Rossi vs. Marquez: FIM und Honda halten Daten unter Verschluss

Motorrad-Weltverband (FIM) und MotoGP-Werksteam Honda wollen die Telemetrie-Daten zum Zwischenfall um Valentino Rossi und Marc Marquez in Sepang 2015 nicht veröffentlichen. Und das hat auch einen Grund.

„Wir haben gemeinsam entschieden, die Daten unter Verschluss zu halten, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen“, sagt FIM-Präsident Vito Ippolito.

„Am Ende der vergangenen Saison hatte es eine gewaltige Kontroverse um Rossi und Marquez gegeben. Das Ganze schaukelte sich immer weiter auf. Deshalb haben wir die Beteiligten und ihre Teams gebeten, die Ereignisse von Sepang ruhen zu lassen.“

 

Das internationale Sportberufungsgericht hat sich damit befasst und der Fall ist abgeschlossen“, meint Ippolito.

Honda hatte den Motorrad-Weltverband beim MotoGP-Saisonfinale in Valencia darauf hingewiesen, dass sie über Telemetrie-Daten zum Zwischenfall um Rossi und Marquez verfügen würden. Diese Daten sind aber nie an die Öffentlichkeit gelangt.

Beim Großen Preis von Malaysia 2015 war es zu einer Kollision zwischen Yamaha-Fahrer Rossi und Honda-Pilot Marquez gekommen, in deren Folge Rossi für das Finale mit einer Startplatzstrafe belegt wurde. Dieser Umstand kostete ihn womöglich den MotoGP-WM-Titel, der so an Rossis Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo ging.

Die Chronologie der Ereignisse können Sie in unserer Fotostrecke nachvollziehen. Dort schildern wir, was vor der inzwischen berühmten Kollision geschah, wie die MotoGP-Welt darauf reagierte und welche Konsequenzen sich daraus ergaben.

Die beiden MotoGP-Legenden Phil Read und Wayne Gardner hatten sich zuletzt kritisch über die Ereignisse in Sepang 2015 geäußert und die Bestrafung Rossis als „unfair“ bezeichnet. Read ging sogar so weit, die MotoGP-Rechteinhaber der Dorna als „spanische Mafia“ zu bezeichnen.

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Fahrer Valentino Rossi , Marc Marquez
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