Valentino Rossi über Fitness: "Habe noch immer Schmerzen"

Nach seinem Beinbruch 2017 gibt Yamaha-Pilot Valentino Rossi zu, noch immer nicht bei 100 Prozent zu sein - Woran er bis zum MotoGP-Saisonstart arbeiten will

Valentino Rossi über Fitness: "Habe noch immer Schmerzen"
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Bike of Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Bike detail of Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Bikes of Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing, Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Helmet of Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

In der MotoGP-Saison 2018 wird Valentino Rossi sein 13. Jahr mit Yamaha bestreiten. Seit seiner Rückkehr von Ducati 2013 hält er dem japanischen Hersteller die Treue. Ob es seine letzte Saison auf der Yamaha M1 sein wird, steht indes noch in den Sternen. Während Maverick Vinales bei der Bike-Präsentation in Madrid an diesem Mittwoch bereits Nägeln mit Köpfen machte, hat sich Rossi noch nicht entschieden, ob er bleibt oder aufhört.

Bildergalerie: Die neue M1 von Valentino Rossi

Vieles wird davon abhängen, wie die kommenden Testfahrten und die ersten MotoGP-Rennen verlaufen. "Es stehen wichtige Tests an", weiß der 38-Jährige und erklärt: "Wir werden uns darauf konzentrieren, die Motorräder von 2017 und 2016 miteinander zu vergleichen. Außerdem gibt es zwei weitere Chassis, die wir während der Saison zum Einsatz gebracht haben." Diese will man noch einmal einer ausführlichen Analyse unterziehen.

In der vergangenen Saison hatte sich Yamaha bei der Entwicklung der M1 mehr und mehr verzettelt und im Kampf um den WM-Titel folglich den Anschluss verloren. Das soll sich nicht wiederholen. "Maverick (Vinales; Anm. d. R.) und ich arbeiten in dieselbe Richtung und geben gute Informationen an Yamaha weiter, um das Motorrad zu entwickeln", zeigt sich Rossi zuversichtlich. "Wir müssen Sepang abwarten und wie das Gefühl dort ist."

Nach Beinbruch: Rossi noch nicht bei 100 Prozent

Beim ersten Test mit dem alten Motorrad habe er sich noch nicht wirklich wohl gefühlt. "Deshalb bin ich sehr neugierig, wie es diesmal sein wird", sagt er und setzt dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Teamkollege Vinales. "Ich denke, dass Maverick in diesem Jahr hilfreicher sein kann, weil er mehr Erfahrung auf dem Motorrad hat. Für ihn war das vergangene Jahr schwieriger. Er kam von Suzuki und musste das Bike erst kennenlernen", so Rossi.

Was die eigene Fitness angeht, kann der Italiener nach seinem Beinbruch mitten in der MotoGP-Saison 2017 weitere Fortschritte verzeichnen. "Das Bein fühlt sich gut an. Ich bin sogar schon wieder Snowboard gefahren", berichtet der Yamaha-Pilot, "aber ich bin noch nicht bei 100 Prozent und habe noch immer Schmerzen. Deshalb musste ich mein Training etwas anpassen." Seine Laufeinheiten muss er langsamer als sonst angehen.

"In den vergangenen Wochen habe ich es versucht, aber nach ein paar Minuten muss ich langsamer machen, weil ich Schmerzen habe. Normalerweise braucht es sechs Monate, um mit dem Schienbein wieder bei voller Kraft zu sein. Das macht für mich noch anderthalb Monate, bis ich wieder anfangen kann zu laufen", erklärt Rossi. Das Fahren sei aber kein Problem, wie er mit seinem Blitz-Comeback in der vergangenen Saison bereits bewies.

Zweite Bein-OP erst nach der MotoGP-Saison 2018

Der Metall-Stift, der ihm bei seiner Bein-OP eingesetzt wurde, um die Fraktur zu nageln, soll vorerst nicht entfernt werden. Dafür will der 38-Jährige bis zum Ende der Saison warten. "Denn der Stift muss mindestens ein Jahr lang drinbleiben. Insofern werde ich die Saison so bestreiten und die Operation danach machen. Das ist kein Problem, denn man spürt nichts", versichert er. Eine Sache spürt Rossi dann aber doch, wenn es um seine Fitness geht.

"Jedes Jahr wird es schwerer", gibt er zu. "Ich bin nicht mehr der Jüngste. Tatsächlich fühle ich mich in den letzten sechs oder sieben Jahren aber sehr ähnlich. Nicht mehr so wie mit 20 oder 25, als es noch einfacher war, sich zu regenerieren. Das dauert mittlerweile länger. Man muss hart an sich arbeiten, aber ich denke, dass es in unserem Sport nicht das Wichtigste ist. Man muss fit sein, aber es kommt auch noch auf andere Dinge an."

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