Valentino Rossi nur 18.: "Es ist schwierig, die Motivation zu erhalten"

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Valentino Rossi nur 18.:
Autor: Sebastian Fränzschky
Co-Autor: Oriol Puigdemont
22.09.2018, 16:00

Ein Sturz im FT3, ein verpatztes Qualifying und ein Startplatz in Reihe sechs: Valentino Rossi erlebt am Samstag in Aragon einen katastrophalen Arbeitstag

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

Die Yamaha-Krise wurde beim Rennwochenende in Aragon um ein weiteres trauriges Kapitel erweitert. Valentino Rossi rutschte im dritten Freien Training aus den Top 10 und musste zusammen mit seinen Yamaha-Markenkollegen Maverick Vinales, Johann Zarco und Hafizh Syahrin im Q1 antreten. Der Aufstieg ins Q2 sollte mit Blick auf die Ansprüche des erfolgsverwöhnten Yamaha-Werksteams Formsache sein. Doch Rossi scheiterte deutlich am Einzug in den finalen Durchgang und beendete das Qualifying auf der 18. Position.

"Es war bereits vom Vormittag an ein sehr schwieriger Tag. Gestern lag ich innerhalb der Top 10, hatte aber ein ziemlich schlechtes Gefühl für das Motorrad, vor allem wenn die Reifen nach ein paar Runden nachließen. Wir versuchten, viele Änderungen durchzuführen. Im FT3 am Vormittag war ich sehr langsam", gesteht Rossi, der in der Schlussphase in Kurve 2 zu Boden musste.

"Ich wollte mit einem frischen Reifen auf Zeitenjagd gehen, stürzte aber. Am Nachmittag im FT4 probierten wir andere Änderungen. Wir änderten die Abstimmung der Maschine ziemlich umfassend. Dann erkannten wir, dass wir durch unsere Änderungen die Probleme nicht beheben können", erklärt der Italiener ernüchtert. 

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"Das Gefühl für das Motorrad war weiterhin schlecht. Wir wurden auch nicht schneller", bemerkt Rossi, der im Q1 beim finalen Angriff zu spät war. "Im Q1 gab es zu viel Durcheinander. Ich wartete zu lange und konnte keine weitere Runde fahren. Ich denke, dass ich zwei oder drei Positionen weiter vorne gelandet wäre, aber ich war nicht schnell genug für den Einzug ins Q2."

War die verpatzte Strategie von Rossis Crew auf die fehlende Motivation zurückzuführen? "Es ist für alle schwierig, so zu arbeiten. Als Fahrer muss man inspiriert sein, damit man das Maximum gibt. Es trifft aber auch für den Rest des Teams zu. Wir arbeiten hart. Die Jungs haben sich für das FT4 richtig angestrengt", lobt er seine Crew.

"Ich versuchte, alles auf eine Karte zu setzen. Mir war bewusst, dass ich mich für den Einzug ins Q2 hinter einen anderen Fahrer hängen muss. Ich wartete schlussendlich zu lange", nimmt Rossi den Fehler auf seine Kappe. Wenig später gesteht er, dass es nicht einfach ist, sich weiterhin zu motivieren: "Man muss sehr viel mehr Arbeit investieren für geringe Fortschritte. Es ist schwierig, die Motivation zu erhalten."

"Wir probieren morgen eine weitere Abstimmung. Dann sehen wir, ob wir ein besseres Rennen zeigen können. Ich würde gern ein paar Punkte sammeln. Das sollte das Ziel sein", kommentiert der Routinier der sich bei der Reifenwahl noch nicht ganz schlüssig ist. Im FT4 fuhr Rossi mit den Medium-Reifen.

"In letzter Zeit fiel die Entscheidung zwischen dem weichen und dem harten Reifen. Der Medium-Reifen ist normalerweise nicht so gut für das Rennen. Ich weiß nicht warum. Vermutlich verschleißt er schneller. Wenn man das Rennen mit dem weichen Reifen durchsteht, dann hat man zu Beginn mehr Haftung. Doch ich bevorzuge den harten Reifen", schildert der "Doctor". 

 

 

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