"Jung, frech, schnell": Valentino Rossi lobt Max Verstappen

MotoGP-Altmeister lobt Formel-1-Jungspund: Valentino Rossi spricht wohlwollend über Max Verstappen und sieht interessante Parallelen zu Rookie Johann Zarco.

Für einen Allrounder wie Valentino Rossi steht das Rad auch in der MotoGP-Winterpause nicht still. Am Wochenende gewann der Italiener zum sechsten Mal die Monza-Rallye und krönte sich damit zum neuen Rekordsieger. Dass der neunfache Motorrad-Weltmeister sich auch vier Rennsportarten auf vier Rädern begeistern kann, bewies er nicht nur auf der Strecke, sondern auch im Interview mit 'Radio Deejay' in Mailand.

Zu Gast in der italienischen Show von Linus und Nicola Savino sprach Rossi unter anderem über die Formel 1 und dabei vor allem über Red-Bull-Fahrer Max Verstappen. Mit seiner oft aggressiven Fahrweise machte sich der junge Holländer bei so manchem Kollegen nicht unbedingt beliebt. Doch Rossi weiß, dass man manchmal kompromisslos sein muss, um Erfolg zu haben, und findet daher Lob für den 20-Jährigen.

"Verstappen ist der neue Star der Formel 1", sagt Rossi. "Er schlägt sich wirklich gut, aber sie versuchen, ihn auszubremsen. Das ist verrückt. Wenn ich in der Formel 1 etwas zu sagen hätte, würde ich zwölf Verstappens in der Startaufstellung sehen wollen." Der MotoGP-Pilot spielt damit auf die ein oder andere Strafe an, die Verstappen in der jüngeren Vergangenheit erfuhr. Zum Beispiel in Austin, als er seinen Podestplatz verlor.

Rossi hält fest: "Max ist ein außergewöhnlicher Fahrer. Er ist jung, macht sich über das System lustig und er überholt. Das sind Qualitäten, die die Öffentlichkeit liebt." Die bei vielen Grands Prix in orange getauchten Tribünen sind Zeugnis dessen. Dennoch betont Rossi auch, dass Verstappens Fahrweise nicht ungefährlich ist - weder für den Niederländer selbst noch für diejenigen, die gegen ihn auf der Strecke kämpfen.

"Verstappen ist wie Zarco", zieht Rossi einen Vergleich zu MotoGP-Rookie Johann Zarco, der in der Königsklasse auf zwei Rädern ähnlich wie Verstappen mit waghalsigen Überholmanövern für Aufsehen sorgte. "Keiner von ihnen bremst jemals. Du musst Platz machen, sonst ist die Gefahr groß, dass beide ausfallen", weiß der "Doktor" und denkt dabei sehr wahrscheinlich an seine Begegnungen mit Zarco in der MotoGP-Saison 2017.

Ob in Austin oder Assen: Der junge Franzose kam dem Altmeister im Laufe des Jahres nicht nur einmal gefährlich nahe - und provozierte damit Kritik seitens Rossi, der Zarco riet, auf der Strecke etwas ruhiger zu werden. Doch das kam dem Yamaha-Kundenfahrer nicht in den Sinn. MotoGP-Weltmeister Marc Marquez schlug sich auf seine Seite: Er fährt sehr aggressiv, immer am Limit. Aber letztlich ist das der Weg, wie man es lernt."

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