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Rossi glaubt: "Mugello könnte Wendepunkt für Lorenzo sein"

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Rossi glaubt: "Mugello könnte Wendepunkt für Lorenzo sein"
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
15.06.2018, 18:52

Valentino Rossi stellt seine M1 am Freitag in die Top 5 - Er erklärt, wie er die Situation von Ex-Teamkollege Jorge Lorenzo sieht - Maverick Vinales auf P3

Der erste Trainingstag in Barcelona verlief ganz zur Zufriedenheit des Yamaha-Teams, zwar holte sich eine Ducati (Jorge Lorenzo) die Bestzeit am Freitag, dennoch waren beide Werksfahrer im Gesamtergebnis in den Top 5 zu finden. Maverick Vinales stellte seine M1 auf Rang drei (+0,492 Sekunden), Valentino Rossi auf Rang fünf (+0,526 Sekunden). Der Italiener sicherte sich am Vormittag die Bestzeit. Am Nachmittag war er allerdings nur auf Position elf zu finden. Lob gibt es vom "Doktor" vor allem für seinen ehemaligen Teamkollegen.

Nachdem Lorenzo mit einer 1:38.930 Minuten die schnellste Zeit am Freitag aufstellte, schrillten im Honda- und Yamaha-Lager die Alarmglocken. Den Superstars wurde bewusst, dass der Mugello-Triumph des Ex-Champions keine Eintagsfliege war. Schon Marc Marquez, der im zweiten Training stürzte, musste klarstellen, dass zu diesem Zeitpunkt noch alle Fahrer Chancen hätten, Weltmeister zu werden.

Rossi zieht in seiner Medienrunde nach: "Lorenzo jetzt schon aus dem WM-Kampf auszuschließen, das wäre wohl sehr dumm. Auch weil zwischen mir und Marquez mehr als zwanzig Punkte liegen", hält der Italiener fest. Konkret liegt er vor dem Grand Prix in Katalonien 23 Zähler zurück. Lorenzo auf Platz zehn fehlen allerdings schon 54 Punkte.

Rossi: "Platz fünf ist nicht so schlecht"

Nach der starken Vorstellung von Lorenzo am Freitag ist Rossi jedenfalls vorgewarnt. "Jorge war sehr gut in Mugello, das könnte ein Wendepunkt in der Weltmeisterschaft gewesen sein, da er auch hier besser aussieht. Wenn Lorenzo diese Form hält und ein gutes Gefühl hat auf dem Bike, dann ist er sehr stark", weiß der 39-Jährige aus eigener Erfahrung. Auf die Ducati-Bestzeit fehlte ihm am Ende des Tages eine halbe Sekunde, womit er gut leben kann.

"Ich bin schon am Vormittag eine gute Rundenzeit gefahren. Auf der ersten Position zu liegen, ist natürlich immer ein tolles Gefühl, auch wenn es nur das erste Training war. Am Nachmittag haben wir uns auf die Reifen konzentriert, da man hier die richtige Wahl treffen muss - und das könnte entscheidender sein als auf anderen Strecken. Platz fünf am Ende ist nicht so schlecht", resümiert Rossi seinen Arbeitstag. Er war am Nachmittag auch mit einem neuen aerodynamisch optimierten Kotflügel gesichtet worden.

Bei der Reifenanalyse am Nachmittag verwendete er in insgesamt drei Runs drei verschiedene Kombinationen. Den ersten Versuch startete Rossi auf dem weichen Reifen (vorne und hinten), damit gelangen ihm hohe 1:40er-Zeiten. Im zweiten Versuch ging er schließlich auf Medium-Hard auf die Strecke, womit er sich in den mittleren 40er-Bereich fuhr.

Vinales testet Renn-Abstimmung mit vollem Tank

Im letzten Versuch nahm er den weichen Vorderreifen und den mittleren Hinterreifen, womit er seine schnellste Zeit von 1:39.989 im zweiten Training hinlegte. "Ich konnte schon um ein paar Zehntel schneller fahren als im Test, das Gefühl ist allerdings sehr ähnlich. Wir haben mit der Basisabstimmung begonnen. Abgesehen von meinen schnellen Runden ist meine Pace sehr ähnlich", erklärt der Italiener.

Einziges Problem derzeit: "Wir leiden an Untersteuern in den langsamen Kurven, aber vor allem muss man eine gute Balance für die Reifen finden. Das hängt auch davon ab, welche Reifenmischung man verwenden möchte." Teamkollege Maverick Vinales reihte sich am Nachmittag auf den starken dritten Rang ein, er verwendete zweimal die Medium-Variante bevor er im letzten Versuch auf den weichen Reifen umsteckte. Sein Fazit: "Das Gefühl war wirklich gut heute. Beim Test hatten wir zwar viel mehr Grip, dennoch konnten wir eine schnellere Rundenzeit fahren. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Arbeit."

Vinales war auf dem Renn-Set-up unterwegs, und hatte daher zu Beginn Mühe mit vollem Tank - genau in dieser Phase des Rennens tat sich der Spanier bislang schwer. Er steigerte sich von 1:41er-Zeiten bis auf mittlere 1:39er-Zeiten. Seine 1:39.422 Minuten fuhr er in der allerletzten schnellen Runde. "Besonders der Vorderreifen war heute sehr rutschig", bestätigt Vinales Probleme mit der Front. "Das müssen wir verbessern. Mit dem Hinterreifen bin ich sehr zufrieden, der fährt sich sehr konstant und ich habe viel Grip." Derzeit liegen beiden Werkspiloten auf Q2-Kurs, Tech-3-Pilot Johann Zarco hat nach zwei Stürzen die achtschnellste Zeit geschafft.

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