"Rossi-Crew arbeitet besser": Vinales sucht nach Gründen

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Autor: Gerald Dirnbeck
Co-Autor: Oriol Puigdemont
21.05.2018, 09:00

Valentino Rossi jubelt auf dem Podest, Maverick Vinales ist geknickt: Welche Probleme der Spanier in Le Mans hat und warum sein erfahrener Teamkollege konkurrenzfähiger ist.

Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing

Maverick Vinales schaffte auch beim Grand Prix von Frankreich nicht den Weg aus der Krise. Vor einem Jahr gewann der Spanier noch in Le Mans und war ein Kandidat für den WM-Titel. Nun kam Vinales auf dem siebten Platz ins Ziel und hatte fast 24 Sekunden Rückstand auf Sieger Marc Marquez. Kurioserweise verbesserte sich Vinales trotz seiner bisher durchwachsenen Saison auf den zweiten WM-Platz, auch wenn schon 36 Punkte auf Marquez fehlen. Er ist neben den Pramac-Piloten der einzige Fahrer im Spitzenfeld, der in allen fünf Rennen Punkte gesammelt hat.

Trotzdem war Yamaha-Teamkollege Valentino Rossi in Le Mans besser unterwegs und kletterte als Dritter auf das Podest. "Ich glaube, sie arbeiten im Laufe des Wochenendes besser", vermutet Vinales den Unterschied zwischen der Rossi-Crew und seiner Seite der Box rund um Crew-Chief Ramon Forcada. "Wir müssen besser arbeiten und das Motorrad für das Rennen besser vorbereiten."
Auf Rossi büßte Vinales in 27 Runden fast 20 Sekunden ein.

Im Laufe des Rennens fiel zudem auf, dass Vinales im letzten Renndrittel fast die gleichen Rundenzeiten wie die Spitze fuhr. Warum kam er erst so spät auf Tempo? "Ich habe mich gesteigert, weil ich in jeder Kurve versucht habe zu stürzen. Nur deswegen, weil ich nicht Zehnter werden wollte", erklärt Vinales sein Risiko. "Ich will in jedem Rennen vorne dabei sein. Es ist mir egal, ob ich stürze oder nicht. Ich habe mein Bestes gegeben."

Schlechtes Gefühl: "Wie mit gebrauchten Reifen"

"Der erste Teil des Rennens war schrecklich. Ich verstehe nicht, warum ich nicht beschleunigen konnte. Viele Fahrer haben mich zu Beginn bei der Beschleunigung überholt. Die Dinge funktionieren nicht gut. Wir müssen etwas verändern", sagt Vinales und nennt seine Probleme: "Es ist wie im Vorjahr, aber eigentlich schlimmer. Ich habe keinen Grip am Hinterreifen und es ist unmöglich, irgendetwas zu tun. Es fühlt sich an, als würde ich mit einem gebrauchten Reifen starten."

Je höher die Asphalttemperaturen klettern, desto größer werden die Gripprobleme bei Vinales. In den Vormittagstrainings läuft es in der Regel besser als zu Mittag. "Ich fühlte mich wirklich schlecht auf dem Motorrad, und mit jedem Rennen wird es schlechter. Ich hatte gehofft, dass wir hier ein gutes Rennen fahren können, aber für mich war es noch schlechter als in Jerez. Jetzt haben wir einen Test in Montmelo. Ich hoffe, dort fühle ich mich besser. Wir müssen etwas ausprobieren, um die Probleme zu lösen."

Am Dienstag und Mittwoch testen die MotoGP-Teams auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, der zu Beginn des Jahres neu asphaltiert wurde. Wird Yamaha dort ein Elektronikupdate ausprobieren? "Nichts Neues, ich weiß es nicht", wirkt Vinales desillusioniert und malt auch für das nächste Rennen schwarz: "Mugello war im Vorjahr für uns eine gute Strecke, aber in diesem Jahr glaube ich das nicht. Ich versuche offen an die Dinge heranzugehen und den Rest zu vergessen."

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