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Test mit Motor für 2020: Warum Suzuki gegen Reglement verstoßen hat

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Test mit Motor für 2020: Warum Suzuki gegen Reglement verstoßen hat
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
19.10.2019, 08:24

Weil Testfahrer Sylvain Guintoli in Motegi mit dem Motor für 2020 fährt, werden seine Freitagszeiten annulliert - Warum Suzuki gegen das Reglement verstoßen hat

Beim Grand Prix von Japan ist Suzuki-Testfahrer Sylvain Guintoli mit seiner dritten und letzten erlaubten Wildcard in der MotoGP-Saison 2019 am Start. Bereits vor drei Wochen war der Franzose in Motegi, um mit der neuen GSX-RR einen Shakedown durchzuführen. Mit diesem neuen Prototypen startete Guintoli auch ins Rennwochenende. Doch die Rennkommissare teilten Samstagvormittag mit, dass Guintoli disqualifiziert ist und alle Freitagszeiten gestrichen wurden.

Die Rennkommissare beriefen sich auf Artikel 2.4.6.2 des MotoGP-Reglements. Bei Wildcard-Einsätzen müssen die Motorräder den technischen Regeln des entsprechenden Herstellers entsprechen. Das umfasst die Motorspezifikation, die Hard- und Software der ECU sowie die jeweiligen Sensoren.

Im Fall von Suzuki (sowie von Honda, Ducati und Yamaha) ist das die Motorspezifikation des Werksteams, die vor dem ersten Saisonrennen eingefroren worden ist. Da Guintoli aber eine andere Spezifikation verwendet hat, nämlich jene für 2020, hat Suzuki gegen das Reglement verstoßen. Deswegen wurden seine Freitagszeiten gestrichen.

"Fehler bei der Interpretation der Regeln"

"Wir haben einen Fehler bei der Interpretation der Regeln gemacht", seufzt Guintoli. "Uns wurde das kurz vor FT3 mitgeteilt. Meine Mechaniker haben sehr gut gearbeitet, den Motor auf die diesjährige Spezifikation zu wechseln. In FT3 hatte ich nur ein Motorrad zur Verfügung." In der Suzuki-Box wurde Samstagmorgen vor dem Vormittagstraining hektisch gearbeitet.

Da Guintoli am Samstag mit der 2019er-Motorspezifikation gefahren ist, entspricht sein Motorrad nun dem Reglement. Dass die Freitagszeiten gestrichen wurden, ist praktisch irrelevant. Weitere Sanktionen gibt es nämlich nicht. Und Guintoli wäre sowieso in Q1 gewesen. Somit konnte Suzuki trotzdem zumindest an einem trockenen Tag mit dem neuen Motor für die kommende Saison fahren.

Sylvain Guintoli

Sylvain Guintoli absolviert in Motegi seine dritte und letzte Wildcard

Foto: LAT

"Die ersten Anzeichen des neuen Motors waren positiv", sagt der Franzose. Details will er aber nicht verraten: "Darüber darf ich nicht sprechen. Wir haben ein gutes Motorrad mit einem sehr guten Charakter. Diesen wollen wir nicht zerstören, sondern Kleinigkeiten finden." Im Vergleich zu Honda und Ducati fehlt der GSX-RR etwas Topspeed. Das gute Handling darf bei der Suche nach mehr Leistung nicht leiden.

"Der große Vorteil bei einem Reihenvierzylinder ist, dass man ein sehr gutes Chassis haben kann. Und das haben wir", betont Guintoli. "Wir haben sehr hart daran gearbeitet, den Motor für die Renndistanz effizient zu machen. Er muss zum Charakter der Reifen passen und im Gesamtpaket funktionieren. Jeder sucht Topspeed, weil das einer der Schwachpunkte ist. Aber vom Vorjahr haben wir einen guten Fortschritt gemacht, denn die Suzuki ist regelmäßig schneller als Yamaha."

Die Regel bezüglich der Motorspezifikation trifft übrigens nicht auf jene Hersteller zu, die durch die Konzessionspunkteregel Ausnahmen haben. Das sind aktuell Aprilia und KTM. Diese beiden Teams können jederzeit bei ihren Teams die Motorspezifikation ändern. Auch ein Testfahrer dieser beiden Marken dürfte mit einer anderen, neueren Spezifikation einen Wildcard-Einsatz absolvieren. Im Vorjahr hatte Suzuki auch noch diese Möglichkeit.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Gerald Dirnbeck