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Suzuki: Alte Fehler vermeiden, Momentum nutzen

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Suzuki: Alte Fehler vermeiden, Momentum nutzen
Autor: Juliane Ziegengeist
04.12.2017, 13:31

Eine Fehlentscheidung in der letzten MotoGP-Vorsaison kam Suzuki teuer zu stehen, deshalb geht man diesmal behutsam vor - Crewchief macht "richtige Richtung" aus.

Andrea Iannone, Team Suzuki MotoGP
Andrea Iannone, Team Suzuki MotoGP
Andrea Iannone, Team Suzuki MotoGP, nach Sturz
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, Andrea Iannone, Team Suzuki MotoGP
Andrea Iannone, Team Suzuki MotoGP
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP, Andrea Iannone, Team Suzuki MotoGP
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP
Alex Rins, Team Suzuki MotoGP

Suzuki konnte nach einer weitgehend durchwachsenen MotoGP-Saison 2017 zuletzt deutliche Fortschritte verzeichnen. In Japan, auf Phillip Island und in Valencia gelangen dem Team mit Andrea Iannone und Alex Rins starke Ergebnisse. Auch die ersten Testfahrten in Valencia und Jerez verliefen vielversprechend. Und das obwohl beide Fahrer die Testtage wegen eines Virus nicht vollständig nutzen konnten.

Dennoch zeigt die Formkurve seit dem privaten Test in Aragon im September, wo man vor allem am Setting arbeitete, steil nach oben. Bei Suzuki hofft man, dieses Momentum mit in die nächste MotoGP-Saison nehmen zu können. Im Gespräch mit 'Crash.net' zeigt sich Jose Manuel Cazeaux, Crewchief von Rookie Rins, jedenfalls zuversichtlich: "Mein Gefühl ist, dass wir diesen Schwung mitnehmen können."

"Wir müssen aus einigen Komponenten für 2018 wählen und versuchen, dabei vorsichtig einen Schritt nach dem anderen zu nehmen", erklärt er. Denn zu dieser Zeit im vergangenen Jahr entschied sich Suzuki für einen bestimmten Weg beim Motor, der sich bald rächen sollte. Nicht nur aus Sicht von Cazeaux hinderte diese Fehlentscheidung Iannone und Rins daran, ihr wahres Potenzial zu zeigen.

Piloten können "Entscheidungen jetzt sicherer treffen"

Der Crewchief erinnert sich: "Wir starteten Ende 2016 mit dem Motorrad von Maverick (Vinales; Anm. d. R.) und nahmen ein paar Anpassungen vor allem beim Motor vor, um uns in bestimmten Bereichen zu verbessern. Aber während der Saison stellten wir fest, dass wir dafür in anderen Bereichen umso schlechter waren. Das führte auf vielen Strecken zu Problemen und wir schafften es nicht, konkurrenzfähig zu sein."

Ähnlich äußerte sich bereits Suzuki-Teammanager Davide Brivio. Umso mehr ist man bestrebt, diesen Fehler nicht noch einmal zu machen, und ließ die Fahrer jüngst Vergleichstests mit verschiedenen Motorenspezifikationen und Chassis-Varianten absolvieren. Mit Hilfe der gesammelten Daten und Eindrücke soll nun ein Prototyp für Sepang erarbeitet werden, um sich dort noch einmal rückzuversichern.

"Ich denke, dass sie ihre Entscheidungen in diesem Jahr etwas sicherer treffen können, als das im letzten Winter der Fall war", äußert sich Cazeaux zu den Fahrer-Feedbacks von Rins und Iannone. "Damals war einer ein Rookie und verletzt, und der andere kam von einem Motorrad, das sich von diesem ein wenig unterschieden hat. Insofern freuen wir uns sehr auf den kommenden Winter." Die Vorzeichen stimmen optimistisch.

Alex Rins: Positives Comeback nach Verletzungen

So sieht Cazeaux die MotoGP-Saison 2017 trotz aller Schwierigkeiten als ein "positives Jahr" an. Denn in einigen Details habe man sich dennoch steigern und die Saison auf einem Hoch beenden können. "Jetzt, mit der Basis des 2018er-Motors, den wir in Valencia testeten, verbessert sich das Bike weiter und es sieht so aus, als gingen wir in die richtige Richtung", so Cazeaux. Das hofft er natürlich auch für seinen Schützling Rins.

Er wird das zweite Jahr in der MotoGP bestreiten. Seine Rookie-Saison konnte der junge Spanier nur zu Teilen bestreiten, weil Verletzungen ihn wiederholt zurückwarfen. "Er verletzte sich erst in Valencia und dann in Austin", erinnert sich Rins' Crewchief. "Seit seinem Comeback beim Barcelona-Test ging die Entwicklung zwar langsamer, aber mit konstanten Schritten voran. Und er hat es zu Ende gebracht."

Nun verstehe er nicht nur das Motorrad besser, sondern auch die Arbeitsweise in der Königsklasse. "Das ist sehr wichtig", weiß Cazeaux. "Er hat verstanden, dass es in der MotoGP nicht nur um Talent geht. Er geht überlegt vor, spürt genau, was auf dem Motorrad passiert, und vermittelt es dem Team. Ich glaube, dass er in Zukunft sehr stark sein wird. Wenn er so weitermacht wie jetzt, wird er die nächste Saison genießen können."

 

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Rennserie MotoGP
Fahrer Andrea Iannone , Alex Rins
Teams Team Suzuki MotoGP
Autor Juliane Ziegengeist
Artikelsorte News