspilot, der bei seinem Einstand im LCR-Team vom 16. Startplatz losfuhr, bevor er im Rennen an 14. Stelle liegend stürzte.

Pol Espargaro, Alex Marquez

Alex Marquez geht es ganz ähnlich wie Pol Espargaro - Stefan Bradl auch

Foto: Motorsport Images

Der junge Marquez will die Qualifying-Schwäche im Honda-Lager aber nicht allein auf das Motorrad schieben. "Ich muss auch an mir selber arbeiten und mehr aus einem frischen Reifen herausholen", sagt er. Genau das nimmt sich auch Espargaro als Alex Marquez' Nachfolger im Werksteam vor.

"Die eine schnelle Runde am Samstag, das ist momentan ganz klar meine Priorität", sagt Espargaro und ist überzeugt, dass mit einem besseren Qualifying und damit einem besseren Startplatz als seinem zwölften vom vergangenen Wochenende "ein viel besserer Sonntag, an dem es viel einfacher wird, wesentlich mehr an Land zu ziehen", auf ihn wartet.

Bradl, der auch an diesem zweiten Katar-Wochenende wieder auf der zweiten Werks-Honda neben Espargaro sitzt, sieht es ähnlich. "Dieses Mal wird das Qualifying sicherlich ein wichtiger Bereich sein, auf den wir uns neben den normalen Aufgaben eines Rennwochenendes konzentrieren müssen", so Bradl, der hinzufügt: "Wenn wir ein solides Wochenende hinlegen können, dann sind die Top 10 in Reichweite. Jetzt, da jeder so viel Streckenzeit [in Katar] hat, wird es allerdings nicht einfach."

Weitere Co-Autoren: Lewis Duncan. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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