Valentino Rossi verrät: Was er ohne MotoGP am meisten vermissen wird

Valentino Rossi hat eine genaue Vorstellung davon, was ihm als "nur" Teambesitzer, aber nicht mehr Fahrer in der MotoGP-Szene am meisten fehlen wird

Valentino Rossi verrät: Was er ohne MotoGP am meisten vermissen wird

Wenn die Piloten der Motorrad-WM am 6. März Aufstellung nehmen, um mit dem Grand Prix von Katar in Losail die Saison 2022 zu eröffnen, wird einer nicht in der Startaufstellung stehen: Valentino Rossi.

Der neunmalige Weltmeister hat seine Zweirad-Karriere nach 26 Jahren beendet. Fortan konzentriert sich Rossi auf seine Aufgaben als Teambesitzer des nun auch in der MotoGP-Klasse engagierten VR46-Rennstalls. Zudem fährt der 42-jährige Italiener künftig das eine oder andere Autorennen.

Direkt an diesem Wochenende hätte Rossi zusammen mit Luca Marini und Alessio "Uccio" Salucci eigentlich die 12 Stunden von Abu Dhabi im von Kessel Racing eingesetzten VR46-Ferrari bestreiten sollen. Doch die ihm auferlegte Quarantäne nach Kontakt mit einer positiv auf den Coronavirus getesteten Person machte Rossis erstem Einsatz im Rennjahr 2022 einen Strich durch die Rechnung. Wann er tatsächlich das erste Autorennen nach Ende seiner aktiven MotoGP-Karriere fahren wird, ist derzeit noch offen.

Valentino Rossi

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Foto: Media VR46

Eines aber kann sich Rossi schon ziemlich genau vorstellen, nämlich was er als nicht mehr aktiver MotoGP-Pilot am meisten vermissen wird. Konkret sind es drei Dinge, die ihm als erstes einfallen. "Erstens wird es das Fahren eines MotoGP-Bikes sein. Denn ein MotoGP-Bike auf der Rennstrecke zu fahren, ist nun mal einfach ein großartiges Gefühl", so Rossi.

"Zweitens wird es die Arbeit mit dem Team, meinem Team, von donnerstags an sein. Das Versuchen, alle Details in den Griff zu kriegen, um stärker und stärker zu werden. Dazu zählen die Arbeit mit den Top-Ingenieuren und Chefmechanikern, die Datenanalyse und alles, was dazu gehört", so der langjährige Motorradrennfahrer.

"Und", so Rossi weiter", nicht zuletzt werde ich das Gefühl am Sonntagvormittag vermissen. Zwei Stunden vor dem Rennstart fühlst du dich normalerweise nicht besonders wohl. Es ist in gewisser Weise ein Gefühl von Angst. Du weißt einfach, dass um 14:00 Uhr das Rennen gestartet wird."

"Ich glaube, diese Dinge werden schwer zu ersetzen sein", sagt Rossi und kommt zum Schluss: "Ich werde einfach das Leben eines Athleten sehr vermissen. Jeden Morgen aufzustehen und für ein Ziel zu trainieren, nämlich versuchen zu gewinnen. Das ist es, was ich so liebe."

Und genau deshalb hat Rossi seinen Helm nach 26 Jahren nicht komplett an den Nagel gehängt, sondern "nur" bezogen auf die Motorrad-WM.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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