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Stefan Bradl: Kann heute Nacht bestimmt ruhig schlafen

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Stefan Bradl: Kann heute Nacht bestimmt ruhig schlafen
Autor:
18.03.2016, 00:31

Stefan Bradl erreichte beim ersten freien Training der MotoGP in Katar das gesteckte Ziel: So viele Runden wie möglich fahren.

Stefan Bradl, Gresini Racing Aprilia RS-GP 2016
Stefan Bradl, Gresini Racing Aprilia RS-GP 2016
Alvaro Bautista und Stefan Bradl, Gresini Racing Aprilia RS-GP 2016

Insgesamt drehte Stefan Bradl mit der neuen Aprilia RS-GP 15 Runden, Teamkollege Alvaro Bautista schaffte eine mehr. Kilometer sammeln war das große Ziel beim Auftakttraining zur Saison 2016.

Bradl landete am Ende mit einer Zeit von 1:57,989 Minuten und 2,549 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit von Jorge Lorenzo auf dem 21. – und letzten – Platz. Trotzdem zeigte sich der Deutsche keineswegs enttäuscht oder sauer, eher sogar gut gelaunt.

„Es ist gar nicht so schlecht gelaufen“, so Stefan Bradl am Abend. „Alvaro ist sehr gut dabei, da bin ich selber überrascht.“

„Auf meiner Seite hatten wir einen Ticken mehr Probleme, leider Gottes. Ich bin aber auch sehr viel zum Fahren gekommen, das ist schon einmal ein positives Zeichen, dass beide Fahrer ähnlich viele Runden drauf spulen konnten. Das war beim Test keine Selbstverständlichkeit.“

Beim Test hatten die beiden Aprilia-Piloten doch längere Boxenaufenthalte, die RS-GP ist erst vor wenigen Wochen präsentiert worden und erst beim Katar-Test gefahren.

„Am Anfang vom Training hatte ich ein paar Probleme, da war das Motorrad sehr aggressiv zu fahren. Trotzdem haben wir unseren Plan weiter durchgezogen.“

Man sieht, dass das Motorrad Potenzial hat. Ich kann heute Nacht bestimmt ruhig schlafen.

„Wir hatten keine Zeit das ganze am Motorrad zu ändern. Dadurch bin ich nicht auf akzeptable Rundenzeiten gekommen. Dadurch hatte ich eine Blockade, was das Setup anbelangt. Wir waren ein Stück zu hart unterwegs.“

„Heute habe ich darunter gelitten, dass wir zu wenig Grip am Hinterrad hatten. Aber wir wissen, wo wir ansetzen müssen und darum schaue ich dem morgigen Tag ganz positiv entgegen.“

Ob er das Auftakt-Wochenende eher als Test, als als Rennen sehen würde, beantwortete der Deutsche klar: „Es ist ein Rennwochenende, aber trotzdem sehen wir es etwas unter Testbedingungen an.“

„Ich hätte auch gern eine ähnliche Zeit wie Alvaro gefahren, er war doch ein Eck schneller. Aber man sieht, dass das Motorrad Potenzial hat. Man kann beide Fahrer recht gut einschätzen. Ich kann heute Nacht bestimmt ruhig schlafen.“

Bradl weiß, dass er mit seinen Technikern aber noch eine Nachtschicht vor sich hat, um die Probleme in den Griff zu bekommen. „Bei mir ganz klar das Hinterrad“, gibt er die Marschrichtung aus. „Alvaro hat das geschafft und konnte damit schneller fahren.“

„Insgesamt haben wir noch viele Baustellen, an denen wir ansetzen müssen, aber das geht nur Schritt für Schritt.“

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