"Ride Height Device": Aleix Espargaro vergleicht manuell vs. automatisch

Aleix Espargaro steht seit kurzem auch ein automatisches "Ride Height Device" zur Verfügung - Wie der Spanier das Update bewertet und wofür er Aprilia lobt

"Ride Height Device": Aleix Espargaro vergleicht manuell vs. automatisch

Mit Ausnahme von Suzuki nutzen die MotoGP-Hersteller das sogenannte "Ride Height Device" schon seit geraumer Zeit. Was als Startvorrichtung ("Holeshot Device") begann, hat sich zu einem System weiterentwickelt, das es ermöglicht, das Heck während der Fahrt zu stauchen, um aus Kurven besser zu beschleunigen.

Für gewöhnlich muss der Fahrer das Device manuell aktivieren: Wenn er ausgangs der Kurve einen Hebel betätigt, senkt sich das Motorrad sofort ab - und stellt sich dann beim starken Bremsen für die folgende Kurve wieder in die Ausgangsposition zurück.

Neuere, "automatische" Versionen sollen dem Fahrer die Handhabung erleichtern. Damit kann er das System schon vor der Kurve aktivieren. Der Befehl wird aber erst am Kurvenausgang, beim Verlagern des Gewichts vom Bremsen zum Beschleunigen, unter Verwendung eines hydraulischen Mechanismus tatsächlich ausgeführt.

Aprilia-Pilot Aleix Espargaro probierte das automatische Device erstmals in Österreich, wechselte in Silverstone und auch in Aragon aber auf die manuelle Standardversion zurück.

Espargaro entscheidet sich je nach Streckencharakteristik

"Ducati hat es erfunden, aber Aprilia war schneller als alle japanischen Hersteller, auch schneller als KTM, um es zu entwickeln", erklärt der Spanier. "Sie haben es sehr gut gemacht. Ich hatte das manuelle System vor drei oder vier Monaten, das automatisch - es ist nicht wirklich automatisch, aber wir nennen es so - in Österreich."

"Am Anfang hatte ich es auf der rechten Seite, auf der Gasseite, was nicht einfach ist, und dann auf der linken Seite. Aber ich mag es auch nicht wirklich auf der linken Seite. Die Verwendung hängt von der Strecke ab", sagt Espargaro. In Aragon bevorzugte er aufgrund der Streckencharakteristik das manuelle System.

"Dort gibt es vor der Gegengeraden eine Schikane. Da war die Automatik schwer zu bedienen, also benutzte ich lieber das manuelle. Sobald ich beschleunige, drücke ich einen Knopf und das Motorrad senkt sich ab. So habe ich weniger Wheelies."

Unabhängig davon, wie die Vorrichtung letzten Endes aktiviert wird, ist Espargaro mit dem Entwicklungsstand des "Ride Height Device" an der RS-GP sehr zufrieden: "Das funktioniert bei der Aprilia sehr gut. Wenn man das System aktiviert, beschleunigt das Motorrad gleich viel mehr. Und man hat weniger Wheelies."

Lob für Aprilia: Device arbeitet laut Espargaro fantastisch

"Das Problem, das wir am Anfang hatten, war, dass wenn man bremst, um das System zu deaktivieren, es super aggressiv war und ich einige Probleme am Vorderrad hatte. Aber Aprilia hat einen sehr guten Job gemacht. Jetzt spüre ich auf der Bremse nicht mehr, ob es an oder aus ist, was fantastisch ist", schwärmt Espargaro.

"Ich kann die Vorsaison nicht abwarten, um zu entscheiden, ob ich die manuelle oder automatische Version auf der linken oder rechten Seite verwenden werde", blickt er voraus.

"Ich habe Aprilia gebeten, den Platz ein wenig zu modifizieren, um es einfacher zu machen. Wir arbeiten also speziell daran, es für den Fahrer einfacher zu machen", verweist der Spanier auf das Feintuning des Device, "aber das System an sich ist fantastisch."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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