Vertragspoker: Ducati setzt Andrea Dovizioso eine Deadline

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Vertragspoker: Ducati setzt Andrea Dovizioso eine Deadline
Sebastian Fränzschky
Autor: Sebastian Fränzschky
Co-Autor: Matteo Nugnes
13.05.2018, 09:06

Das Tauziehen um Dovizioso soll beim Ducati-Heimspiel in Mugello beendet sein – Luigi Dall'Igna spricht über Lorenzos Zukunft und eine mögliche Rückkehr von Iannone.

Andrea Dovizioso, Ducati Team
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Jorge Lorenzo, Ducati Team
Jorge Lorenzo, Ducati Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team

Während die Konkurrenz von Yamaha und Honda bereits Entscheidungen bezüglich der Fahrerwahl für 2019 getroffen hat, ist bei Ducati nach wie vor alles offen. Die weitere Verpflichtung von Vizeweltmeister Andrea Dovizioso hat bei Ducati Priorität. Jorge Lorenzos Zukunft bei "den Roten" ist ungewiss. Im Rahmen des Superbike-WM-Rennwochenendes in Imola äußerte sich Ducati-Rennleiter Luigi Dall'Igna zu den Verhandlungen und setzte "Desmodovi", der ebenfalls in Imola vor Ort war, eine Deadline.

"Im Moment konzentrieren wir uns darauf, eine Einigung mit Dovizioso zu erzielen", betont Dall'Igna. "Wir müssen dieses Problem so zeitig wie möglich lösen. Es sind keine einfachen Verhandlungen. Deshalb dauert es seine Zeit. Ich bin mir sicher, dass wir in Mugello die finale Antwort haben werden."
Zuletzt setzte sich Ex-Ducati-Werkspilot Andrea Iannone mit zwei aufeinanderfolgenden Podestplätzen in Austin und Jerez in Szene. Iannones Zukunft bei Suzuki ist offen. Wäre der MotoGP-Laufsieger ein Kandidat für Ducati? "Nein, im Moment konzentrieren wir uns darauf, eine Einigung mit Dovizioso zu erzielen. Danach machen wir uns Gedanken über andere Fahrer", stellt Dall'Igna klar.

Jorge Lorenzo steht im Moment deutlich in Doviziosos Schatten. Sollte der Vertrag des Spaniers verlängert werden, dann müsste der dreifache MotoGP-Champion deutliche Einschnitte bei der Bezahlung hinnehmen. "Ich bin nicht zufrieden, Lorenzo ist nicht zufrieden, die Ducatisti sind nicht zufrieden. Das ist die Realität. Wir müssen versuchen, die Startnummer 99 an Bord der Ducati konkurrenzfähiger zu machen. Das ist unser Ziel. Deshalb haben wir ein neues Chassis beim Test probiert", so der Ducati-Corse-Chef.

Doch eine Neuentwicklung war Lorenzos Chassis nicht. Dall'Igna erklärt: "Ehrlich gesagt war es kein ganz neues Chassis. Es ist das gleiche Chassis, dass Dovizioso seit dem Start der Meisterschaft verwendet. Wir testeten es im Winter und Dovizioso verwendete es vom Saisonstart an. Die Unterschiede zwischen den beiden Chassis sind nicht so groß. Wir trafen die Entscheidung, es bei Lorenzo erst dann zu verwenden, wenn er diesen neuen Rahmen richtig testen konnte. Nach Jerez war der richtige Zeitpunkt gekommen."

Vom Potenzial des ehemaligen Yamaha-Werkspiloten ist Dall'Igna nach wie vor überzeugt. "Er hatte Chancen auf Siege und war sehr schnell. Ich bin mit seinen Ergebnissen nicht zufrieden, doch ich war teilweise überrascht, wie schnell Lorenzo mit unserem Motorrad war", gesteht der Ducati-Stratege.

"Der Wechsel von der Honda zur Ducati oder umgekehrt ist einfacher als von der Yamaha. Das Konzept der Maschine ist komplett anders. Der geforderte Fahrstil unterscheidet sich. Es ist nicht einfach", weiß Dall'Igna. Nach vier von 19 Rennen hat Lorenzo nur sechs WM-Punkte auf seinem Konto. Er reist als WM-20. zum Frankreich-Grand-Prix.

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Rennserie MotoGP
Fahrer Andrea Dovizioso, Jorge Lorenzo, Andrea Iannone
Autor Sebastian Fränzschky
Artikelsorte News