Topform mit 39: Wäre Rossi mit besserem Material WM-Kandidat?

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Topform mit 39: Wäre Rossi mit besserem Material WM-Kandidat?
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
01.09.2018, 09:02

Valentino Rossi erklärt, dass er sich 2018 in "großartiger Form" befindet - Mit einem besseren Bike hätte er laut eigener Aussage schon mehrere Siege holen können

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, mit Silvano Galbusera
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
2. Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

39 Jahre alt und kein bisschen müde: Valentino Rossi liegt in der MotoGP aktuell auf dem zweiten WM-Platz und fährt 2018 bislang eine bessere Saison als sein deutlich jüngerer Teamkollege Maverick Vinales. Zwar hat der "Doctor" seit mehr als einem Jahr kein Rennen mehr gewonnen, doch das führen viele Experten eher auf die aktuelle Schwäche der Yamaha zurück - wie auch Rossi selbst.

"Mein letzter Sieg war auch der letzte von Yamaha. Ich denke daher, dass ich seitdem nicht mehr gewonnen habe, weil das Bike nicht das Beste ist", erklärt er im Gespräch mit 'MotoGP.com' und ergänzt: "In diesem Jahr bin ich oft sehr gut gefahren. Ich denke, mit einem besseren Motorrad hätte ich da um den Sieg kämpfen können. Ehrlich gesagt fühle ich mich dieses Jahr sehr gut. Ich bin in großartiger Form."

Im Winter hat Rossi sein Training umgestellt - offenbar mit Erfolg. "Am Ende eines Rennens hätte ich noch Energie für fünf weitere Runden", verrät der MotoGP-Rekordchampion und ergänzt: "Ich fühle mich besser als im vergangenen Jahr." Damals feierte er in Assen den bis heute letzten Yamaha-Sieg in der MotoGP. "Daher ist es sehr schade, dass wir auf der technischen Seite nicht vorne dabei sind", ärgert er sich.

"Es ist eine schwierige Saison, denn Yamaha ist momentan nicht so konkurrenzfähig wie Honda und Ducati", stellt er klar. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Japaner noch immer Probleme mit der 2016 eingeführten Einheitselektronik haben. "Honda und Ducati haben seit Mitte 2017 wieder das gleiche Level (wie vor 2016; Anm. d. Red.) - aber Yamaha ist dieser Schritt nicht gelungen", erklärt Rossi.

Es sei "frustrierend", dass man seit Monaten keine echten Fortschritte erzielt habe. "Yamaha hat das Potenzial", ist Rossi überzeugt. Doch bis Yamaha in dieser Hinsicht aufschließen kann, könnte noch etwas Zeit vergehen. Und so lange wird Rossi wohl weiterhin maximal um vereinzelte Podestplatz kämpfen können - Topform hin oder her. "Ich fahre immer, um zu gewinnen", stellt der "Doctor" klar.

"Platz zwei ist eine gute Position", erklärt Rossi im Hinblick auf den aktuellen WM-Stand. "Aber es wird schwer werden, sie bis zum Ende zu halten", ist er sich bewusst. Und den Titel 2018 hat er - Stand jetzt - ohnehin bereits abgeschrieben. Er sei unter den gegebenen Voraussetzungen "nicht schnell genug", um Spitzenreiter Marc Marquez unter Druck zu setzen.

Für Rossi wird es daher wichtig sein, seine Form auch in den kommenden beiden Jahren zu halten. Der Italiener wird schließlich noch bis mindestens 2020 in der MotoGP fahren. Er wird darauf hoffen, in diesem Zeitraum irgendwann auch wieder konkurrenzfähiges Material zu haben. Und wenn dieser Zeitpunkt kommt, will Rossi bereit sein - auch im Alter von dann bereits 40 beziehungsweise 41 Jahren.

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