"Viele Punkte gewonnen": Marc Marquez zieht in der WM davon

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Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
Co-Autor: Mark Bremer
03.07.2018, 05:34

Mehr als 40 Punkte Vorsprung auf die Yamaha-Piloten, mehr als 60 auf das Ducati-Duo - Marc Marquez scheint im Titelkampf 2018 keinen echten Gegner zu haben

1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team, Alex Rins, Team Suzuki MotoGP
1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team

Zu Beginn der MotoGP-Saison 2018 befürchteten viele Experten in der WM einen Alleingang von Marc Marquez. Zwar erwischte der Spanier mit Rang zwei in Katar und Platz 18 beim Chaosrennen in Argentinien nicht besten Start in die Saison. Doch am Speed des Weltmeisters bestand auch da schon kaum ein Zweifel. Mittlerweile hat er diesen auch in die entsprechenden Resultate umwandeln können.

Nach seinem Sieg in Assen liegt er in der Weltmeisterschaft bereits 41 Punkte vor dem zweitplatzierten Valentino Rossi und 47 Punkte vor Maverick Vinales auf Rang drei. "Vor dem Start des Wochenendes habe ich gedacht, dass das eine Strecke sein könnte, auf der wir einige Punkte verlieren. Aber wir haben sogar noch Punkte gewonnen - und sogar viele Punkte gewonnen", freut sich Marquez.

"Ich hatte Valentino und Vinales hier stark erwartet. Sie waren auch stark, aber wir waren stärker. Das ist das Wichtigste, denn auf diesem Kurs haben wir normalerweise ein paar Probleme", so der Honda-Pilot, der in Assen in der MotoGP zuvor erst ein einziges Mal (2014) gewinnen konnte. Der TT Circuit galt in den vergangenen Jahren als klassische Yamaha-Strecke.

Doch die Japaner sind mittlerweile seit mehr als einem Jahr sieglos, und auch Rossi ist sich bewusst, dass es so "sehr schwierig" werden wird, Marquez in der WM noch abzufangen. "Er ist schneller als wir und auch schneller als alle anderen", steht für ihn fest. Vier der vergangenen sechs Rennen konnte Marquez für sich entscheiden. Dazu kommen ein zweiter Platz in Barcelona und ein Ausfall in Mugello.

"Nicht unmöglich": Dovizioso hofft noch

Der Spanier selbst verrät, dass er sich in Assen auch über den zweiten Platz von Alex Rins gefreut hat. Schließlich konnte der Suzuki-Pilot seinen direkten WM-Konkurrenten dadurch noch zusätzliche Punkte wegnehmen. Doch wer sind überhaupt Marquez' Rivalen? Die Yamaha-Piloten Rossi und Vinales punkten zwar konstant, sind aber aktuell nicht schnell genug, um Rennen zu gewinnen.

Die Ducati-Werksfahrer haben zwar den nötigen Speed, um zu gewinnen. Ihnen fehlte dafür bislang aber die Konstanz, und so liegen Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo in der WM momentan 61 respektive 65 Zähler zurück - mehr als zwei Rennsiege. "Wenn man objektiv ist, dann wird es sehr schwer - aber nicht unmöglich", erklärt "Dovi" im Hinblick auf seine Titelchance in diesem Jahr.

Er verrät: "Momentan konzentriere ich mich nicht darauf." Vielmehr müsse man bei Ducati jetzt an den eigenen Schwächen arbeiten und sich verbessern. "Die Balance unseres Bikes ist sehr gut. Aber wir managen die Reifen noch immer nicht perfekt", erklärt Dovizioso, laut dem es insgesamt aber "besser" als in den Vorjahren läuft. Auch in Assen habe man ein "gutes Wochenende" gehabt. Allerdings schrieb Dovizioso in diesem Jahr bereits drei "Nuller" - wohl zu viel, um Marquez in der WM am Ende gefährlich werden zu können.

Marquez will nicht nachlassen

Ähnlich sieht es bei Teamkollege Lorenzo aus, der zwar in Mugello und Barcelona zwei Rennen in Folge gewinnen konnte, dafür aber den Saisonstart in den Sand setzte - und in Assen nicht über Rang sieben hinauskam. "Die Stärken der Ducati kamen hier vielleicht nicht so zum Tragen", grübelt Marquez und erklärt: "Sie haben eine sehr gute Beschleunigung und sind auf der Bremse stark. Aber hier gibt es nicht so viele harte Bremszonen."

Daher möchte er das Ducati-Duo im Titelrennen noch nicht abschreiben. Schließlich wurde "Dovi" in Assen immerhin Vierter, und Lorenzo führte das Rennen zwischenzeitlich sogar an. Und Marquez erinnert: "Seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres ist Ducati überall stark." Auch deshalb möchte er sich in der WM aktuell noch nicht zurücklehnen. Sein Vorsprung sei "noch nicht groß genug".

Das könnte sich bereits beim kommenden Rennen ändern, denn auf dem Sachsenring ist Marquez in der MotoGP noch ungeschlagen. Läuft dort alles normal, dürfte er seine WM-Führung vor der Sommerpause noch einmal etwas ausbauen können. Valentino Rossi beugt jedenfalls schon einmal gegen Langweile im Titelkampf vor und erklärt: "Wir haben ja noch einen tollen Kampf um den zweiten Platz ..."

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