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Sturzstatistik 2018: Keiner crashte häufiger als Marc Marquez

Marc Marquez wird in der MotoGP 2018 nicht nur Weltmeister sondern auch Sturzkönig - Valentino Rossi deutlich häufiger am Boden als in den Vorjahren

Sturz: Marc Marquez, Repsol Honda Team

Gold and Goose / Motorsport Images

Marc Marquez hat sich den zweifelhaften - und inoffiziellen - Titel "MotoGP-Sturzkönig 2018" gesichert. Der Spanier stürzte an den 19 Rennwochenenden in der Saison 2018 insgesamt 23-mal. Im Durchschnitt lag der Weltmeister damit pro Wochenende mehr als einmal auf der Nase. Platz 2 ging an Alvaro Bautista, der in seinem Abschiedsjahr in der MotoGP 21-mal unsanft von seiner Maschine getrennt wurde.

Klassenübergreifend heißt der Sturzkönig allerdings Stefano Manzi. Der Moto2-Pilot kommt auf satte 31 Stürze - und damit im Schnitt auf mehr als anderthalb Unfälle pro Wochenende. Rang zwei belegt mit 27 Stürzen ebenfalls ein Moto2-Pilot: Sam Lowes. Den dritten Platz teilen sich hier Jorge Navarro, ebenfalls aus der Moto2, und Marco Bezzecchi, Dritter der Moto3, mit 24 Stürzen.

Die MotoGP-Stammpiloten mit den wenigsten Stürzen waren in diesem Jahr Maverick Vinales und Danilo Petrucci. Beide flogen lediglich viermal ab. Auffällig: Valentino Rossi stürzte 2018 deutlich öfter als in der Vergangenheit. Er crashte achtmal - und damit in nur einer Saison so oft wie in den Jahren 2016 und 2017 zusammen. Marquez stürzte übrigens sogar viermal weniger als 2017, als es bei ihm noch 27 Unfälle waren.

Crash: Marc Marquez, Repsol Honda Team, Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Sturz: Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Sturz: Michele Pirro, Ducati Team
Sturz: Jack Miller, Pramac Racing
Sturz: Isaac Vinales
Sturz: Edgar Pons
Sturz: Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Sturz: Jack Miller, Pramac Racing
Sturz: Jorge Lorenzo, Ducati Team
Sturz: Jordi Torres, Avintia Racing
Sturz: Marc Marquez, Repsol Honda Team
Sturz: Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Sturz: Cal Crutchlow, Team LCR Honda
Sturz: Pol Espargaro, Red Bull KTM Factory Racing
Sturz: Aleix Espargaro, Aprilia Racing Team Gresini
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Sehr interessant: Zum ersten Mal seit 2009 war die Anzahl der Stürze in der MotoGP in diesem Jahr rückläufig. Insgesamt 303 Abflüge bedeuten zehn weniger als im Vorjahr. Zum Vergleich: 2009 waren es gerade einmal 104 Stürze. Seitdem war die Zahl bis einschließlich 2017 in jeder Saison gestiegen. Auch in Moto2 (418) und Moto3 (356) gab es insgesamt weniger Stürze als im Vorjahr.

Somit lag logischerweise auch die kombinierte Zahl der Stürze in allen drei Klassen (1077) unter der des Vorjahres (1126). Komplett vergleichbar sind die Zahlen der einzelnen Jahre natürlich nicht, da das Fahrerfeld beispielsweise nicht immer die gleiche Größe hatte. Außerdem gab es nicht in jeder Saison die gleiche Anzahl an Rennen, und in manchen Jahren regnete es an den Wochenenden mehr als an anderen.

Apropos Regen: Die meisten Stürze gab es in diesem Jahr beim verregneten Saisonfinale in Valencia. Insgesamt 155 Stürze gab es klassenübergreifend an den drei Tagen. Im Durchschnitt waren es dort also mehr als 50 Abflüge pro Tag. Zum Vergleich: Die wenigsten Stürze gab es 2018 in Argentinien. In Termas de Rio Hondo wurden am ganzen Wochenende insgesamt gerade einmal 20 Stürze verzeichnet.

Die gefährlichste Kurve war in diesem Jahr - natürlich auch wetterbedingt - Turn 4 in Valencia. Alleine dort gab es am letzten Rennwochenende des Jahres 38 Abflüge. In keiner anderen Kurve stürzten im Laufe des Jahres mehr Piloten.

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